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Freitag, 13. März 2026

Die Oberliga-Playoffs am Freitag: Fünf Teams machen Viertelfinaleinzug perfekt, Memmingen feiert Kantersieg, Duisburg jubelt nach 1:3-Rückstand

Der starke Tom Pauker (Nr. 68) vollendet im Slot zur 1:0-Führung der Selber Wölfe. Foto: Mario Wiedel

In den Oberliga-Playoffs sind die ersten Entscheidungen gefallen: Mit dem Deggendorfer SC (4:0 gegen Herford), den Selber Wölfen (7:2 gegen Halle), Hannover Scorpions (11:2 gegen Höchstadt), Hannover Indians (5:4 gegen Peiting) und Tilburg Trappers (5:4 gegen Passau) lösten gleich fünf Clubs in ihren Best-of-five-Serien per Sweep das Ticket für das Viertelfinale. Die ECDC Memmingen Indians eroberten mit einem 9:2-Kantersieg gegen die IceFighters Leipzig ebenso die Serienführung zurück wie die Füchse Duisburg mit einem 4:3 nach Verlängerung gegen die Lindau Islanders. Erstmals in Führung gingen die Tölzer Löwen durch einen 3:1-Heimsieg gegen die Hammer Eisbären.

Mit zwei Toren und einem Assist hatte der überragende Pascal Aquin entscheidenden Anteil daran, dass sich die Hannover Scorpions bereits im ersten Drittel eine komfortable 4:1-Führung gegen die Höchstadt Alligators erspielten. Auch danach ließ der Nord-Meister nicht locker. Nach dem sechsten Tor für die Gastgeber endete der Arbeitstag von Höchstadts Goalie Luca Ganz. Sein Nachfolger Nico Zimmermann kassierte bis zum Ende des zweiten Drittels aber drei weitere Gegentore. Allan McPherson machte es in der 57. Minute zweistellig für die entfesselt aufspielenden Scorpions.

Weitgehend ohne Spektakel kam diesmal der Süd-Meister aus Deggendorf aus. Nach dem frühen Führungstor durch Luke Weilandt kontrollierte der DSC das Spiel, ohne zu glänzen. Die Gäste zeigten einen beherzten Auftritt, entwickelten in den gefährlichen Räumen aber zu wenig Gefahr. In der 34. Minute erhöhte Ty Jackson mit seinem sechsten Playoff-Tor auf 2:0 für die Gastgeber. Marco Baßler und Harrison Roy trafen im letzten Drittel zum 4:0-Endstand.

Mit drei Toren binnen 36 Sekunden stellten die Tilburg Trappers bereits in der siebten Minute vermeintlich die Weichen auf Sieg. Doch die Passauer, die drei Tage zuvor zu Hause eine heftige 3:9-Heimniederlage eingesteckt hatten, überwanden den Schock erstaunlich schnell und kämpften sich ins Spiel zurück. Zweimal Routinier René Röthke und Zachary Nazzarett glichen gegen nachlässige Gastgeber zum 3:3 aus, ehe Christoph Schmidt die Niederbayern in der 37. Minute sogar erstmals in Führung brachte. Mike Dalhuisen egalisierte in der 47. Minute für Tilburg und läutete eine dramatische Schlussphase ein. Ein Bandencheck von Andrew Schembri kam den Passauern dabei teuer zu stehen. In der fünfminütigen Überzahl traf Topscorer Phil Marinaccion nach grandiosem Solo zum umjubelten 5:4-Siegtor für die Niederländer.  

Sehr schwer taten sich auch die Hannover Indians mit dem EC Peiting. Nachdem sich beide Teams eine halbe Stunde lang weitgehend neutralisiert hatten, sahen die 4.315 Zuschauer am Pferdeturm doch noch einen Torreigen. Dreimal gingen die Gastgeber in Führung, doch dreimal glich Peiting fast postwendend aus. Calder Anderson brachte die Indians in der 57. Minute erstmals mit zwei Toren in Front, doch der Widerstand der Gallier war damit immer noch nicht gebrochen. Bei gezogenem Torhüter verkürzte Carson MacKinnon auf 4:5, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.

Die Spiele im Stenogramm (8 Einträge)

 

 

Während mit dem Sweep dieser vier Teams zu rechnen war, kam das 3:0 der Selber Wölfe in der Serie gegen die Saale Bulls Halle durchaus überraschend. Die Wölfe, die von Januar an in der Hauptrunde deutlich geschwächelt hatte, fanden pünktlich zum Start der Playoffs zu ihrer Kompaktheit zurück und glänzten in Spiel drei mit hoher Effizienz. Das kongeniale Duo Tom Pauker und Richard Gelke schoss eine 3:1-Führung nach dem ersten Drittel heraus. Die Hallenser verzeichneten zwar mehr Spielanteile, ließen aber auch im Mitteldrittel viele Möglichkeiten liegen. Auf der Gegenseite erhöhten Chris Schutz und Thomas Gauch auf 5:1 und sorgten so bereits vor dem letzten Abschnitt für die Vorentscheidung. 

Die ECDC Memmingen Indians revanchierten sich eindrucksvoll für die 3:7-Niederlage vom Dienstagabend in Leipzig und ließen den IceFighters diesmal keine Chance. Bis Mitte des zweiten Drittels war die Partie hart umkämpft, ehe Tobias Meier und Denis Fominych mit einem Doppelschlag binnen 15 Sekunden auf 4:1 für Memmingen erhöhten. Fortan kamen die Gastgeber richtig ins Rollen und fegten über die Sachsen hinweg. Auf Memminger Seite glänzten vor allem die Special Teams. Drei Tore erzielten die Indians in Überzahl, zwei gelangen ihnen in Unterzahl. Einziger Wermutstropfen für die Gastgeber war die Spieldauerstrafe für Tyler Spurgeon wegen eines Stockstichs.

Auch die Tölzer Löwen gingen in ihrer Serie mit 2:1 in Führung. Nach einem schwungvollen Beginn der Hammer Eisbären traf Ludwig Nirschl technisch brillant zur Tölzer Führung. Die Gäste ließen sich davon aber nicht irritieren und glichen im Mitteldrittel durch Christian Schiling aus. Diese währte aber nicht lange. Michael Schuster stellte die Führung für die Oberbayern wieder her. Gegen die kompakte Tölzer Defensive kamen die Eisbären danach kaum noch zum Zug. Nach einem Konter traf der starke Topi Piipponen zum 3:1-Endstand.

In der Serie zwischen den Füchsen Duisburg und den Lindau Islanders fiel die Entscheidung zum zweiten Mal nacheinander erst in der Verlängerung. Nach dem zweiten Tor von Andreas Farny zum 3:1 lagen die Gäste Ende des Mitteldrittels bereits auf Siegkurs, wurden dann aber zu passiv. Philippe Sanche und Pascal Grosse glichen für die leidenschaftlich kämpfenden Duisburger aus, ehe Adam Zoweil in der Verlängerung das Comeback der Gastgeber mit dem 4:3-Siegtor krönte.  

Siegmund Dunker


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • NHL in der Nacht auf Samstag: Die Edmonton Oilers unterlagen bei den St. Louis Blues nach 2:0-Führung (eine Vorlage von Leon Draisaitl) mit 2:3 nach Verlängerung. Die New York Islanders unterlagen den Los Angeles Kings mit 2:3.
  • vor 16 Stunden
  • Die Rostock Piranhas haben den Vertrag mit ihrem bereits seit Anfang Februar beurlaubten Ex-Coach Lenny Soccio (58) nun „im gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Der deutsche Ex-Nationalstürmer hatte den Nord-Oberligisten mehr als drei Jahre lang trainiert.
  • vor 22 Stunden
  • Tom Geischeimer von den Hammer Eisbären wurde für sechs Spiele gesperrt und erhält zudem eine Geldstrafe. Geischeimer hatte im ersten Playoff-Spiel der Eisbären gegen die Tölzer Löwen am vergangenen Sonntag seinen Gegenspieler mit einem harten Check gegen den Kopf- und Nackenbereich getroffen.
  • gestern
  • Die Grizzlys Wolfsburg haben den Vertrag mit Co-Trainer Heiko Vogler um zwei Jahre bis 2028 verlängert.
  • vor 2 Tagen
  • Tim Stützle hat auch im 14. Spiel in Folge gepunktet und in dieser Zeit acht Tore und elf Vorlagen erzielt. In der Nacht auf Donnerstag verlor er mit Ottawa mit 2:3 gegen Montreal. Er steuerte zwei Vorlagen bei und erreichte die Marke von 70 Punkten.
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