Leon Willerscheid im Tor der Füchse Duisburg blieb gegen die Hannover Indians ohne Fehl und Tadel.
Foto: Dirk Unverferth
Die Tilburg Trappers bezwangen am Freitagabend die Hammer Eisbären und kletterten zur Belohnung auf Tabellenplatz eins der Oberliga Nord. Bei den Hannover Indians hingegen geht die Krise nach einer Niederlage gegen die Füchse Duisburg weiter. Die Rostock Piranhas freuten sich bei den Herner EV Miners über ihren zweiten Auswärtstriumph der Saison, während die Saale Bulls Halle erst in der Verlängerung gegen die TecArt Black Dragons Erfurt gewinnen konnten. Und schließlich setzten sich die Herford Ice Dragons gegen die KSW IceFighters Leipzig im Penalty-Schießen durch.
Die Tilburg Trappers konnten bei einem Sieg Punktgleichheit mit dem spielfreien Tabellenführer Hannover Scorpions herstellen, mussten sich aber mit ihrem Angstgegner Hammer Eisbären messen. Doch die Niederländer waren von der ersten Minute an hellwach und markierten bereits nach 87 Sekunden das 1:0. Bis zur 13. Minute legten sie noch zwei Treffer nach, dann konnte auch Hamm zum ersten Mal jubeln. Im Mitteldrittel erhöhten die Trappers auf 5:1, bevor die Eisbären durch das 2:5 nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. Tilburg zog damit im Klassement an den Scorpions vorbei, beide Teams haben aktuell 72 Zähler auf ihrem Konto.
Die Hannover Indians wollten nach der Freistellung von Head Coach Raphaël Joly wieder auf die Siegerstraße zurückkehren, doch sie hatten die Rechnung ohne die Füchse Duisburg gemacht. In Minute 15 waren es nämlich die Nordrhein-Westfalen, die dank Nardo Nagtzaam 1:0 in Führung gingen. Ähnlich lautete die Bilanz des zweiten Drittels, in dem Duisburg seinen Vorteil durch Philippe Sanche auf 2:0 ausbaute. Und auch im letzten Spielabschnitt fanden die Niedersachsen keinen Weg vorbei an Leon Willerscheid, den Torhüter der Füchse, der sich über ein Shutout freuen durfte. Vorne netzte Martin Schymainski noch einmal für Duisburg ein und stellte das finale Resultat auf 3:0.
In der Begegnung der Saale Bulls Halle gegen die TecArt Black Dragons Erfurt konnte sich während der 60 Minuten keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erfurt hatte die Nase mit 1:0 und mit 2:1 vorne, Halle später mit 3:2. Doch immer wurden die Vorsprünge vom gegnerischen Team ausgeglichen, sodass nach der regulären Spielzeit ein 3:3 zu Buche stand. Der Hallenser Tomi Wilenuis hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt mit zwei Treffern als bester Torschütze des Abends hervorgetan. In der Overtime war es dann Elvijs Biezais, der nach 35 Sekunden das 4:3 für die Bullen erzielte. Bemerkenswert: Die Saale Bulls kamen ohne eine einzige Strafminute durch die Partie.
Die Herford Ice Dragons starteten wie die Feuerwehr in den Vergleich mit den KSW IceFighters Leipzig; schon nach 20 Sekunden konnte Ryley Lindgren erstmals Leipzigs Goalie Konstantin Kessler überwinden. Bis zur Mitte des Spiels bauten die Herforder ihren Vorsprung auf 3:0 aus, ehe auch Leipzig zum ersten Mal traf. Ein Doppelschlag der Sachsen innerhalb von gerade einmal 36 Sekunden egalisierte die Begegnung dann sogar – beim 3:3 blieb es bis zur Schlusssirene. In der folgenden Verlängerung fiel kein weiteres Tor, so dass die Entscheidung im Penalty-Schießen fallen musste. Leon Köhler behielt die Nerven und markierte das Game-Winning-Goal für die Ice Dragons.
Im Kellerduell des Spieltags reisten die Rostock Piranhas zu den Herner EV Miners, die mit dem Erfolg gegen die Indians im Rücken antraten. Rostock erwischte den besseren Beginn und hatte sich nach 20 Minuten ein 2:0 erarbeitet. Liam Fraser und Kilian Steinmann trafen für die Raubfische, die im zweiten Abschnitt dank Kapitän Steinmann sogar auf 3:0 erhöhten. Gegen Ende des Mitteldrittels tauchte auch der HEV auf der Anzeigetafel auf; Brad Snetsinger netzte zum 1:3 ein. In den letzten 20 Minuten waren es dann abermals Steinmann und Filip Stopinski, die das Ergebnis noch auf 5:1 für den REC hochschraubten.
Annette Laqua