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Montag, 27. Mai 2019

Einziges Final-Duell, das es in allen vier großen US-Ligen gab Stanley-Cup-Finale 2019: „Titletown“ Boston gegen ersten Titel ersehnendes St. Louis im „Rückspiel“ von 1970

<p>Die Boston Bruins und die St. Louis Blues (links) treffen im Stanley-Cup-Finale 2019 aufeinander. <br/></p><p>Foto: imago images/ZUMA Press/Eric Canha<br/></p>

Die Boston Bruins und die St. Louis Blues (links) treffen im Stanley-Cup-Finale 2019 aufeinander.

Foto: imago images/ZUMA Press/Eric Canha

Nach dem Ende der Weltmeisterschaft beginnt in der Nacht zum Dienstag mit dem Stanley-Cup-Finale das letzte Großereignis der Saison 2018/19. In maximal sieben Spielen stehen sich bis zum 12. Juni (Finale 1 und 3 live bei SPORT1) mit den Boston Bruins (107 Punkte nach der Vorrunde, Dritter) und den St. Louis Blues (99/Zwölfter) nicht unbedingt die Teams gegenüber, die man vor dem Start der Playoffs im Finale erwartet hätte.

Denn Top-Favorit Tampa Bay Lightning und Mitfavoriten wie Vorjahressieger Washington Capitals, die Nashville Predators, die Calgary Flames oder auch die San Jose Sharks scheiterten zum Teil früh. Erstmals schieden mit Tampa, Washington, Nashville und Calgary sogar alle vier Divisionssieger schon in der ersten Playoff-Runde aus. Die San Jose Sharks erwischte dann im Conference-Finale das Verletzungspech, sie verloren in sechs Spielen gegen die St. Louis Blues.

Wer gewinnt den Stanley Cup 2019?

 

Für das Team aus dem US-Bundesstaat Missouri, das am 3. Januar noch ligaweit Letzter war und Mitte November Head Coach Mike Yeo durch Craig Berube ersetzte, ist es die erste Finalteilnahme seit dem Jahr 1970 - und diese fand vor 49 Jahren auch ausgerechnet gegen die Boston Bruins statt, die damals aber in vier Spielen triumphierten. Das Siegtor in der Verlängerung des vierten Finales war dabei das heute legendäre Flugeinlage-Tor von Bobby Orr, der, nachdem ihm nach seinem Schuss Blues-Verteidiger Noel Picard ein Bein gestellt hatte, abhob und noch im Fallen zum Jubeln ansetzte.

Boston gegen St. Louis gab es aber nicht nur im Eishockey, auch im Baseball, Basketball und American Football kam diese Finalpaarung schon vor - als einzige Städtepaarung überhaupt in allen vier Ligen. Insgesamt ist es nun das elfte Duell zwischen Boston und St. Louis, je viermal fand es im Basketball und Baseball statt, je einmal bisher im Football und Eishockey. Sieben Titel gingen dabei an Boston.

Ein Eishockeytitel ging dabei noch nicht an die Blues, obwohl diese schon dreimal im Finale standen, zum ersten Mal bereits in ihrer Debütsaison 1967/68. Es war das Jahr der großen Expansion von sechs auf zwölf Teams, als sie sich in der neuen West Division gegen Philadelphia und Minnesota durchsetzten, im Finale gegen Montreal dann aber mit 0:4 (vier Mal mit einem Tor Unterschied) verloren. Auch im Jahr 1969 hieß es im Finale 0:4 gegen die Habs. In den vergangenen Jahren gehörten die Blues dabei oft zu den Mitfavoriten, kamen aber letztmals 2016 in ein Conference-Finale.

Die Bruins holten zuletzt im Jahr 2011 den Stanley Cup in die gern als "Titletown" bezeichnete Stadt und Metropolregion Boston (Bruins, Red Sox/MLB, New England Patriots/NFL und Celtics/NBA) gewannen seit 2000 zwölf Major-Titel!), damals mit Dennis Seidenberg. 2013 scheiterte das Team an den Chicago Blackhawks. Zuvor hatte man seit dem letzten Titelgewinn 1972 (außerdem 1970, 1941, 1939 und 1929) aber lange auf einen Erfolg warten müssen.

Zu den Stars der Teams 2019 gehören beide Torhüter: Der erfahrene Tuukka Rask, der beim Cup-Sieg 2011 schon Backup war und Rookie Jordan Binnington, mit dessen Leistungen seit seiner Berufung der Turnaround erst möglich wurde, waren die beiden besten Torhüter. Rask ragte dabei mit einer Fangquote von 94,2 Prozent heraus. Bei den Feldspielern ist Bostons Brad Marchand mit 18 Punkten (aktuell Platz zwei aller Playoff-Scorer) und zwei Game Winning Goals der Beste, Jaden Schwartz von den Blues erzielte zwölf Tore, darunter zweimal einen Hattrick.


Die Bruins gehen als leichter Favorit bei den Buchmachern ins Rennen, genießen in einem möglichen entscheidenden siebten Finale Heimrecht. Doch die NHL-Playoffs 2019 wie auch die gerade zu Ende gegangen Weltmeisterschaft haben bewiesen, dass Vorabeinschätzungen oder Favoritenrollen manchmal gar nichts zählen.

Deutsche Fans können sich das Finale in Teilen auch im FreeTV ansehen. SPORT 1 überträgt das erste und das dritte Finalspiel jeweils live. Spiel 1 beginnt in der Nacht von Montag auf Dienstag um 2 Uhr. Spiel 3 ist in der Nacht auf Sonntag, 2. Juni, ebenfalls live ab 02:00 Uhr zu sehen.

Michael Bauer


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Kurznachrichtenticker

  • vor 57 Minuten
  • Goalie Benedikt Hötzinger hat seinen Vertrag bei Neu-Oberligist EV Füssen verlängert. Das 22-jährige Eigengewächs bestritt in der Aufstiegsspielzeit 2018/19 insgesamt 35 Partien für die Allgäuer, verbuchte dabei zwei Shutouts und wurde von den EVF-Fans zum Spieler der Saison gewählt.
  • vor 17 Stunden
  • Stürmer Leon Müller (21) verlässt den SC Riessersee nach einer Saison mit noch unbekanntem Ziel bereits wieder. Vergangene Spielzeit kam der gebürtige Schweinfurter in 50 Partien auf jeweils neun Treffer und neun Vorlagen im Trikot der Werdenfelser.
  • vor 17 Stunden
  • Paul Wolf (20) hat bei den Blue Devils Weiden verlängert. 2018/19 absolvierte er 44 Spiele (zwei Tore, zwei Assists). Bei Lukas Zellner ist hingegen weiter offen, wann er nach seiner Verletzung wieder eingreifen kann. Derweil pausieren Florian Lehner und Jonas Voigt 2019/20 wegen eines Studiums.
  • vor 19 Stunden
  • Die Dresdner Eislöwen (DEL2) und Oberligist TecArt Black Dragons Erfurt haben ihre bestehende Kooperation verlängert.
  • gestern
  • Andrew McPherson hat seinen Vertrag in Bremerhaven aufgelöst. Der Co-Trainer habe ein berufliches Angebot erhalten, das er im Blick auf die Zukunft seiner Familie annehmen werde, hieß es in einer Mitteilung des Clubs.

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