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Dienstag, 20. April 2021

Künast: „Die Verantwortung ist groß“ Sicherheitsgedanke und Belohnung für Perspektivspieler: Die Nationalmannschaft vor dem Start der WM-Vorbereitung

Bundestrainer Toni Söderholm.

Foto: City-Press

Bundestrainer Toni Söderholm nominiert 24 Spieler für Phase eins der WM-Vorbereitung – Sechs Debütanten, acht DEG-AkteureAm Mittwoch startet die Nationalmannschaft in die erste Phase der Vorbereitung. Bundestrainer Toni Söderholm hat am Montag sechs Debütanten in einem 24-Mann-Kader für die erste Phase nominiert. Das Team schlägt coronabedingt seine Zelte in Nürnberg auf. Am Samstag (20.15 Uhr) und am Sonntag (16.00 Uhr, beide Spiele live bei MagentaSport) tritt es zu den ersten Spielen in der Slowakei an – es sind die einzigen beiden Auswärtsspiele.

Der Verband ist um größtmögliche Sicherheit in der Pandemie bemüht, gab es doch bei der U20 und der U18 zuletzt Probleme mit Coronafällen, besonders schlimm erwischte es die U20. Die Akteure nun reisen bereits pcr-getestet in Nürnberg an. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Bevor sie in die Kabine dürfen, werden sie erneut getestet. „Dass die Spieler aus einem Bubble-System kommen, erleichtert das Ganze natürlich“, sagte Sportdirektor Christian Künast am Dienstag in einer Videoschalte. Die Akteure werden danach erneut jeden Tag getestet, abwechselnd mit einem Schnelltest und einem PCR-Test. „Die Verantwortung ist groß, wir wollen dieser auch gerecht werden. Die Kontakte werden so weit es geht reduziert. Die Spieler essen auch auf ihren Zimmern. Uns ist aber klar, dass ein Restrisiko bleibt.“

Für den Bundestrainer ist es die erste Maßnahme seit Langem: Den Deutschland Cup verpasste er wegen einer Coronainfektion, die Februarmaßnahme gegen die Schweiz musste abgesagt werden. „Ich freue mich riesig, das ist wohl der beste Weg, das jetzt zu beschreiben“, sagte er. „Wir haben vieles geplant und lange auf diesen Tag eins gewartet.“ Zuletzt schaute er noch einmal ein paar Szenen der WM 2019. „Ich glaube ich bin da sehr schnell auch wieder drin.“

In der ersten Phase der Vorbereitung seien nun Spieler dabei, die ihn zuletzt überzeugt haben: „Das sind Spieler, die sehr gute Schritte in ihren Entwicklungen gemacht haben. Diese Spieler wollen wir einbringen und für ihre harte Arbeit belohnen.“ Wer von der ersten Phase eine Chance auf die WM habe, dazu wollte er nicht spekulieren. „Wir müssen uns auf alles vorbereiten. Es ist auch Teil einer Entwicklung. Vielleicht schafft ein Spieler ja den Schritt zur WM nicht dieses Jahr, aber dafür nächstes Jahr.“

Einige Akteure wie Korbinian Holzer, Frederik Tiffels oder Moritz Müller, die aktuell nicht nominiert sind, seien angeschlagen. „Bei keinem der drei ist es schlimm, sie sind immer noch interessant für uns.“ Die College-Spieler Julian Napravnik oder Lukas Kälble seien ebenfalls interessant, da diese jedoch in einem anderen Umfeld spielten und trainierten (das bedeutet mit weniger strengen Sicherheitsmaßnahmen), habe man sich für den Sicherheitsgedanken entschieden und sie nicht nominiert.

Unterdessen ist auch klar, wie das Procedere mit dem Einsatz von später hinzustoßenden Spielern, in erster Linie aus der NHL, aussieht. Dort wurde die Hauptrunde wegen des massiven Coronaausbruchs bei den Vancouver Canucks (seit Montag wieder im Einsatz) bereits auf den 19. Mai verlängert. Künast: „Wenn ein Spieler nachkommt, muss er zunächst drei Tage in Einzelquarantäne, dann drei Tage in Teamquarantäne. Am siebten Tag darf er in den Wettkampf einsteigen.“ Auch in der NHL werden die Spieler mindestens einmal pro Tag getestet.

Gegenüber Eishockey NEWS sagte der Bundestrainer bereits in der vergangenen Woche: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es vielleicht eine WM ohne NHL-Spieler gibt, vielleicht auch eine mit einigen NHL-Spielern.“ Er wolle ohnehin erst einmal die kommenden Wochen abwarten. „Wir müssen den Spielern jetzt erst einmal Zeit geben. Sie kämpfen um die Playoffs. Und das allererste Ziel eines NHL-Spielers ist es, den Stanley Cup zu gewinnen.“

Michael Bauer


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Notizen

  • vor 5 Stunden
  • Der SC Riessersee hat das Nachholspiel in der Oberliga Süd beim Höchstadter EC mit 4:1 gewonnen. Spielentscheidend war dabei der Hattrick von Angreifer Nik Armstrong-Kingkade im Schlussdrittel. Das ursprüngliche Spiel war vor einigen Wochen wegen eines Schadens an der Eisfläche abgebrochen worden.
  • vor 3 Tagen
  • Der HC Davos hat sich als erstes Team für die Champions Hockey League 2026/27 qualifiziert. Der Traditionsclub kann seit Samstag nicht mehr von den ersten beiden Plätzen in der Hauptrunde der National League in der Schweiz verdrängt werden.
  • vor 4 Tagen
  • Pavel Avdeev, vor der Saison ein Neuzugang des Herforder EV (Oberliga Nord), hat seinen deutschen Pass erhalten und kann daher ab sofort für die Ice Dragons spielen. Der 23-jährige Stürmer hatte sich bei Regionalligist Eisadler Dortmund (18 Spiele, 27 Punkte) fit gehalten.
  • vor 4 Tagen
  • Das NHL-Ergebnis am Freitag: Chicago – Columbus 2:4.
  • vor 5 Tagen
  • Die Hammer Eisbären haben den Vertrag mit Ugnius Cizas aufgelöst. Der Litauer kam in 38 Einsätzen auf zwölf Tore und sieben Assists für den Nord-Oberligisten. „Wir beobachten den Markt, werden aber keine voreiligen Schlüsse ziehen“, so Geschäftsführer Martin Köchling über eine Nachverpflichtung.
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