Luke Weilandt (dunkles Trikot) erzielt das 5:1 für den Deggendorfer SC.
Foto: Roland Rappel
Im Halbfinale der Oberliga-Playoffs feierten der Deggendorfer SC und die ECDC Memmingen Indians am Samstagabend jeweils ihren ersten Sieg. Deggendorf schlug die Tilburg Trappers auf eigenem Eis mit 6:1, während Memmingen in fremder Halle gegen die Hannover Scorpions mit 4:3 gewann.
In Deggendorf, wo der Meister der Oberliga Süd den Tilburg Trappers die erste Playoff-Niederlage dieser Saison beibringen wollte, fiel nach knapp zwölf Minuten das erste Tor. Danny Stempher erzielte es und brachte damit die Niederländer in Front. Die Niederbayern nutzten das folgende Powerplay, als Tilburgs Top-Scorer Phillip Marinaccio wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, und markierten durch Jaroslav Hafenrichter das 1:1. Und zehn Sekunden vor der ersten Pause sorgte Dylan Jackson sogar für die erste Führung der Hausherren. Im zweiten Abschnitt blieb Jackson torhungrig und hatte nach gut drei Minuten sein zweites Erfolgserlebnis des Abends. Und dass Dylan Jackson auch in Unterzahl gefährlich sein kann, bewies er in Minute 32 mit seinem dritten Treffer. Luke Weilandt erhöhte noch auf 5:1, bevor die Sirene zur zweiten Pause bat.
Im dritten Abschnitt ließ die Torausbeute der Deggendorfer dann nach, aber Tilburg gab noch lange nicht auf. Bereits über elf Minuten vor Schluss holte Head Coach Danny Albrecht seinen Goalie Cedrick Andree vom Eis, doch zunächst wollte sich kein Torerfolg für die Trappers einstellen. Auch als DSC-Spieler Ty Jackson wegen Behinderung für zwei Minuten vom Eis gestellt wurde, konnte Tilburg den Puck nicht im gegnerischen Kasten unterbringen. Stattdessen schob Harrison Roy zweieinhalb Minuten vor Ende das Spielgerät ins leere Tor der Niederländer und stellte so den 6:1-Endstand her.
In der Parallelpartie zwischen den Hannover Scorpions und den Memmingen Indians durften ebenfalls die Gäste den ersten Treffer des Abends bejubeln. Doch im Gegensatz zu Deggendorf gegen Tilburg mussten die Zuschauer fast bis zum Ende des ersten Drittels warten, ehe mit dem Memminger Markus Lillich der erste Akteur einnetzte. Kurz nach Beginn des Mittelabschnitts sorgte Pascal Aquin für den Ausgleich, der Memmingen noch einmal besonders anzustacheln schien. Denn es folgte ein Doppelschlag der Indians von Lillich und Connor Blake, für den die beiden gerade einmal 66 Sekunden benötigten. Aber die Scorpions zeigten sich keinesfalls geschockt, sondern markierten wenig später durch Arturs Kruminsch und Aquin ihrerseits einen Doppelschlag – damit war die Begegnung wieder offen.
Im letzten Abschnitt passierte gab es zunächst nichts Zählbares, erst in Minute 51 schoss Brett Ouderkirk die Memminger wieder in Richtung Triumph. Ihm gelang das erste Powerplay-Tor des Abends, das am Ende auch das Game-Winning-Goal war.
Annette Laqua