Tom Coolen (stehend) bei seiner Trainerstation in Katowice (Polen) – mit mittlerweile 72 Jahren und nach Trainerjobs in 13 verschiedenen Ländern übernimmt er nun die Stuttgart Rebels in der Oberliga Süd.
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Die Stuttgart Rebels haben auch im dritten Jahr seit ihrem Aufstieg die Playoffs der Oberliga verpasst, anders als in den beiden Jahren zuvor aber zumindest die Rote Laterne der Oberliga Süd am Saisonende abgeben können. 2025/26 konnten die deutlichsten Fortschritte in Sachen Kader und Leistung gemacht werden – eine Entwicklung, die nach Stagnation beziehungsweise einer wieder nach unten zeigenden Formkurve gegen Saisonende in der kommenden Spielzeit wieder in positivem Sinne weitergehen soll.
Dafür haben die Rebels mittlerweile einen neuen Trainer, der aus seinen Stationen in Kaufbeuren und Bremerhaven zumindest kein gänzlich unbeschriebenes Blatt ist und einen beeindruckenden Erfahrungsschatz auf die Waldau mitbringt: Der 72-jährige Tom Coolen ist der neue Mann an der Bande der Rebels. Zuletzt trainierte er von 2023 bis Ende 2024 die Fife Flyers aus Schottland. In insgesamt 13 Ländern war er seit 1982 bereits als Trainer aktiv und das sowohl im Junioren- und Profibereich und als Trainer Lettlands auch auf internationaler Ebene. „Ich freue mich sehr, Tom als unseren neuen Head Coach bei uns begrüßen zu dürfen. Er ist ein großartiger Mensch mit starkem Charakter. Seine umfangreiche Erfahrung auf höchstem Niveau und in aller Welt wird uns enorm helfen. Tom ist ein hervorragender Kommunikator, der seit vielen Jahren in der Spielerentwicklung tätig ist und zudem weiß, wie man Außenseiter-Teams zum Erfolg führt“, sagt Stuttgarts Sportlicher Leiter und Angreifer in Personlaunion Matt Pistilli.
Womit der Blick bereits auf den Kader der Rebels geht: Dort stehen nämlich bereits wichtige Säulen bereits für 2026/27 weiter unter Vertrag. Wie Pistilli selbst bleibt auch Jannik Herm Teil des Rebels-Teams. Beide haben alle drei Oberliga-Spielzeiten der Rebels in Stuttgart bestritten und bringen ebenso Routine in den Kader wie Verteidiger Toni Ritter: Er kam vergangenen Sommer aus Weißwasser und trägt ebenfalls weiterhin das Rebels-Trikot. Goalie Nick Jordan Vieregge konnte in dieser Saison einen weiteren Entwicklungsschritt machen und bleibt ebenso auf der Waldau wie der vielseitig einsetzbare Angreifer Reagan Poncelet und der nach langer Verletzung während der Saison doch noch nachverpflichtete Elvis Gorontzy-Slack, der in nur zwölf Partien mit elf Zählern zu überzeugen wusste. Damit steht ein zwar kleiner, aber wichtiger Teil der Mannschaft für die kommende Saison bereits fest, in der im vierten Anlauf die erste Teilnahme an zumindest den Pre-Playoffs der Oberliga Süd gelingen soll.
Michael Wutz