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Mittwoch, 8. April 2026

Oberliga-Playoffs am Mittwochabend Zweimal Overtime: Deggendorf steht nach 2:1 gegen Tilburg mit einem Bein im Finale, Hannover siegt nach 2:5-Rückstand

Harrison Roy (hinten links) erzielt den 1:1-Ausgleich für Deggendorf im dritten Halbfinale gegen Tilburg.
Foto: Roland Rappel

Für den Deggendorfer SC ist das Oberliga-Finale zum Greifen nah. Das Team von Trainer Casey Fratkin gewann am Mittwochabend auch das dritte Halbfinalduell gegen die Tilburg Trappers mit 2:1 nach Verlängerung und baute seine Führung in der Best-of-seven-Serie auf 3:0 aus. In der Wedemark war ebenfalls Dramatik geboten. Die Hannover Scorpions brachen dabei die Dominanz des Südens und verkürzten mit einem 6:5 nach Overtime gegen die ECDC Memmingen Indians in ihrer Halbfinalserie auf 1:2.

In Deggendorf gestatteten sich beide Teams keinerlei Anlaufzeit und lieferten sich sofort einen temporeichen Schlagabtausch. Bereits die ersten fünf Minuten boten etliche hochkarätige Chancen. Die Gastgeber erspielten sich mit zunehmender Spieldauer Vorteile, kam jedoch nicht an Trappers-Torhüter Cedrick Andree vorbei. Zu Beginn des Mitteldrittels wurde der DSC dann jedoch kalt erwischt, als Matt McLeod in Überzahl einen Onetimer vom linken Bullykreis zum 1:0 für die Niederländer in den Winkel jagte. Tilburg nahm das Momentum voll mit und drängte in der Folge auf das 2:0, ehe Reno de Hondt sein Team mit einem Bandencheck gegen Niklas Heinzinger schwächte. Zwar konnten die Deggendorfer die fünfminütige Überzahl nicht ausnutzen, fanden aber allmählich wieder zu ihrem druckvollen Spiel zurück.

14 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels ließ dann Harrison Roy die Hitzkopf-Arena beben. Der US-Stürmer blieb mit seinem Schuss zunächst hängen, setzte aber konsequent nach und schob zum Ausgleich ein. In einem chancenreichen letzten Drittel fiel auch wegen der herausragenden Goalies Andree und Timo Pielmeier kein Treffer mehr, so dass erstmals in dieser Serie die Verlängerung entscheiden musste. Dort kamen die Trappers ihrem ersten Sieg in dieser Serie unglaublich nahe, doch McLeods Schuss klatschte in der 67. Minute an den linken Pfosten. Auf der Gegenseite avancierte dann Dante Hahn zum Deggendorfer Helden, der nach einem abgeprallten Schuss von Marco Baßler goldrichtig stand und die Scheibe mit der Rückhand in hohem Bogen über Andree hinweg ins Tor beförderte. 

Die Spiele in der Statistik (2 Einträge)

 

Memmingen begann in der Wedemark mit viel Esprit und belohnte sich bereits nach 130 Sekunden mit dem Führungstreffer. Sam Verelst stand im High Slot sträflich frei und traf überlegt ins rechte Eck. Nur 37 Sekunden später verhinderte Scorpions-Goalie Patrick Berger mit einem Riesensave gegen Torjäger Felix Brassard den nächsten Gegentreffer. Während die Gastgeber verkrampft wirkten, dominierten die vor Selbstbewusstsein strotzenden Memminger läuferisch und spielerisch. Ein Schuss von Connor Blake prallte jedoch vom Pfosten zurück (13.). Erst ab der Schlussphase des ersten Drittels entwickelten die Scorpions in der Offensive mehr Wucht und brachten überdies mehr Härte ins Spiel. Beim Ausgleich in der 26. Minute half dann aber auch das Glück mit. Marc-Olivier Vallerand scheiterte an Indians-Goalie Justus Roth, doch von Blakes Bein prallte die Scheibe über die Linie. Memmingen zeigte sich zunächst völlig unbeeindruckt, doch mitten in eine Drangphase der Allgäuer hinein gingen die Scorpions erstmals in Führung. Allan McPherson traf ins kurze Eck. Roth war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. 38 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels schlugen die Gäste allerdings zurück. Der in Überzahl herrlich freigespielte Tyler Spurgeon ließ Berger keine Abwehrchance. 

Mit einem furiosen Start ins Schlussdrittel versetzten die Memminger die Fans der Scorpions dann in einen kollektiven Schockzustand. Binnen 151 Sekunden machten die Gäste aus einem 2:2 ein 5:2. Erst verwandelte Edgars Homjakovs einen Alleingang, dann profitierte Jayden Schubert vom schwachen Rückzugsverhalten der Scorpions, ehe Brassard einen kapitalen Schnitzer von Jeroen Plauschin eiskalt bestrafte. Hannovers Coach Rico Rossi reagierte mit einem Torhüterwechsel und brachte Kristian Hufsky für Berger. Die Gastgeber zeigten jedoch Moral und kamen mit einem Doppelschlag binnen 29 Sekunden wieder in Schlagdistanz. Yannick Drews traf mit der Rückhand zum 3:5, beim 4:5 zahlte sich das konsequente Nachsetzen von Vallerand aus. Die Scorpions waren nun angestachelt und kamen in der 52. Minute tatsächlich zum Ausgleich. Justin Kirsch musste nach starker Vorarbeit von Arturs Kruminsch im Slot nur noch einschieben. Nach dieser wilden Phase beruhigte sich das Spiel ein wenig, ohne weitere Treffer ging es in die Overtime. Dort dauerte es bis zur 78. Minute, ehe Scorpions-Kapitän McPherson für Ekstase auf den Rängen sorgte. Nach brillantem Saucer Pass von Pascal Aquin blieb er vor Roth ganz cool und traf in den Knick.

Siegmund Dunker


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Notizen

  • vor 3 Stunden
  • NHL am Mittwoch: Dank fünf Punkten von Connor McDavid (drei Tore, zwei Assists) siegten die Edmonton Oilers mit 5:2 in San Jose. Josh Samanski stand für Edmonton rund elf Minuten auf dem Eis, Leon Draisaitl fehlte weiter verletzt. Außerdem: New York Rangers - Buffalo 3:5, Toronto - Washington 0:4.
  • vor 5 Tagen
  • NHL in der Nacht: Die St. Louis Blues rücken immer näher an die Wild-Card-Plätze heran. Nach dem 6:2-Sieg (3:2, 2:0, 1:0) bei den Anaheim Ducks liegen sie nur nur drei Zähler zurück. Die Philadelphia Flyers landeten ebenso einen Auswärtssieg: Sie gewannen 4:1 bei den N.Y. Islanders (2:0, 1:1, 1:0).
  • vor 5 Tagen
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 5 Tagen
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • vor 6 Tagen
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
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