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Donnerstag, 8. April 2021

Playoff-Viertelfinals in der Oberliga Nord Drei potenzielle Aufstiegskandidaten noch im Rennen – Kaltstart für Hamburg und Tilburg nach Corona-Quarantäne

Zum Abschluss der Hauptrunde trafen Herne (grüne Trikots) und die Hannover Scorpions aufeinander. In den Viertelfinals müssen sich die beiden aussichtsreichsten Aufstiegskandidaten ab Freitag mit den Hannover Indians (Herne) sowie den Rostock Piranhas (Hannover Scorpions) auseinandersetzen.
Foto: Unverferth

Am Freitag beginnen auch in der Oberliga Nord die Playoff-Viertelfinals. Nach dem coronabedingten Saison-Aus der Saale Bulls Halle, der EG Diez-Limburg sowie des Krefelder EV 81 und den beiden Pre-Playoff-Ausscheidern aus Hamm und Herford ermitteln die verbleibenden acht Clubs im Modus „best of three“ die vier Halbfinalisten. Mit den Hannover Scorpions, dem Herner EV sowie den Hannover Indians sind auch noch drei potenzielle Aufstiegskandidaten im Rennen. Herne und die Indians treffen sich sogar zum direkten Duell. Außerdem messen sich die Scorpions mit Rostock, Tilburg mit Erfurt und Hamburg mit Leipzig. Spieltermine sind neben dem Freitag noch der kommende Sonntag sowie Dienstag.

Hannover Scorpions – Rostock Piranhas
SITUATION:
Die Scorpions dominierten die Hauptrunde nach Belieben und hatten am Ende 13 Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Tilburg. Zum Ausklang kassierten die Niedersachsen allerdings eine bedeutungslose 1:3-Niederlage in Herne. Die Piranhas waren zuletzt gut in Form und waren nicht nur in ihrem Pre-Playoff-Duell am Mittwoch gegen Herford, sondern auch in den ihren letzten beiden Hauptrundenspielen erfolgreich. Insgesamt kam der Club von der Ostsee in der Vorrunde in 46 Partien zu 51 Zählern und belegte Rang zehn.
PERSONAL: Bei den Scorpions ist für Routiner Andrej Strakhov die Saison aufgrund einer Verletzung bereits seit November beendet. Zudem können die beiden Dresdner Förderlizenzspieler Bruno Riedl und Louis Trattner in den Playoffs nicht mehr eingesetzt werden, da sie nicht auf die erforderliche Anzahl an Hauptrundenspielen kommen. Gleiches gilt bei Rostock für die Weißwasseraner Stephane Döring, Luis Rentsch, Lars Reuß und Eric Steffen, die während der Vorrunde aber auch nur sehr sporadisch zur Verfügung standen.
DUELLE IN DER HAUPTRUNDE: Die ersten drei Spiele gingen mit 9:5, 5:3 sowie 8:5 jeweils torreich an die Scorpions. Beim bis dato letzten Aufeinandertreffen am 14. März überraschten die Piranhas jedoch mit einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung.
PROGNOSE: Die Scorpions gewinnen die Serie in zwei Spielen.

Tilburg Trappers – TecArt Black Dragons Erfurt
SITUATION:
Mit 88 Zählern aus 41 Partien wurden die Trappers Hauptrundenzweiter. Das bis dato letzte Spiel liegt jedoch aufgrund einer Corona-Quarantäne bereits drei Wochen zurück und war am 21.März ein 4:2-Sieg gegen Krefeld. Erfurt ging im Schlussspurt etwas die Kraft aus, sodass die Black Dragons in allen  letzten sieben Hauptrundenspielen als Verlierer vom Eis gingen und am Ende mit 61 Punkten aus 40 Partien nur Achter wurden. Ihr Pre-Playoff-Spiel gegen Hamm entschieden die Thüringer allerdings souverän für sich.  
PERSONAL: Gleich zweimal schaffte Erfurt in der Vorrunde die Überraschung gegen Tilburg. Mit 3:2 und 4:3 nach Verlängerung gingen zwei Duelle an die Black Dragons. In den anderen beiden Spielen wurde Tilburg mit 4:1 beziehungsweise 3:1 seiner Favoritenrolle gerecht.
DUELLE IN DER HAUPTRUNDE: Bei den Trappers, die während der Hauptrunde immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten, müssten mit Ausnahme von Angreifer Wouter Sars alle Stammkräfte wieder zur Verfügung stehen. Erfurts Coach Raphael Joly kann voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.
PROGNOSE: Tilburg setzt sich in zwei Spielen durch.

Herner EV – Hannover Indians
SITUATION:
Mit 82 Zählern aus 46 Partien beendete der HEV die Hauptrunde als Vierter, rückte aber durch das coronabedingte Saison-Aus der Saale Bulls Halle virtuell einen Platz nach oben. Gleiches gilt für die Indians, die mit 63 Punkten aus 40 Spielen eigentlich auf Rang sieben einkamen, für die Playoffs nun jedoch als Sechster eingeordnet wurden. Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge gewannen die Niedersachsen ihre bis dato letzte Partie am 30. März gegen Erfurt mit 3:1. Herne besiegte zum Hauptrundenabschluss am Ostermontag die Hannover Scorpions ebenfalls mit 3:1.
PERSONAL: Für Hernes Kontingentspieler Colton Kehler ist die Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses bereits beendet. Ebenfalls weiter fehlen wird ziemlich sicher der ehemalige DEL-Spieler Richard Mueller, der seit Februar nicht mehr eingesetzt werden konnte. Bei den Indians fehlen voraussichtlich weiterhin Marcus Gretz, Nick Bovenschen, Ryan del Monte, Jakob Ceglarski sowie Michael Burns. Zudem können die beiden Wolfsburger Förderlizenzspieler Steven Raabe und Jan Nijenhuis nicht mehr eingesetzt werden.
DUELLE IN DER HAUPTRUNDE: In allen vier Duellen hatte jeweils die Heimmannschaft das bessere Ende für sich. Setzte sich der HEV in der heimischen Hannibal-Arena mit 10:1 und 5:2 durch, behielten die Indians am Pferdeturm mit 4:3 sowie 7:4 die Oberhand.
PROGNOSE: Herne setzt sich in drei Spielen durch.

Crocodiles Hamburg – EXA IceFighters Leipzig
SITUATION:
Die Crocodiles kamen erst am Osterwochenende aus ihrer Corona-Quarantäne. Das bis dato letzte Spiel der Hansestädter fand am 19. März statt. Auch die IceFighters sind unverschuldet etwas aus dem Spielrhythmus. Ihre letzte Partie war ein 6:3-Erfolg in Hamm am 30. März. Insgesamt beendeten beide Kontrahenten die Hauptrunde mit punktgleich mit 70 Zählern auf den Rängen fünf und sechs. Da Hamburg jedoch drei Spiele weniger absolvierte, haben die Crocodiles den besseren Punktequotienten.
PERSONAL: Bei den Crocodiles ist für Vojtech Suchomer die Saison bereits seit Längerem beendet. Gleiches gilt auf Leipziger Seite für Routinier Esbjörn Hofverberg, Oliver Noack sowie Ryan Warttig.
DUELLE IN DER HAUPTRUNDE: Drei von vier Partien (4:3 nach Verlängerung, 2:0 und 5:2) gingen an die Hansestädter. Lediglich beim 5:2-Heimsieg am 20. Januar durften die IceFighters jubeln.
PROGNOSE: Hamburg setzt sich in drei Spielen durch.

Sebastian Saradeth


Kurznachrichtenticker

  • vor 6 Stunden
  • Die EHF Passau Black Hawks haben den Vertrag mit Angreifer Elias Rott (19) verlängert. Gerne weiter gehalten hätte der Süd-Oberligist nach eigenen Angaben auch Verteidiger Maximilian Huber (19). Mit dem Verteidiger konnten sich die Dreiflüssestädter jedoch auf keinen neuen Kontrakt einigen.
  • vor 7 Stunden
  • Der EV Lindau wird mit einem neuen Cheftrainer in die Spielzeit 2021/22 gehen. Wie der Süd-Oberligist am Montag mitteilte, verlässt Gerhard Puschnik die Islanders nach einer Saison wieder. Der 54-jährige Österreicher hatte mit dem EVL Rang acht und das Playoff-Viertelfinale erreicht.
  • gestern
  • Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 18 Minuten im Monat März, zehn Scorer-Punkten und „unermüdlichem Einsatz“ ist Gregory Saakyan vom EHC Freiburg von der DEL2 zum Förderspieler des Monats März gewählt worden.
  • gestern
  • Der Deggendorfer SC und Andrew Schembri konnten sich auf keinen neuen Vertrag einigen. Damit verlässt der 38-jährige Deutsch-Kanadier, der mit Ausnahme der Saison 2014/15 seit 2011 für den Süd-Oberligisten aktiv war, mit bis dato unbekanntem Ziel.
  • gestern
  • Parker Bowles hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians verlängert. In der Spielzeit 2020/21 bestritt der 26-jährige Kanadier 40 Partien für den Nord-Oberligisten. Dabei erzielte der Angreifer 27 Treffer und lieferte 35 Assists.
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