Seltenes Bild: Tim Stützle (links) lieferte sich mit Colorados Samuel Girard den erst zweiten Faustkampf seiner NHL-Laufbahn.
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Moritz Seider und die Detroit Red Wings mischen in der National Hockey League weiter im Spitzenfeld der Eastern Conference mit. Im Mittelpunkt beim 5:1-Heimerfolg über die Vancouver Canucks in der Nacht zum Freitag: Patrick Kane, der per Doppelpack als fünfter US-Spieler nach Mike Modano (561), Keith Tkachuk (538), Jeremy Roenick (513) sowie Joe Mullen (502) die Marke von 500 NHL-Treffern erreichte (siehe Video unten) und darüber hinaus nur noch sechs Punkte von Modanos Rekord (1.374) für Profis aus den Vereinigten Staaten entfernt ist. Seider blieb zum vierten Mal in Folge ohne Torbeteiligung, erhielt mit knapp 25 Minuten jedoch einmal mehr die meiste Eiszeit aller Feldspieler.
Einen Erfolg fuhren im Osten auch die Boston Bruins von Head Coach Marco Sturm mit dem 4:1 gegen Calgary ein. Für Tim Stützle und die Ottawa Senators war es dagegen ein Abend zum Vergessen. Bei der 2:8-Klatsche in Colorado hatten die Kanadier bereits nach 38 Minuten ihre acht Gegentreffer kassiert, der sichtbar frustrierte Stützle lieferte sich daraufhin zu Beginn des Schlussdrittels einen Faustkampf gegen Samuel Girard – erst der zweite in Stützles gesamter NHL-Laufbahn und der erste seit fast vier Jahren. Für die Avalanche, bei denen Nathan MacKinnon viermal punktete (ein Tor, drei Assists) und sich damit die Führung in der ligaweiten Scorer-Liste zurückholte, war es unterdessen der 16. (!) Heimsieg am Stück, nur fünf Serien in der Liga-Historie waren länger.
In der Western Conference kam es derweil zum deutschen Duell zwischen Philipp Grubauer und Nico Sturm – mit dem besseren Ende für Sturms Minnesota Wild, die zwar im dritten Durchgang einen 2:0-Vorsprung gegen die Seattle Kraken verspielten, dank Mats Zuccarello (63.) aber in der Overtime mit 3:2 die Oberhand behielten und nach wie vor klar auf Playoff-Kurs sind. Grubauer bestätigte indes mit 31 Paraden und einer guten Leistung seine starke Form, seine Kraken haben nun zehnmal in Folge gepunktet – die längste laufende Serie der NHL. Ganz anders ergeht es hingegen weiterhin den Winnipeg Jets, die trotz früher 3:1-Führung mit einem 3:4 gegen die Edmonton Oilers die elfte (!) Niederlage in Folge kassierten und als Presidents’-Trophy-Sieger des Vorjahres nun das schwächste Team der Liga sind. Bei den Oilers baute Connor McDavid seine Punkteserie mit einem Tor und einer Vorlage auf 17 Partien aus und stellte damit seinen persönlichen Bestwert ein, den Assist zum Treffer des Megastars lieferte Leon Draisaitl per Rückhandpass.
Stefan Wasmer