Die Memmingen Indians stehen nach ihrer Gala-Vorstellung in Leipzig im Viertelfinale.
Foto: Laura Römer
Die nächsten beiden Viertelfinalteilnehmer der Oberliga-Playoffs stehen fest: Memmingen setzte sich mit 7:2 gegen Leipzig durch, die Füchse Duisburg schlugen die Lindau Islanders mit 4:2. Beide Teams lösten durch die Auswärtserfolge das Ticket für die nächste Runde der Playoffs. Die Hammer Eisbären gewannen unterdessen einen absoluten Overtime-Krimi gegen die Tölzer Löwen mit 5:4 und erzwangen damit ein Entscheidungsspiel.
Es war ein bezeichnendes Ende einer ausgeglichenen und engen Serie. Lange waren die Lindau Islanders dran am Serienausgleich gegen die Füchse Duisburg. Bis fünf Minuten vor Ende der Partie stand es 2:2, beide Islanders-Treffer erzielte Eetu Elo. Doch die Hausherren waren fehleranfällig, luden die Füchse förmlich zum Seriengewinn ein. Aus einer Überzahlsituation der Islanders entstand in der 57. Minute Erek Virchs Shorthanded-Treffer zur 3:2-Führung aus Sicht der Gäste. Die Hausherren gingen danach all in, bekamen zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sogar nochmal die Chance auf ein eigenes Überzahlspiel. Doch einmal mehr ging das an diesem Abend völlig schief, Noah Kane ließ die Scheibe im Aufbau an der eigenen blauen Linie liegen, Duisburgs Carter Popoff schlug den Nutzen daraus und machte mit seinem Treffer zum 4:2 den Deckel auf die Partie und gleichzeitig auch auf die Serie.
Die Serie zwischen den Icefighters Leipzig und den Memmingen Indians stand vor allem für Eines: viele Treffer. Das änderte sich auch nicht im vierten und letzten Spiel der Serie, die Memmingen Indians gewannen auswärts mit 7:2 und zogen damit ins Viertelfinale ein. Nach der 7:3-Auswärtsniederlage in Spiel Zwei der Serie zeigten sich die Allgäuer am Sonntagabend souveräner in der Ferne. Vor allem Felix Brassard zeigte einmal mehr ein herausragendes Spiel, erzielte nicht nur einen Hattrick, sondern war ebenfalls an zwei weiteren Treffern als Vorlagengeber beteiligt. Der Kanadier beendet damit die erste Playoffrunde als Top-Scorer.
Einen absoluten Showdown gab es unterdessen in Hamm zu sehen. In einem Overtime-Krimi setzten sich die Hammer Eisbären mit 5:4 gegen die Tölzer Löwen durch und erzwangen damit das entscheidende fünfte Spiel in der Serie. Pontus Wernerson Libäcks war Hamms Mann des Abends, traf zweimal in der regulären Spielzeit und erlöste den heimischen Anhang mit seinem dritten Treffer des Abends in der Verlängerung zum Heimsieg der Eisbären. In einem ausgeglichenen Spiel machte am Ende eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Löwen-Verteidiger Alexander Fichtner den Unterschied. Nachdem das Unterzahlspiel der Gäste lange stand hielt mussten sie doch den Ausgleich in der Serie hinnehmen. Am kommenden Dienstag treffen die beiden dann im entscheidenden Spiel 5 in Bad Tölz aufeinander und ermitteln den letzten noch ausstehenden Viertelfinalteilnehmer. Der Ausgang dieser Partie wird dann auch über die Duelle in allen Viertelfinal-Paarungen entscheiden.
Hanna Füller