Philipp Grubauer (34) steht vor seiner bereits siebten A-Weltmeisterschaft im DEB-Trikot.
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Torhüter Philipp Grubauer wird zum dritten Mal in Folge für Deutschland an der Eishockey-Weltmeisterschaft teilnehmen. DEB-Sportvorstand Christian Künast bestätigte am Samstag auf Nachfrage von Eishockey NEWS, dass Grubauer zur vierten Vorbereitungsphase mit dem abschließenden Testspiel gegen die USA in Mannheim (10. Mai) zur Nationalmannschaft stoßen wird. „Er ist bei uns ein Vorzeigespieler und ein sehr, sehr guter Teamplayer, der auch den anderen Spielern sehr viel gibt“, sagte Künast über Grubauer, der nach einer starken NHL-Saison im Trikot der Seattle Kraken den Hauptrundenendspurt verletzungsbedingt verpasst hatte, nun aber offenbar rechtzeitig zur WM fit wird.
Auch bei Moritz Seider stehen die Zeichen auf WM-Teilnahme. Der Top-Verteidiger der Detroit Red Wings, der ebenfalls angeschlagen aus der NHL-Saison gegangen war, soll genau wie Grubauer in Mannheim mit von der Partie sein. „Er ist ab Mittwoch bei uns dabei, und dann schauen wir einfach von Tag zu Tag. Das Ziel ist, dass er das Spiel gegen die USA macht und dann nach dem Spiel grünes Licht für die WM gibt“, erklärte Künast.
Leon Draisaitl hat hingegen nach dem schnellen Playoff-Aus mit den Edmonton Oilers bereits für die WM abgesagt. Der deutsche Superstar war erst für die letztlich verlorene Serie gegen Anaheim auf das Eis zurückkehrt, die vorangegangene Unterkörperverletzung ist offenbar noch nicht vollständig auskuriert. Auch bei JJ Peterka (Utah Mammoth) und Tim Stützle (Ottawa Senators), beide ebenfalls bereits in den NHL-Playoffs gescheitert, sei die Tendenz hinsichtlich einer WM-Teilnahme negativ, Grund sind auch hier körperliche Beschwerden. Fix abgesagt hat neben Draisaitl auch Maksymilian Szuber, der die Saison in der American Hockey League bei den Tucson Roadrunners verbrachte, zuletzt aber (ohne Einsatz) zum Playoff-Kader Utahs gehörte. Der Vertrag des Verteidigers läuft im Sommer aus, Szubers Agent hat deshalb kein grünes Licht für die Weltmeisterschaft gegeben.
Von „guten Gesprächen“ berichtet Künast indes im Falle von Draisaitls Teamkamerad Josh Samanski, hier gehe die WM-Tendenz in eine positive Richtung – zumal die Bakersfield Condors bereits ausgeschieden sind, der 24-jährige Angreifer die Saison also nicht in der AHL beenden muss. Noch unklar ist, ob Lukas Reichel nach dem Aus der Boston Bruins in den NHL-Playoffs zu den Providence Bruins geschickt werden soll, um dort die AHL-Endrunde zu bestreiten. Die Grand Rapids Griffins mit Wojciech Stachowiak starten erst am Samstag in die AHL-Playoffs.
Stefan Wasmer