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Mittwoch, 5. Mai 2021

Imfpung mögliche Ursache für McIlvanes Positivbefund? Nach Coronaverdachtsfall: DEB verschärft Teststrategie, Spieler in Isolation, Duelle mit Belarus sollen stattfinden

Die Nationalspieler sind derzeit nicht auf dem Eis, sondern auf ihren Zimmern isoliert. Die geplanten Länderspiele am Freitag und Samstag sollen aber wie geplant stattfinden.

Foto: imago images/Action Pictures

Nach dem Coronaverdachtsfall von Assistenztrainer Matt McIlvane hat die Nationalmannschaft die Teststrategie angepasst. „Es finden jetzt jeden Tag zwei Schnelltests statt“, sagte Sportdirektor Christian Künast. „Dazu kommen immer noch unsere PCR-Tests.“ Der Betrieb ist – ohnehin wie geplant – aktuell „heruntergefahren“. Für Mittwoch sei ein Media-Tag und die Einkleidung geplant gewesen. Man wolle dadurch zwei Tage gewinnen, sagte Künast. Die Spieler sind auf ihren Hotelzimmern isoliert.

McIlvane, der selbst aus der Isolation gekommen sei, schon einmal geimpft ist, und bis zu seinem positiven Tests mehrfach negative Tests gehabt habe, sei symptomfrei. „Es kann auch sein, dass seine Impfung angeschlagen hat und ein positives Ergebnis widerspiegelt“, sagte Künast. „Wir müssen abwarten und bleiben vorsichtig. Die Gesundheit steht für uns an erster Stelle. Das gewisse kleine Restrisiko können wir aber nicht ausschließen.“

Die beiden Spiele am Wochenende gegen Belarus am Freitag, 7. Mai um 17 Uhr und am Samstag, 8. Mai um 15.45 Uhr in Nürnberg (live bei MagentaSport und SPORT1) sollen aber wie geplant stattfinden. Bisher hat die Mannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm alle vier Testspiele verloren. „Stand heute war weder ein Spieler in Kontakt, noch war jemand Kontaktperson eins. Wir haben alles getestet und da ist alles sauber. Aber sollte etwas passieren, werden wir natürlich reagieren müssen.“ McIlvane könnte laut Zeit-Regularien der IIHF für positive Getestete aber immer noch an der WM teilnehmen.

Die Spieler seien nicht begeistert von der aktuellen Situation, sagte Künast. Allerdings sei derzeit auch viel Programm für die Spieler: Online-Training und Taktik-Schulung beispielsweise. „Sie sind sehr, sehr beschäftigt. Es fällt derzeit nur die Fahrt zur Halle und die Eisarbeit weg.“ Die Spieler seien es aber mittlerweile gewohnt, dass derzeit nur Hotel oder Eishalle möglich sei. Auch an schönen und warmen Tagen habe man auf Spaziergänge verzichtet.

Die Zahl der Absagen für die WM halte sich derzeit im normalen Rahmen wie jedes Jahr. Vier bis sechs seien es, sagte Künast, der noch einmal bekräftigte, dass alle Akteure, sie sich mit ihren Teams für die NHL-Playoffs qualifiziert haben (Philipp Grubauer, Nico Sturm, Leon Draisaitl, Dominik Kahun) sehr schnell ausscheiden müssten, dass sie die Mannschaft verstärken könnten.

Moritz Seider sei ein Kandidat: „Sollte er gesund sein, rechnen wir mit ihm“, sagte Künast. Er spielt derzeit mit seinem Team Rögle im Finale gegen Växjö und liegt dort mit 0:2 zurück. Die Serie geht über maximal sieben Spiele. Auch hier gelten verschiedenste Regularien bezüglich Bubble und Islolation sowie Anreise. „Ich bin zuversichtlich, dass er spätestens zum zweiten oder dritten WM-Spiel dabei ist.“

Künast sagte außerdem, dass bei den drei AHL-Spielern Tom Kühnhackl (Bridgeport), Lean Bergmann (San Jose Barracuda) und Leon Gawanke (Manitoba) die Chancen auf eine WM-Teilnahme nicht schlecht stehen. Man sei in Kontakt, müsse allerdings auch immer mit den beteiligten Vereinen reden. Bergmann (San Jose Sharks) und Gawanke (Winnipeg) stehen bei NHL-Clubs unter Vertrag, Kühnhackl hat nur einen AHL-Kontrakt. Dominik Bokk (Chicago Wolves) stehe zwar auf der Liste, hier sehe es aber nicht so aus wie bei den anderen drei. Künast nannte dazu keinen Grund, zu dieser Entscheidung müsse sich Söderholm äußern.

Michael Bauer


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Die Champions Hockey League hat den Rahmenterminplan der Saison 2026/27 veröffentlicht. Sie beginnt demnach am Donnerstag, den 3. September 2026 und endet mit dem Finale am Dienstag, den 23. Februar 2027. Aus Deutschland sind bereits die Kölner Haie als DEL-Hauptrundensieger qualifiziert.
  • vor 21 Stunden
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • gestern
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • gestern
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
  • gestern
  • Mit 18 Stichen ist Linus Wernerson Libäck nach seiner foulbedingten Verletzung beim Spiel in Bad Tölz genäht worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend so weit gut, teilen die Hammer Eisbären mit. Der Stürmer muss sich nach der Rückkehr nach Hamm weiteren Untersuchungen unterziehen.
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