Moritz Seider verhalf den Detroit Red Wings mit fünf Zählern im Spiel gegen die Philadelphia Flyers zum wichtigen 6:3-Erfolg.
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Ein letztes Fünkchen Hoffnung ist noch da: Mit einem 6:3-Erfolg über die Philadelphia Flyers haben sich die Detroit Red Wings in der Nacht auf Freitag ihre Rest-Chance auf die erste Teilnahme an den NHL-PLayoffs seit 2016 bewahrt. Maßgeblichen Anteil daran hatte Moritz Seider. Der deutsche Top-Verteidiger steuerte seinen zehnten Saisontreffer (persönlicher Bestwert) und vier Assists zum Sieg bei – damit stellt er einen Franchise Rekord der Red Wings für die meisten Punkte eines Verteidigers in einem Spiel ein. Fünf Punkte im Trikot von Detroit waren zuletzt Reed Larsson 1985 gelungen. Die Red Wings – für die Kapitän Dylan Larkin einen Hattrick erzielte – liegen drei Spiele vor Ende der regulären Saison drei Punkte außerhalb der Wild-Card-Plätze der Eastern Conference.
Detroit hat somit noch geringe Chancen, die Ottawa Senators einzuholen, die auf dem zweiten Wild-Card-Platz stehen und in der Nacht ebenso erfolgreich waren. Auch ohne Torbeteiligung von Tim Stützle besiegten sie die die Florida Panthers mit 5:1 und kamen den Playoffs somit einen großen Schritt näher.
Jubeln durften derweil Team und Fans der Utah Mammoth: In der zweiten Saison ihrer Existenz seit dem Umzug aus Arizona zurrten die Mammoth mit einem 4:1-Sieg über Nashville die erste Playoff-Teilnahme ihrer Historie fest. Auch JJ Peterka blieb an diesem Abend ohne eigenen Punkt, was angesichts der Freude über die Playoff-Teilnahme allerdings zur Nebensache wurde.
Ohne den verletzten Philipp Grubauer hielten auch die Seattle Kraken ihre Playoff-Chancen nochmal am Leben: Dank des Shootout-Gamewinners von Youngster Berkly Catton besiegten sie die Vegas Golden Knights mit 4:3. Um die Playoffs noch zu erreichen, müssten sie allerdings alle vier noch ausstehenden Spiele gewinnen, während die Los Angeles Kings – aktuell auf dem zweiten Wild-Card-Platz im Westen – bei ebenso vielen Spielen keinen einzigen Punkt mehr holen dürften. Grubauers Ex-Club Colorado ist unterdessen Meister der regulären Saison: Die Avalanche besiegten Calgary mit 3:1 und sind somit zum vierten Mal in ihrer Franchise-Historie Gewinner der Presidents' Trophy.
Michael Wutz
Die Ergebnisse im Überblick:
New York Islanders – Toronto 5:3 (2:1, 2:1, 1:1)
Buffalo – Columbus 5:0 (1:0, 0:0, 4:0)
Detroit – Philadelphia 6:3 (1:1, 3:1, 2:1)
Montreal – Tampa Bay 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)
New Jersey – Pittsburgh 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)
Ottawa – Florida 5:1 (2:0, 0:0, 3:1)
St. Louis – Winnipeg 2:3 (1:1, 0:2, 1:0)
Chicago – Carolina 2:7 (1:2, 0:2, 1:3)
Colorado – Calgary 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
Dallas – Minnesota 5:4 (1:2, 2:2, 2:0)
Utah – Nashville 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Anaheim – San José 6:1 (2:0, 1:0, 3:1)
Seattle – Las Vegas 4:3 n.P. (0:1, 1:1, 2:1, 0:0, 1:0)
Los Angeles – Vancouver 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)