Die KSW IceFighters Leipzig besiegten am Sonntag die Hannover Indians mit 5:3.
Foto: Laura Römer
Der Sonntagabend in der Oberliga Nord hatte einiges zu bieten. Die Saale Bulls eröffneten zu Hause gegen den Vorletzten aus Rostock den Spieltag und sammelten mit ihrem 2:0-Erfolg wichtige Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Die Tilburg Trappers waren nach dem Spielabbruch in Herne am vergangenen Freitag erneut auswärts gefordert, dieses mal jedoch beim Tabellenprimus aus Mellendorf. Die Scorpions ließen den Niederländern beim 5:0-Sieg keine Chance. Torreiche Siege gab es für die Hammer Eisbären und die Herford Ice Dragons, die sich mit 7:3 und 6:2 gegen Erfurt und Herne durchsetzten. Die KSW IceFighters Leipzig drehten einen 0:2-Rückstand gegen die Hannover Indians in einen 5:3-Heimsieg.
In Halle empfingen die Saale Bulls die Rostock Piranhas. Bereits früh in der Partie gab es Grund zu jubeln für den heimischen Anhang, denn Robin Palka brachte die Hauherren in der vierten Minute in Führung. Doch auf einen weiteren Treffer mussten die Zuschauer noch ganze 55 Minuten warten, vor allem, weil beide Teams ihre Chancen nicht nutzen konnten. Eine Minute vor Ende der Partie versenkte Nicolas Cornett dann die Scheibe im leeren Piranhas-Tor und besiegelte damit den Heimsieg für Halle. Torhüter Nils Kapteinat sammelte sein fünftes Shutout der Saison, die Saale Bulls sammelten wichtige Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Für die Piranhas wurde der Abstand zum Tabellenletzten aus Herford nach zuletzt eigentlich positiven Ergebnissen wieder geringer.
Die Tilburg Trappers hatten an diesem Sonntag die Möglichkeit zu einem Kuriosum. Nachdem am Spieltag offiziell bekannt wurde, dass die abgebrochene Partie der Niederländer beim Herner EV am vergangenen Freitag auf Grund von terminlichen Engpässen mit 5:0 für die Trappers gewertet wurde, schickte sich die Mannschaft von Danny Albrecht an, den zweiten Sieg an einem Tag zu verbuchen. Dabei gastierte Tilburg beim aktuellen Tabellenführer, den Hannover Scorpions. Diese zeigten allerdings von Beginn an, warum sie der aktuelle Ligaprimus sind: Michael Knaub und Kapitän Allan McPherson trafen bereits im ersten Spielabschnitt doppelt für die Scorpions. Hannover ließ den Gästen im weiteren Spielverlauf keine Chance, erhöhte im letzten Spielabschnitt sogar noch auf 5:0. Youngster-Goalie Leon Hümer sammelte sein drittes Shutout der Saison.
In Hamm mangelte es an diesem Abend auf keinen Fall an Toren. Die heimischen Eisbären schlugen ihre Gäste aus Erfurt mit 7:3. Sowohl Thomas Zuravlev, als auch Lars Reuss trafen je zweimal für die Hausherren, bei den Gästen war Fritz Denner ebenfalls zweimal erfolgreich. Die Hammer setzen sich damit in der Tabelle weiter von den Black Dragons ab.
Die Herford Ice Dragons sammelten unterdessen extrem wichtige Punkte im Tabellenkeller. Gegen den Herner EV gab es in der heimischen Arena einen 6:2-Sieg. Philip Woltmann und Jackson Pierson konnten sich gleich doppelt in die Torschützenliste der Dragons eintragen. Herford holte durch den Sieg im Kampf gegen den letzten Tabellenplatz wieder auf Rostock auf. Für die Gäste aus Herne geht nach dem gegen sie gewerteten Spielabbruch ein Wochenende zum Vergessen zu Ende.
Auch für die Icefighters Leipzig gab es am Sonntag einen Heimerfolg. Die Sachsen drehten dabei einen 0:2-Rückstand und gewannen mit 5:3 gegen die Hannover Indians. Die Gäste verpassten dadurch die Möglichkeit, die Lücke zu den Tilburg Trappers, sowie zum Stadtrivalen an der Tabellenspitze zu schließen.
Hanna Füller