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Dienstag, 23. Mai 2023

Shutout für Niederberger Vierter Sieg in Folge: Deutschland stürmt mit 5:0-Erfolg über Frankreich ins WM-Viertelfinale gegen die Schweiz

Mit einem 5:0-Sieg über Frankreich stürmte Deutschland um Top-Scorer JJ Peterka am Dienstagmittag ins WM-Viertelfinale 2023!
Foto: IMAGO / Lehtikuva

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einem 5:0-Erfolg über Frankreich am Dienstagmittag ins Viertelfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft 2023 eingezogen. Dort wartet am Donnerstag mit der Schweiz der Sieger der Gruppe B auf das Team von Bundestrainer Harry Kreis, das am Dienstag mit einer überlegenen und souveränen Leistung im letzten Spiel der Gruppenphase gegen läuferisch unterlegene Franzosen den Einzug in die Runde der besten Acht ohne Zittern perfekt machte. Dänemark kann nun selbst im Falle eines Sieges gegen Finnland am Dienstagabend die DEB-Auswahl nicht mehr von Rang vier der Gruppe A verdrängen.

Bis auf eine Änderung im Sturm ging das deutsche Team unverändert zum 7:2-Erfolg über Ungarn am Sonntag ins abschließende Gruppenduell gegen Frankreich. Daniel Fischbuch kehrte für den verletzten Manuel Wiederer in die Aufstellung der DEB-Auswahl zurück und komplettierte die Sturmreihe um Maximilian Kastner und Marcel Noebels. Deutschland startete druckvoll und belohnte sich bereits nach gut dreieinhalb Spielminuten für die Anfangsoffensive: Nach einer ganz starken Vorarbeit von Wojciech Stachowiak musste Alexander Ehl den Puck nur noch ins halbleere Tor hämmern zur frühen Führung für die DEB-Auswahl. "Die meiste Arbeit hat er gemacht und ich musste nur noch einschieben, das war ein schönes Tor", blickte Ehl im Interview auf SPORT1 in der ersten Drittelpause zurück.
 

Das Spiel im Stenogramm: (1 Einträge)

 


Das deutsche Team agierte auch in der Folge druckvoll und läuferisch deutlich überlegen, ließ aber auch wieder eine Vielzahl an guten Chancen liegen. Beim 2:0 durch Freddy Tiffels in der 16. Minute half dann aber das Scheibenglück etwas mit, als der Puck vom Schlittschuh des Müncheners aus nach einer scharfen Hereingabe von JJ Peterka ins Tor ging. Frankreich kam erst in den Schlussminuten des ersten Abschnitts zu eigenen guten Chancen, aber Niederberger war auf dem Posten. Mit dem schnellen 3:0 im Mittelabschnitt (23.) stellte JJ Peterka die Weichen endgültig auf Sieg für das deutsche Team. Der flinke Stürmer der Buffalo Sabres brach in der Mitte durch und war auch von zwei Franzosen nicht zu halten. Eine weitere große Chancn auf den vierten deutschen Treffer konnte in der Folge Kapitän Moritz Müller nicht nutzen – sein Versuch landete am Pfosten. Deutschland bewies im zweiten Abschnitt viel Spielkontrolle, ohne dabei Chancen im Minutentakt herauszuspielen.

"Gegen Ende des zweiten Drittels wollten wir es ein bisschen zu schön spielen in den Angriffen, aber alles in allem ist es ein sehr gutes Spiel", meinte Peterka nach dem zweiten Abschnitt am Mikrofon von SPORT1. Und auch ins drittel Drittel startete das deutsche Team mit einem Treffer. Nachdem Peterka bei einem weiteren Alleingang seinen Doppelpack verpasst hatte, war Daniel Fischbuch nach starker Vorarbeit von Kai Wissmann in Überzahl zur Stelle. Wissmann hatte den Puck perfekt in den Slot serviert, wo Fischbuch blitzschnell abzog und Ylönen so keine Chance ließ. Nachdem sich die Franzosen unter anderem durch einen Kniecheck von Loic Farnier selbst schwächten und über Minuten in Unterzahl agieren mussten, durfte Deutschland weiter viel Powerplay üben. Letztlich mit Erfolg – Maximilian Kastner konnte in der 54. Minute in Überzahl sein erstes Länderspiel- und WM-Tor erzielen und nach schönem Doppelpass mit Marcel Noebels für den 5:0-Endstand sorgen. Und einen Grund zu feiern hatte nach Spielende auch Kastners Teamkollege aus München, Mathias Niederberger. Der Schlussmann der deutschen Auswahl feierte sein erstes Zu-Null-Spiel seiner Länderspielkarriere.

"Die Jungs können mit einem sehr, sehr guten Gefühl in die Kabine gehen. Wir haben 27 Tore geschossen mit einer Mannschaft, die vor dem Turnier offensiv nicht so stark eingeschätzt wurde. Wir haben nun das Minimalziel erreicht, aber unser Ziel ist das Maximalziel", sagte Bundestrainer Harry Kreis gegenüber SPORT1 nach dem letztlich souveränen Einzug in die Runde der besten Acht. Für das DEB-Team geht die Reise nun weiter nach Riga, wo am Donnerstag das Viertelfinale ausgetragen wird. "Wir haben einen sehr guten Gegner vor uns, aber wir freuen uns alle sehr darauf", so Stürmer Marcel Noebels vor dem Duell mit der Schweiz.

Sebastian Groß


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Notizen

  • vor 10 Stunden
  • Die Verteidiger Bastian Cramer (sechs Assists bei 41 Einsätzen) und Paul Wallek (eine Vorlagen in 14 Matches) spielen auch in der kommenden Saison 2026/27 für den Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Angreifer Björn Salhi (drei Scorer-Punkte in 34 Partien) verlässt das Liga-Schlusslicht dagegen.
  • vor 12 Stunden
  • Die Champions Hockey League hat den Rahmenterminplan der Saison 2026/27 veröffentlicht. Sie beginnt demnach am Donnerstag, den 3. September 2026 und endet mit dem Finale am Dienstag, den 23. Februar 2027. Aus Deutschland sind bereits die Kölner Haie als DEL-Hauptrundensieger qualifiziert.
  • gestern
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • gestern
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • gestern
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
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