Detroits Torhüter John Gibson hatte in dieser Situation das Glück des Tüchtigen - die Scheibe geht beim Abfälscher von Ottawas Brady Tkachuk über die Latte.
Foto: IMAGO / Imagn Images
Moritz Seider und die Detroit Red Wings haben bei Tim Stützles Ottawa Senators mit 5:3 gewonnen. Drei Gegentreffer im ersten Abschnitt stellten für die Sens, die nicht aufgaben, einen letztlich zu großen Berg da. Stützle meinte sichtlich bedient zu den Reportern: „Wir waren heute bei weitem das bessere Team... Wir müssen unsere Chancen einfach verwerten, gerade im Powerplay.“ Stützle selbst ist weiterhin in starker Form. Der deutsche Nationalstürmer war am 2:3 und 3:4 beteiligt – er baute dadurch seinen Point-Streak auf 13 Spiele mit zumindest einen Zähler aus. Nur drei Akteure haben als Spieler der Sens einen besseren Punktelauf verzeichnet. Den Todesstoß für Ottawa setzte aber, bei 35 Paraden des Detroiter Goalies John Gibson, Michael Rasmussen per Shorthander rund sieben Minuten vor dem Ende. Während Detroit derzeit (bei mehr bestrittenen Spielen) an der Spitze der Eastern Conference steht, trennt nur Schlusslicht Columbus die Senators vom anderen Ende der Staffel.
No time wasted on the power play 🐎#GoSensGo | @SportsOnPrimeCA pic.twitter.com/ylXiBboYhD
— Ottawa Senators (@Senators) January 6, 2026
Einen Sieg landeten auch die Seattle Kraken bei den Calgary Flames – gerade weil sich der deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer weiterhin in Top-Form befindet (41 Saves). Durch den 5:1-Erfolg haben die Kraken nun in den vorigen acht Spielen Zählbares geholt. Seattle hat sich zu einem echten Playoffkandidaten gemausert. Für Grubauer war es der vierte Sieg in Folge – jeweils mit nur einem Gegentor. Seine Fangquote liegt in diesen Spielen bei 97 Prozent.
Nico Sturm brachte sich mit einer Torvorlage für die Minnesota Wild ein, die aber bei den Los Angeles Kings mit 2:4 unterlagen. Minnesota liegt allerdings weiter gut platziert in der Western Conference. Bei den Kings verletzte sich Stürmer Joel Armia am Oberkörper und musste vorzeitig in die Kabine.
Die Utah Mammoth haben bei den New York Rangers einen Sieg eingefahren (3:2 nach Verlängerung). Der deutsche Nationalstürmer JJ Peterka blieb dabei in knapp 16 Minuten Eiszeit ohne Punkt bei einem Plus/Minus-Wert von +1.
Am Rande der Bande: Mit Bob Pulford (89) ist der erste Präsident der NHL-Spielervereinigung (NHLPA) verstorben. Pulford war auch als Spieler und Clubfunktionär bedeutend: Als Spieler der Toronto Maple Leafs (vier Stanley Cups) sowie der Los Angeles Kings in den 1950er, 1960ern und 1970ern ein Star, machte er sich für die Kings und lange Jahre für die Chicago Blackhawks in verschiedenen Rollen verdient. Er war unter anderem NHL-Trainer des Jahres 1974/75.
Martin Wimösterer