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Samstag, 30. Juli 2016

Münchens Manager blickt zurück und voraus Christian Winkler: „Als Zielsetzung kann es nur die Titelverteidigung geben"

Christian Winkler
Foto: City-Press

Christian Winkler ist seit über zehn Jahren für die sportlichen Belange in München verantwortlich. Der Meistertitel in diesem Jahr war die Krönung seiner bisherigen Laufbahn. Ihm und dem Team ist jetzt nachträglich eine besondere Ehre zu Teil geworden. Darüber und über die kommende Spielzeit spricht Münchens Manager im Interview.

Herr Winkler, Münchens Team hat kürzlich den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für besondere Verdienste erhalten. Man hat im Bayerischen Fernsehen gesehen, dass Sie und das Team sichtlich viel Freude mit Horst Seehofer auf der Bühne hatten.
Christian Winkler: "Ja, es war eine sehr emotionale Veranstaltung. Herr Seehofer war überrascht angesichts der vielen Mannsbilder auf der Bühne. Er sagte, im Fernsehen kämen Eishockeyspieler eher schmächtig rüber. Daraufhin haben wir ihn gleich zu einem

Kommen wir zu Ihrem Alltagsgeschäft. Ein Blick auf die Transfers in diesem Sommer zeigt, dass relativ wenig spektakuläre Verpflichtungen getätigt worden sind. Wo liegen die Gründe?
Winkler: "Auf den ersten Blick ist das sicher richtig. Der Markt ist schwierig, zumal viele Spieler aus Nordamerika zunächst einmal Schweden, die Schweiz, Finnland und natürlich die KHL vorziehen. Viele Clubs setzen demnach auf Bewährtes. Aber das hat natürlich alles seinen Preis."

Ein großes Problem im deutschen Eishockey ist nach wie vor die mangelnde Nachwuchsförderung.
Winkler: "Es ist immer alles eine Frage der Finanzierung. Aus Münchner Sicht bin ich froh, dass wir unser U20-Team in Salzburg haben, das jetzt am Spielbetrieb der neu gegründeten Zweiten Liga in Österreich teilnehmen kann. Hier werden die Jungs gefordert."

U20 ist ein gutes Stichwort: Auch Bundestrainer Marco Sturm hat sich jetzt als Befürworter einer sogenannten U20-Liga - nach dem Vorbild Schwedens - ausgesprochen.
Winkler: "Vom Ansatz her absolut richtig. In Deutschland fehlt ein Bindeglied zwischen DNL und Oberliga. Aber: Nicht viele DEL-Clubs werden sich ein U20-Team leisten können. Auch das dafür notwendige Spielermaterial fehlt meines Erachtens. "

Noch ein Blick voraus auf die neue Saison. München wird von der ersten Minute an als Meister das gejagte Team sein.
Winkler: "Dessen sind wir uns bewusst. Trotzdem kann es als Zielsetzung für den amtierenden Meister nur die Titelverteidigung geben. Allerdings gehen wir demütig an die Aufgabe heran. Wir wissen, dass es auch im Vorjahr sehr eng war. Und wir wissen, dass mindestens fünf oder sechs Teams auf Augenhöhe mit uns sein werden."

Interview: Wolfgang Karl


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Notizen

  • vor 19 Stunden
  • Neuer Club für Jérémy Beaudry. Den kanadischen Verteidiger, in der vergangenen Saison für die Lausitzer Füchse in der DEL2 aktiv (51 Einsätze, acht Tore, 16 Vorlagen) zieht es in die französische Ligue Magnus nach Bordeaux.
  • gestern
  • Die Düsseldorfer EG, Absteiger in die DEL2, besetzt die Teammanager-Stelle mit Jasmin Zwetz. Die 29-Jährige war zuletzt in der Hotel-Branche tätig.
  • gestern
  • Die Blue Devils Weiden (DEL2) setzen weiter auf Co-Trainer Martin Mazanec und Athletiktrainer Simon Heidenreich.
  • vor 4 Tagen
  • Die Iserlohn Roosters aus der PENNY DEL haben ihr Trainerteam für die kommende Spielzeit komplettiert: Mit Santeri Hilli kommt ein neuer Goalie- und Videocoach vom frisch gebackenen finnischen Meister KalPa Kuopio. Der 37-Jährige war seit 2019 im finnischen Spitzen-Eishockey aktiv.
  • vor 4 Tagen
  • Die Tölzer Löwen (Oberliga Süd) haben einen neuen Bayernliga-Kooperationspartner. In der kommenden Saison arbeiten die Tölzer Löwen mit den Peißenberg Miners zusammen, anstatt wie bisher mit dem EHC Klostersee.
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