Oberliga-Nord-Spitzenreiter: Die Hannover Scorpions (Symboldbild mit Coach Rico Rossi) haben per Spielwertung drei weitere Punkte auf ihr Konto erhalten.
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Spielwertung in der Oberliga Nord: Mehr als einem Monat nach der Austragung der Partie zwischen den KSW IceFighters Leipzig und den Hannover Scorpions wird aus dem 8:5-Heimerfolg der Sachsen eine 0:5-Heimniederlage am grünen Tisch. Grund für die Entscheidung des Deutschen-Eishockey-Bundes e.V. (DEB) ist der Einsatz des Leipziger Stürmers Aleksej Abramov. Der 20-Jährige, der in bisher 23 Saisonspielen keinen Scorer-Punkt erzielt hat, hätte im Duell gegen die Scorpions nicht auf dem Spielberichtsbogen stehen dürfen, weil er am 12. Dezember 2025 seine zweite Fünf-Minuten-Strafe wegen Fightings erhalten hatte. Zuvor war Abramov bereits am 16. November 2025 gegen Duisburg mit einer Großen Strafe wegen eines Faustkampfs belegt worden. Nach zwei Fighting-Strafen im Saisonverlauf ist man in der Oberliga automatisch für eine Meisterschaftspartie gesperrt.
Trotz dieser in der Spielordnung vorgeschriebenen Regelung kam Abramov am 14. Dezember 2025 gegen die Hannover Scorpions zum Einsatz, was sich nun zum Bumerang für die IceFighters entwickelte. Denn: Die Verantwortung für den Einsatz spielberechtigter Akteure liegt ausschließlich beim jeweiligen Verein. Das Spiel wird mit 5:0 für die Niedersachsen gewertet und Abramov musste am Freitag nun seine Sperre von einem Spiel nachträglich absitzen – Leipzig gewann das Derby gegen Erfurt dennoch mit 5:3.
In der Tabelle sorgt die Wertung zwei Spieltage vor dem Ende der Oberliga-Nord-Hauptrunde dafür, dass den Scorpions Platz eins nun nicht mehr zu nehmen ist – bei sieben (statt vier) Punkten Vorsprung vor den Verfolgern Tilburg (nur noch eine Partie) und Hannover Indians (noch zwei Spiele, nun acht Zähler hinter den Scorpions statt fünf). Leipzig hatte bereits sportlich keine Chance mehr auf Platz fünf und damit den Einzug in die Gruppe 1 der Zwischenrunde und fiel durch die Niederlage am grünen Tisch nun von Platz sechs auf sieben der Nordstaffel zurück.
Sebastian Groß