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Mittwoch, 15. Juni 2022

Personalien aus der Oberliga Keine Gefahr von „Personalproblemen an den Grillständen": Maurer gibt sein Comeback beim SC Riessersee – Jiranek bleibt in Memmingen

Ein Jahr nach seinem Karriereende kehrt Uli Maurer aufs Eis zurück und feiert beim SC Riessersee sein Comeback.
Foto: imago images/Nordphoto/Hafner

Uli Maurer beendet seinen Eishockey-Ruhestand und gibt zur neuen Saison sein Comeback beim SC Riessersee. Dies gab der neue beziehungsweise alte Verein des gebürtigen Garmisch-Partenkircheners am Mittwochabend im Rahmen eines Fanstammtisches bekannt. Der 625-fache DEL-Spieler hatte seine aktive Laufbahn ursprünglich vor einem Jahr beendet. „Als Uli nach der Saison 2020/21 seine Karriere beendete, merkte man ihm an, wie schwer es ihm fiel. Damals übernahm der Uli mit drei Partnern den Würschtlmo. Seine Selbstständigkeit ließ sich dann mit professionellem Eishockey einfach nicht vereinbaren, dafür ist der Uli zu ehrgeizig. Wenn er etwas macht, muss er es zu 100 Prozent machen“, erklärte Riessersees Geschäftsführer Panagiotis Christakakis und fügte an: „Die Situation ist nun, ein Jahr später, eine andere. Die Selbstständigkeit und die Geschäftsabläufe haben sich beim Uli eingespielt, sodass er dies nun mit Eishockey wieder vereinbaren kann. Uli ist schon immer ein Vorzeigeprofi gewesen. Auch nach seinem vermeintlichen Karriereende hat er sich fit gehalten und auf seinen Körper geachtet. Uli wird unserem Team daher mit seiner Erfahrung und seinem Eishockeyverständnis sehr gut tun.“

Wie Christakakis weiter ausführte, wird Maurer den Weiß-Blauen allerdings nicht die komplette Saison zur Verfügung stehen: „Bei der Rückkehr von Uli Maurer gibt es einen kleinen Haken. Den Würschtlmo gibt es selbstverständlich weiterhin und der Uli ist dort auch weiterhin voll eingespannt. Das ist eigentlich kein Problem und es gibt keine Überschneidungen mit dem Trainings- und Spielbetrieb. Nur in der Phase im Dezember und rund um Weihnachten, wenn der Würschtlmo mit seinem Stand am Bischofseck, beim Neujahrsspringen und den Skirennen präsent ist, haben wir uns mit dem Uli darauf geeinigt, ihn in dieser Zeit vom Trainings- und Spielbetrieb zu befreien. Das war dem Uli wichtig, da er sonst enorme Personalprobleme an den Grillständen bekommen würde. Wie lange und wie oft er uns zu dieser Zeit fehlen wird, müssen wir dann gemeinsam entscheiden, wenn es soweit sein wird.“

Eine weitere Vertragsverlängerung vermeldete am Mittwochabend auch der ECDC Memmingen. Benedikt Jiranek, der erst im Februar aus der DNL-Mannschaft ins Allgäu wechselte, wird auch in der kommenden Saison für den amtierenden Oberliga-Vizemeister auf dem Eis stehen. In der Schlussphase der abgelaufenen Saison bestritt der 20-jährige Verteidiger noch 25 Partien (ein Assist) für die Indians. Zum Verbleib des gebürtigen Nürnbergers in der Maustadt erklärte Memmingens Sportlicher Leiter Sven Müller: „Benedikt hat uns in der abgelaufenen Saison weitergeholfen und mit seiner Spielweise mehr Härte ins Team gebracht, was uns zuvor etwas gefehlt hat. Wir sehen in ihm noch viel Steigerungspotenzial und freuen uns, dass er sich in Memmingen weiterentwickeln will.“

Nur zwei Jahre älter als Jiranek ist Henry Wellhausen. Dennoch beendet der Angreifer, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für die EG Diez-Limburg auf dem Eis stand, seine aktive Karriere. Zu seinen Gründen sagte der gebürtige Frankfurter: „Ich habe festgestellt, dass mich der Sport auf dem Eis nicht mehr mit der Freude erfüllt, die ich weiterhin als Motivation benötige. Ich analysiere lieber die Spiele, versuche Taktiken zu entwickeln. Eben das, was die Arbeit eines Trainers mit sich bringt und genau in diese Schiene möchte ich. Meine Eltern haben mir als Kind bereits eine Taktiktafel zu Weihnachten geschenkt. Rückblickend vielleicht das passendste Geschenke, welches ich jemals bekommen habe.“ Wellhausen, der in der Spielzeit 2021/22 noch 34 Partien (fünf Treffer, neun Assists) für die Rockets absolvierte, wird fortan als Jugendtrainer „bei einem renommierten Eishockeyverein in Deutschland“ arbeiten.


Kurznachrichtenticker

  • vor 15 Stunden
  • Die Chicago Wolves haben den Calder Cup in der AHL gewonnen. Im fünften Finale setzte sich das Farmteam der Carolina Hurricanes bei den Springfield Thunderbirds mit 4:0 durch und gewann die Endspielserie 4:1. Josh Leivo (15 Tore und 14 Assists in 18 Spielen) wurde zum Playoff-MVP gewählt.
  • vor 4 Tagen
  • Die Kooperation zwischen dem ECDC Memmingen (Oberliga Süd) und den Ravensburg Towerstars (DEL2) wird auch in der Saison 2022/23 fortgesetzt. Welche Spieler konkret mit Förderlizenzen ausgestattet werden, legen die jeweiligen Clubverantwortlichen während der Vorbereitung fest.
  • vor 5 Tagen
  • Der Kanadier Ryan Marsh (als Assistenztrainer) sowie der ehemalige finnische Nationaltorhüter Markus Ketterer (als Torwarttrainer) verstärken in der Saison 2022/23 das Trainergespann der Schwenninger Wild Wings. Neuer Head Coach des Clubs aus der PENNY DEL ist Harold Kreis.
  • vor 7 Tagen
  • Neuer Goalie & Video Coach für die Löwen Frankfurt (PENNY DEL): Der US-Amerikaner Josh Robinson gehörte seit 2017/18 dem Trainerstab der ECHL-Teams Florida Everblades bzw. Kansas City Mavericks an. Bei den Florida Everblades arbeitete er schon mit Löwen-Goalie Jake Hildebrandt zusammen.
  • vor 8 Tagen
  • Moritz Borst wechselt fest von den Augsburger Panthern zum EV Füssen. In der vergangenen Saison bestritt der Torhüter bereits neun Spiele für den Oberligisten. Als dritter Schlussmann wird neben Borst und Benedikt Hötzinger künftig Nachwuchskeeper Clemens Wiedemann im Kader stehen.
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