Michael Fomin (schwarzes Trikot) erzielte zwei Treffer beim Sieg seiner Füchse Duisburg gegen die Tilburg Trappers.
Foto: Dirk Unverferth
Vier Begegnungen standen in der Oberliga Nord auf dem Programm und es gab überraschende Resultate. Die Füchse Duisburg bezwangen die Tilburg Trappers und sammelten drei wichtige Punkte für den Einzug in die obere Zwischenrunden-Gruppe. Auch die Rostock Piranhas und die Herford Ice Dragons, die vor dem Spieltag die beiden letzten Tabellenplätze belegten, konnten ihre Duelle gewinnen. Schließlich schrammten die Herner EV Miners, ebenfalls im unteren Drittel des Klassements angeordnet, knapp an einem Erfolg gegen die Saale Bulls Halle vorbei; sie mussten sich erst in der Overtime geschlagen geben.
Bei den Füchsen Duisburg und den Tilburg Trappers war von Beginn an Feuer in der Partie: Nach nicht einmal neun Minuten schon mussten Erek-Dirk Virch und Mike Dalhuisen nach einem Kampf für jeweils fünf Minuten auf die Strafbank. Später im ersten Drittel fiel dann auch das erste Tor des Abends, Martin Schymainski brachte seine Füchse in Führung. Dass diese kein Zufall war, zeigte der zweite Spielabschnitt, in dem die Duisburger zwei weitere Tore markierten, während der Favorit aus Tilburg nur einmal traf. Und in den letzten zehn Spielminuten sollten noch fünf weitere Treffer folgen. Gut drei Minuten vor der Schlusssirene lag Duisburg knapp mit 4:3 vorne und die Niederländer holten ihren Goalie vom Eis. Das nutzen die Füchse, die den Puck noch zweimal ins gegnerische Netz schoben und so einen 6:3-Triumph feiern durften.
Die Saale Bulls Halle starteten hellwach ins Duell gegen die Herner EV Miners und hatten sich nach nicht einmal drei Minuten bereits einen Vorsprung von 2:0 erspielt. In Minuten 16 und nach einem weiteren Treffer für Halle schaffte es dann auch der HEV auf die Anzeigetafel, so dass es nach 20 Minuten 3:1 für die Heimmannschaft stand. Nach einem torlosen Mitteldrittel setzten die Gäste aus dem Ruhrgebiet ihre Aufholjagd im Schlussabschnitt fort; Nicholas Ford netzte noch zweimal für die Miners ein und sorgte so für eine Verlängerung der Partie. Und in dieser war es dann Sebastian Christmann, der den Hallensern den zweiten Punkt des Abends rettete.
Nach einer über weite Strecken schwierigen Saison zeigen sich die Rostock Piranhas aktuell gut aufgelegt und ließen das auch die KSW IceFighters Leipzig spüren. Kurz vor Ende des ersten Drittels schoss Liam Fraser seine Raubfische in Front und legte im zweiten Abschnitt gleich sein zweites Erfolgserlebnis nach. Im Schlussdrittel war es dann abermals der treffsichere Kanadier, der das dritte Rostocker Tor erzielte. Zwischenzeitlich durften dank Max Herzog auch die Eiskämpfer jubeln, doch den Sieg des REC konnten sie nicht mehr verhindern. Stattdessen legten die Hanseaten kurz vor Schluss durch den überragenden Fraser und Ilja Fleischmann noch zwei Tore nach und sicherten sich so einen 5:1-Triumph.
Auch die Herford Ice Dragons laufen aktuell zu guter Form auf. Beim Gastspiel bei den TecArt Black Dragons Erfurt erwischten sie zwar den schwächeren Beginn, doch der 0:2-Rückstand nach nicht einmal sechs Minuten machte ihnen anscheinend nichts aus. Ganz im Gegenteil, die Eisdrachen wurden wachgerüttelt und begannen knapp eine Minute nach dem 0:2 mit der eigenen Torproduktion. Bis zum Ende von Abschnitt zwei hatten sie sich ein 5:2 erarbeitet, wobei allein Ryley Lindgren mit drei Treffern glänzte. Beim 5:2 für das Tabellenschlusslicht blieb es bis zum Ende des Spiels.
Annette Laqua