Die Hannover Scorpions (weißes Trikot) siegten gegen die TecArt Black Dragons Erfurt.
Foto: Andreas Döll
Die drei bestimmenden Teams der Oberliga Nord mussten alle auswärts antreten und sie machten ihren Job mit unterschiedlichem Erfolg. Die Hannover Scorpions und die Tilburg Trappers gewannen ihre Begegnungen, während die Hannover Indians über die Herner EV Miners stolperten. Außerdem drehten die Füchse Duisburg die Partie gegen die Herford Ice Dragons und die KSW IceFighters Leipzig bezwangen die Hammer Eisbären.
Für Tabellenführer Hannover Scorpions begann das Spiel bei den TecArt Black Dragons Erfurt nicht nach Wunsch, denn schon nach 85 Sekunden musste sich Ryan Olsen nach einem Bandencheck in die Kabine verabschieden. Er spielte erst seine zweite Partie für die Scorpions. In dem folgenden Powerplay für Erfurt fiel dann auch das 1:0 für die Thüringer, das die Skorpione noch vor Ende des ersten Abschnitts egalisieren konnten. Im zweiten Drittel legten die Mellendorfer dann den Grundstein für den Sieg, indem sie drei Treffer markierten, aber nur einen kassierten. Dennoch machten es die schwarzen Drachen gegen Ende der Partie noch einmal spannend, denn sie konnten zwei Minuten vor Schluss auf 5:6 verkürzen. Als sie dann alles auf eine Karte setzten und den Torhüter vom Spielfeld nahmen, erzielte Justin Kirsch den siebten Treffer für die Scorpions. Damit war der Vergleich zugunsten der Hannoveraner entschieden.
Die Tilburg Trappers erwischten in Halle den besseren Start in die Begegnung und gingen nach gut sechs Minuten in Führung. Mike Dalhuisen netzte auf Vorlage von Top-Scorer Phillip Marinaccio ein. Doch die Saale Bulls hatten darauf eine Antwort, auch wenn diese gut neun Minuten auf sich warten ließ. Dann aber stellte Adam Domogalla auf 1:1. Danach waren es zunächst wieder die Niederländer, die zweimal jubeln durften, bevor die Bullen bis zur 56. Minute abermals ausgleichen konnten. Doch das 3:3 hatte gerade einmal 34 Sekunden Bestand, dann schoss Marinaccio das 4:3 für Tilburg. Halle nahm den Goalie vom Eis, so dass die Gäste den Puck noch zweimal in den nunmehr leeren Kasten schoben und mit einem 6:3 im Gepäck nach Hause fuhren.
Der Favorit Hannover Indians tat sich schon im ersten Drittel gegen die Herner EV Miners schwer und ging mit einem Rückstand in die erste Pause. Brad Snetsinger sorgte in Minute 19 für das 1:0 seiner Miners. Auch im folgenden Mittelabschnitt konnten die Niedersachsen Hernes Goalie Rodion Schumacher nicht überwinden, so dass es beim 1:0 für den Underdog blieb. Und der war mit seinem Latein noch nicht am Ende, denn mit Beginn des Schlussdrittels netzte Snetsinger abermals ein und Nicholas Ford ließ ein weiteres Tor folgen. Beim 3:0 für Herne blieb es bis zur Schlusssirene. Schumacher parierte insgesamt 41 Schüsse.
Im Spiel der KSW IceFighters Leipzig gegen die Hammer Eisbären hatten sich die Sachsen schon nach etwas mehr als sechs Minuten ein 2:0 erarbeitet. Doch die Hammer konnten dagegenhalten und stellten die Partie noch im ersten Abschnitt auf 2:2. Die 24. Minute hielt dann einen Treffer für beide Teams bereit – beide Tore fielen innerhalb von gerade einmal 29 Sekunden. Und das Mitteldrittel bleib torreich, nach 40 Minuten stand ein 5:4 für Leipzig auf der Anzeigetafel. In den letzten 20 Minuten wurden dann noch drei weitere Treffer notiert; zwei davon gingen auf das Konto der IceFighters, die damit einen 7:5-Erfolg verbuchen durften.
Der Herforder EV wollte nutzen, dass Kellerrivale Rostock Piranhas spielfrei hatte und sich im Duell um die hinteren Tabellenplätze etwas von den Raubfischen absetzen. Dafür mussten die Ice Dragons gegen die Füchse Duisburg bestehen und sie machten zunächst klar, dass sie dies auch können. Jackson Pierson und Ryley Lindgren besorgten dem HEV nach 20 Minuten einen 2:0-Vorteil. Gegen Ende des zweiten Drittels begannen dann auch die Füchse zu scoren, was nach 40 Minuten zu einem 2:2 führte. Das Game-Winning-Goal fiel in der 51. Minute, als Routinier Martin Schymainski einnetzte; Duisburg drehte das Spiel, nahm drei Punkte aus Herford mit und die heimischen Drachen blieben trotz eines zwischenzeitlichen 2:0 letztendlich ohne Zähler.
Annette Laqua