In einem Eiszelt neben der Milano Santaguilia Arena ging es für die DEB-Männer am Freitagvormittag erstmals in Mailand zum Eistraining.
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Einen Tag nach dem ersten Turnierspiel der Frauen (1:4 gegen Schweden) haben am Freitag auch die DEB-Männer in Mailand das Eis betreten – vorerst aber nur zum Training. Die erste Einheit fand am Freitagvormittag in einer Zeltkonstruktion direkt neben der großen Arena Milano Santaguilia statt. „Der Vergleich zwischen der Eisfläche in Bozen und hier – das ist schon unglaublich“, so DEB-Stürmer Dominik Kahun zur nun begonnen Umstellung auf die kleinere Eisfläche.
Der erste Eindruck von Mailand sei insgesamt ein guter. „Es ist gemütlich und es ist immer spannend, auch die anderen Athleten zu sehen. Das olympische Flair war von Anfang an da. Es erinnert mich schon etwas an 2018 – nur, dass die ganzen Sportarten etwas aufgeteilt sind“, so der einzige Schweiz-Legionär (Lausanne HC) im DEB-Team. Angenehm war auch die Ankunft der Mannschaft bei den Spielen, besonders aufgrund der kurzen Anfahrt. „Die Anreise war sehr entspannt, weil wir ja schon in Bozen waren. Das waren nur dreieinhalb Stunden mit dem Bus“, erklärte Kahun. In Südtirol hatten die DEB-Cracks am Mittwoch ihr einziges Testspiel vor dem Turnierstart mit 4:3 gegen Italien gewonnen – noch ohne NHL-Stars und mit den acht Camp-Athleten.
Deren Reise wird am Samstag zu Ende gehen, wie Bundestrainer Harry Kreis nach dem ersten Training in Mailand und der letzten Einheit dieser acht Spieler erläuterte: „Die Trainingscamp-Spieler werden morgen früh abreisen und die Mannschaft verlassen. Wir hatten zu keinen Zeitpunkt das Gefühl, dass sie sich ausgeschlossen fühlen. Sie waren voll dabei. Dass sie enttäuscht sind, kann ich natürlich verstehen.“ Für Tim Brunnhuber, Stefan Loibl, Filip Varejcka (alle Straubing Tigers), Jonas Stettmer, Eric Mik (beide Eisbären Berlin), Yasin Ehliz, Maximilian Kastner (beide Red Bull München) und Daniel Fischbuch (Iserlohn Roosters) bleiben die Erinnerungen und Andenken, unter anderem in Form der olympischen Bekleidung. Ihr Fokus kann dann bereits in den kommenden Tagen wieder bei den entsprechenden Programmen ihrer DEL-Teams in der Olympia-Pause liegen.
Neben den Spielern hatte auch Bundestrainer Kreis bisher nichts zu meckern, was die Abläufe vor Ort in den ersten Stunden anging: „Trotz der Berichte vorab läuft hier alles und ist gut organisiert. Auch hier in der Trainingshalle ist die Eisqualität gut.“ Einzige Umstellung im Vergleich zu einer Weltmeisterschaft ist, so Kreis: „Der gesamte Coaching Staff ist nicht im Olympischen Dorf, das macht den Transport etwas anders. Wir müssen über Uber, ein Taxi oder den Bus ins Olympische Dorf kommen.“ Um von dort dann gemeinsam mit dem Team zu den Arenen zu fahren, erklärt Kreis.
Aus Mailand von den Olympischen Spielen berichtet Sebastian Groß