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Freitag, 15. Mai 2020

Rufe werden lauter DEG-Geschäftsführer Adam moniert: „Die Politik gibt aktuell keinerlei Konzepte vor“

Stefan Adam, Geschäftsführer der Düsseldorfer EG, vermisst genügend Hilfe aus der Politik, was Konzepte und Zukunftsperspektiven anbelangt.
Foto: City-Press

Bei den nach wie vor ungewissen Szenarien für das deutsche Eishockey und auch anderer Mannschaftssportarten in sämtlichen Ligen werden die Rufe nach vonseiten der Politik erarbeiteten Zukunftsperspektiven lauter. „Die Politik gibt aktuell keinerlei Konzepte vor. Jegliche Ideen zur Existenzsicherung und zu einem Neustart kommen aus dem Sport oder von den Betreibern der Veranstaltungsstätten“, sagte der Geschäftsführer der Düsseldorfer EG, Stefan Adam, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Große Hoffnung ruht derzeit auf dem Konzept der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL). Sollte dieses scheitern und auch die an diesem Wochenende wieder startende Fußball-Saison doch endgültig vorzeitig abgebrochen werden, stünde das Überleben des gesamten Profi-Mannschaftssports in Deutschland infrage. „Ohne diesen eingeschlagenen Weg und noch länger anhaltende Planungsunsicherheit ist der Profisport in Deutschland existenziell bedroht - auch der Fußball in der bisherigen Form“, so Adam.

In Deutschland sind Großveranstaltungen mit Zuschauern seit Mitte April bis zum 31. August verboten, in Berlin gar bis 24. Oktober. „Ob das viereinhalb Monate im Voraus wirklich fundiert entschieden werden konnte, ist zumindest diskussionswürdig", äußerte sich Adam kritisch zum langen Verbot. „Es geht aktuell ja nur um Verbote und nicht darum, was möglich ist“, klagte Adam. „Ich habe von niemandem bislang gehört, wie eine Perspektive ab dem 31. August aussehen kann. In diesem Prozess müssen wir aber jetzt dringend in einen Dialog zwischen Sport und Politik hineinkommen. Bei der Wiedereröffnung der Gastronomie haben ja auch nicht die Gastronomen die Konzepte entwickelt“, meinte der 49-Jährige.

Zumindest im Eishockey sind wegen des Drucks inzwischen alternative Szenarien denkbar, wie ein späterer Saisonstart. „Wenn die Perspektive heißt, wir können erst im Oktober oder im November beginnen, dann ist das schlecht, aber wir hätten zumindest Planungssicherheit“, sagte Adam abschließend.


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Notizen

  • gestern
  • Mit André Schrader wird ein deutscher Schiedsrichter bei den Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina mit dabei sein. Der 36-Jährige wurde nach 2014 und 2022 bereits zum dritten Mal vom Eishockey-Weltverband IIHF für Olympische Winterspiele nominiert.
  • gestern
  • Bei der U18-Weltmeisterschaft (Division I, Gruppe A) der Frauen hat die deutsche Auswahl ihren zweiten Turniersieg gefeiert. Durch Doppelpacks von Alexandra Boico und Charleen Poindl sowie ein Tor von Annika Stephainski gelang ein 5:1 gegen Italien. Am Samstag trifft die DEB-Auswahl auf Japan.
  • gestern
  • Paul Vinzens von den Blue Devils Weiden wurde von der DEL2 als U21-Förderspieler des Monats Dezember 2025 ausgezeichnet. Der 20-jährige Stürmer erzielte im Monat Dezember sechs Punkte in acht Spielen (drei Tore, drei Assists) und hatte eine Plus/Minus-Bilanz von +6.
  • vor 2 Tagen
  • Stürmer Leon Tettenborn hat seinen Vertrag beim Nord-Oberligisten Herner EV aufgelöst. Der 20-Jährige war im Sommer aus Kassels Nachwuchs gekommen, blieb in 31 Punktspielen jedoch punktlos. Nun zieht es Tettenborn nach Angaben der Miners zu einem Regionalligisten.
  • vor 2 Tagen
  • NHL am Mittwoch: Tim Stützle sorgte beim 8:4-Kantersieg Ottawas bei den New York Rangers per Empty-Net-Goal für den Endstand. Es war sein 20. Saisontor. Außerdem: New Jersey - Seattle 3:2 n.V. (23 Paraden von Philipp Grubauer für Seattle), Buffalo - Philadelphia 5:2, Los Angeles - Las Vegas 2:3 n.V.
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