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Donnerstag, 12. Februar 2026

Hart erarbeiteter Erfolg Draisaitl eröffnet, Stützle trifft doppelt: DEB-Männer schlagen Dänemark zum Olympia-Start mit 3:1

DEB-Superstar Leon Draisaitl war von der dänischen Defensive kaum einmal aufzuhalten – auch nicht vom Bremerhavener Nicholas B. Jensen.
Foto: City-Press

Dank eines hart erarbeitenden 3:1-Erfolgs über Dänemark sicherte sich die deutsche Nationalmannschaft in Gruppe C einen Start nach Maß ins olympische Eishockey-Turnier der Männer.

Harold Kreis verzichtete in seinem ersten Aufgebot bei den Spielen in Mailand auf Verteidiger Korbinian Geibel sowie die Stürmer Justin Schütz und Parker Tuomie. Damit ließ der Bundestrainer freiwillig einen weiteren offenen Platz für einen achten Verteidiger oder 13. Stürmer offen. Im Tor stand erwartungsgemäß Nummer eins Philipp Grubauer, Maximilian Franzreb fungierte als Backup.

Das deutsche Team erwischte einen perfekten Auftakt in die Partie. Denn nach nur 23 Sekunden nahm Leon Draisaitl ein halbhohes Zuspiel von Frederik Tiffels wunderbar mit der Rückhand aus der Luft ab – und überraschte damit den verdutzten dänischen Keeper Frederik Andersen. Deutschland blieb in den ersten Minuten tonangebend, Moritz Seider schlenzte von der blauen Linie aus an den Pfosten (3.). Im weiteren Verlauf zeigte sich Dänemark aber vom frühen Gegentor keineswegs geschockt. Immer wieder drangen die Nordeuropäer mit Tempo in die deutsche Zone ein.

In der elften Minute trafen auch die Dänen das Torgestänge: Phillip Bruggisser von den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven schlenzte von der blauen Linie an den Pfosten. Nun ging es hin und her. Für Deutschland schoss Frederik Tiffels wenige Sekunden später aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite verfehlte ein weiterer dänischer DEL-Profi, Frederik Storm von den Kölner Haien, von links nur knapp.

Der Ausgleich fiel wenig später nicht unverdient, aber auf kuriose Weise: Denn während Josh Samanski vor dem eigenen Tor damit beschäftigt war, den frei vor Grubauer auftauchenden Oscar Fisker Mølgaard am Abschluss zu hindern, rutschte dem deutschen Keeper der Puck unglücklich durch und trudelte über die Linie (14.).

Im ersten Powerplay der Partie zögerte Lukas Reichel aus spitzem Winkel ein wenig zu lange, als das Tor kurzzeitig halbleer war - und so konnte Andersen noch parieren (18.). Ein wenig sinnbildlich, denn immer wieder wirkten die Aktionen im dänischen Drittel etwas zu kompliziert oder zu verspielt. Auf der Gegenseite blieb Dänemark mit schnellen Angriffen gefährlich. Nach Pass von NHL-Star Nikolaj Ehlers kam Alexander True mit seiner Direktabnahme nicht an Grubauer vorbei (19.), sodass es mit dem Remis in die erste Pause ging.

Die Statistik zum Spiel (1 Einträge)

 

 

In ähnlichem Stil wie im ersten Drittel ging es nach Wiederbeginn weiter. Erneut hatte Draisaitl die erste gute Chance, scheiterte diesmal aber an Andersen, der mit dem Schoner gerade noch parierte (24.). Doch kurz darauf ging das deutsche Team erneut in Führung: Peterka spielte vor dem Tor quer zu Tim Stützle, der im Fallen wunderbar per Direktabnahme ins Toreck vollstreckte (24.). Es war sein allererster Länderspieltreffer.

Auch wenn Dänemark wieder versuchte, schnell zu reagieren – True scheiterte aus der Halbdistanz an Grubauer (26.) –, gelang es der DEB-Auswahl nun besser, Ehlers & Co. vom eigenen Tor fernzuhalten. Obendrein erwies sich Grubauer als sicherer Rückhalt. Der deutsche Goalie war auch gegen Ehlers, der aus der Drehung gefährlich abschloss, gekonnt auf dem Posten (29.).

Nur 21 Sekunden, nachdem die Dänen nach Strafe gegen Mølgaard erneut in Unterzahl agieren mussten, baute Deutschland die Führung aus. Stützle wollte von rechts neben das Tor in die Mitte passen, wo Oliver Lauridsen den Puck unglücklich mit dem Bein ins eigene Tor abfälschte – 3:1 (31.). Auch wenn Oliver Bjorkstrand nach einer Zwei-auf-eins-Situation noch eine gute Chance hatte, Grubauer rettete mit dem Schoner (37.), kontrollierte das Kreis-Team nun besser. Trotz eines Schussverhältnisses von 16:24 zugunsten der Dänen war die deutsche Führung nach dem Mittelabschnitt durchaus verdient.

Im Schlussabschnitt war Deutschland darum bemüht, die Dänen möglichst aus der eigenen Zone fernzuhalten. Und ein weiteres Mal war Draisaitl an der ersten Großchance nach Beginn beteiligt: Diesmal bereitete er elegant mit der Rückhand für Tiffels vor, dessen Direktabnahme Andersen aber entschärfte (45.). Das DEB-Team zeigte sich dabei konzentrierter und bissiger in den Zweikämpfen als noch im ersten Drittel der Partie.

Die Dänen hatten Mitte des Schlussdrittels nun Mühe, zu klaren Abschlüssen zu kommen. In der 53. Minute bot sich dann dem nach Zuspiel von Tiffels durchgebrochenen Draisaitl frei vor Andersen die Chance zur Vorentscheidung. Doch der Goalie blieb in diesem Duell Sieger. Zwei Minuten später schoss Samanski nach einer Zwei-auf-eins-Situation mit Draisaitl am halbleeren Tor vorbei (55.).

Knapp vier Minuten vor der Schlusssirene nahm Dänemarks schwedischer Coach Mikael Gath Torhüter Andersen zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Zwar machten die Dänen nun Druck in der deutschen Zone, doch im Zentrum vor dem eigenen Tor stand die DEB-Defensive sehr solide – trotz eines Lattentreffers von Bjorkstrand rund 60 Sekunden vor Schluss. Den Rest besorgte der souverän agierende Grubauer, der insgesamt 37 von 38 Schüssen auf sein Tor parierte und so die Basis für den deutschen Auftakterfolg legte.

Bereits am Samstagmittag (12.10 Uhr) trifft die DEB-Auswahl im zweiten Gruppenspiel auf Lettland. Dänemark bekommt es am Samstagabend (21.10 Uhr) mit den USA zu tun.

Joachim Meyer

Die Stimmen zum deutschen Auftaktsieg (4 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 19 Stunden
  • Weißwassers Stürmer Nikita Knaus verletzte sich bei seinem Einsatz für die U19-Nationalmannschaft und wird den Rest der Saison ausfallen.
  • vor 3 Tagen
  • Julian Wäser wird den Hannover Indians am Freitag im Oberliga-Nord-Spiel gegen die Füchse Duisburg fehlen. Der Verteidiger ist nach seiner zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting in dieser Saison automatisch gesperrt.
  • vor 4 Tagen
  • Lukas Gohlke vom EC Peiting wird für seinen Check gegen das Knie seines Gegenspielers im Spiel gegen Heilbronn am 1. Februar für drei Oberliga-Süd-Partien gesperrt. Dies teilte die Liga am Sonntag mit.
  • vor 6 Tagen
  • Verteidiger Pascal Widmann und Angreifer Philipp Nuss von der U20 der Bietigheim Steelers erhalten eine Förderlizenz für die Heilbronner Falken (Oberliga Süd) und können damit im weiteren Saisonverlauf für den Club zum Einsatz kommen.
  • vor 6 Tagen
  • Die Erding Gladiators und Verteidiger Moritz Köttstorfer gehen getrennte Wege. Köttstorfer kam mit der Bitte auf die Gladiators zu, den Verein verlassen zu können. Er wechselt nun ligaintern zum EC Peiting.
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