John Tortorella übernimmt die Vegas Golden Knights.
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Dritter Trainerwechsel in der laufenden NHL-Saison: Nach Dean Evason (Columbus) und Jim Hiller (Los Angeles) feuerten die Vegas Golden Knights am Sonntagabend Bruce Cassidy, unter dem sie 2023 den Stanley Cup gewonnen hatten. Die Golden Knights haben zwölf von 17 Spielen nach der Olympiapause verloren und drohen bei noch acht ausstehenden Spielen aus den Playoff-Rängen zu fallen. Aktuell sind sie noch Dritter in der Pacific Division, ihr Vorsprung auf den ersten Nicht-Wild-Card-Rang, den derzeit die Los Angeles Kings belegen, beträgt allerdings nur noch vier Punkte.
Nachfolger wird John Tortorella (67), der zuletzt bei den Olympischen Spielen als Assistenztrainer für die USA tätig war und fast auf den Tag genau vor einem Jahr nach drei Spielzeiten hinter der Bande in Philadelphia entlassen worden war. Damals sprach General Manager Daniel Briere davon, dass dies der absolute Tiefpunkt sei. Nach der 2:7-Niederlage in Toronto hatte „Torts“ damals gesagt: „Wenn man sich in einer solchen Situation befindet und ständig verliert und am Ende des Tunnels nichts zu sehen ist, ist man natürlich frustriert. Aber das fällt auf mich zurück. Ich bin nicht wirklich daran interessiert, zu lernen, wie man in dieser Art von Saison, in der wir uns gerade befinden, trainiert.“
Auf den Tiefpunkt will man in Las Vegas, das in sieben seiner acht Spielzeiten in der NHL die Playoffs erreichte und zweimal sogar im Finale stand, nicht landen. „Angesichts des anstehenden Endspurts der Hauptrunde sind wir der Ansicht, dass diese Entscheidung notwendig ist, um wieder das Level zu erreichen, das von unserem Club erwartet wird", wird General Manager Kelly McCrimmon zitiert.
Der charismatische Tortorella, der kaum um einen Spruch verlegen ist, bringt die Erfahrung von 1.620 Spielen als Coach in der NHL mit, Rang sechs in der Ewigen Liste. Zweimal wurde Tortorella mit dem Jack Adams Award als Trainer des Jahres ausgezeichnet (2004, 2017). 2004 gewann er außerdem mit Tampa den Stanley Cup. Er trainierte außerdem bereits die Columbus Blue Jackets, New York Rangers und die Vancouver Canucks.
Michael Bauer