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Freitag, 27. Mai 2022

Entscheidung gefallen Zwei Länder übernehmen anstelle von Russland: WM-Turnier 2023 findet in Tampere und Riga statt – Schweiz erhält Zuschlag für 2026

Die Nokia Arena in Tampere (Finnland) wird – neben Riga (Lettland) auch im kommenden Jahr Austragungsort der Eishockey-Weltmeisterschaft sein.
Foto: IMAGO / Bildbyran

Der jährliche Kongress des Eishockey-Weltverbandes IIHF hat nach dem bereits vor dem laufenden Turnier in Finnland beschlossenen Abzug der Eishockey-WM 2023 aus Russland am Freitag entschieden: Anstelle von St. Petersburg werden Tampere (Finnland) und Riga (Lettland) die Austragungsorte der nächsten WM 2023 (12. bis 28. Mai) sein. Die WM kehrt damit bereits in einem Jahr in die Nokia Arena nach Tampere zurück, wo an diesem Wochenende die finalen Partien des laufenden Turniers stattfinden werden. Außerdem wurde entschieden, dass die Schweiz, deren Turnier 2020 ersatzlos gestrichen worden war, die Eishockey-WM 2026 austragen darf – dann mit den Städten Zürich und Fribourg als Austragungsorte.

Finnland und Lettland konnten als Gastgeber der Turniere von 2022 und 2021 kurzfristig als Ersatz für St. Petersburg einspringen, heißt es in der Mittelung der IIHF. "Das ist ein Privileg und wir sind dankbar, 2023 als Co-Gastgeber der WM dabei zu sein", wird Harri Nummela, Präsident des finnischen Eishockeyverbandes zitiert. Sein lettischer Amtskollege Aigars Kalvitis ergänzte: "Wir sind froh über das Vertrauen und bereit, die WM 2023 mit besten Bedingungen für die Teams und der besten Stimmung für die Fans mit zu veranstalten."

Hauptarena wird jedoch erneut wie schon 2022 die neueröffnete Nokia Arena in Tampere sein – dort werden dann auch alle Partien ab dem Halbfinale ausgetragen. Gut 219.000 Fans fanden in bisher 30 WM-Spielen 2022 den Weg in die Arena, was einen Schnitt von gut 7.300 ergibt. Für Co-Gastgeber Lettland bietet sich die Chance, ein ganzes Turnier vor Zuschauern auszutragen, nachdem 2021 aufgrund der Pandemie nur beschränkt Fans in der Arena Riga (Kapazität: 9.550 Zuschauer) mitfiebern konnten. Fanzonen sind neben beiden Arenen in Planung. 501 Kilometer und die Ostsee liegen zwischen den beiden WM-Standorten 2023, es wird jedoch einen 70-Minuten-Direktflug zwischen den beiden Städten geben.

Eine konkurrierende Bewerbung von Ungarn (Budapest) und Slowenien (Ljubljana) wurde am 23. Mai von Ungarn aufgrund fehlender Garantien durch die Regierung zurückgezogen. So gab es keine Abstimmung über die Austragungsorte der WM 2023. Außerdem bekam die Schweiz mit den Standorten Zürich (Swiss Life Arena, 11.200 Zuschauer) und Fribourg (BCF Arena, 7.100 Zuschauer) den Zuschlag für die Eishockey-WM 2026 (15. bis 31. Mai). Als einziger Konkurrent hatte sich Kasachstan um die Austragung dieses Turniers beworben, jedenfalls ebenso vorzeitig wieder zurückgezogen, sodass auch in diesem Fall keine Abstimmung nötig war. Außerdem wurde bekannt, dass sowohl Russland als auch Belarus im kommenden Jahr erneut nicht ins IIHF-Programm zurückkehren werden und damit nicht an der WM 2023 teilnehmen.

Sebastian Groß


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Notizen

  • vor 12 Stunden
  • Die NHL kommt im Rahmen ihrer Global Series im Dezember nach Deutschland. Schon Mitte November macht sie in Veikkaus Arena in Helsinki (Finnland) Halt. Am 12. und am 14. November messen sich dort die Carolina Hurricanes und die Seattle Kraken um Torhüter Philipp Grubauer in regulären Saisonspielen.
  • vor 12 Stunden
  • Die Tölzer Löwen (Oberliga Süd) haben die Zusammenarbeit mit ihrem Geschäftsführer Fabian Schlager bis einschließlich der Saison 2029/30 verlängert.
  • vor 15 Stunden
  • Stürmer Spencer Machacek hat sich einer Operation unterzogen. Der Leitwolf der Grizzlys Wolfsburg hatte sich im zweiten Spiel der Erstrunden-Playoff-Serie gegen die Schwenninger Wild Wings am Unterkörper verletzt.
  • gestern
  • Michael Fomin hat seinen Vertrag verlängert und trägt auch kommende Saison das Trikot der Füchse Duisburg. Der 27-jährige Angreifer geht somit in seine sechste Spielzeit für den Nord-Oberligisten.
  • vor 4 Tagen
  • Die Weltmeisterschaften der Division IIA (20. bis 26. April) und der Division IV (12. bis 18. April) findet wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten nicht wie ursprünglich geplant in den Vereinigten Arabischen Emiraten beziehungsweise Kuwait statt. Der Status beider Turniere bleibt zunächst offen.
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