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Mittwoch, 12. Februar 2020

„Verdienste für den Club und das deutsche Eishockey unbestritten“ Adler-Kapitän und Silbermedaillengewinner Marcel Goc beendet nach der laufenden Spielzeit seine Karriere

Marcel Goc hat den Entschluss gefasst, seine Laufbahn zu beenden.
Foto: S. Binder

Einen Tag, nachdem Wolfsburgs Christoph Höhenleitner sein Karriereende nach der laufenden Spielzeit offiziell angekündigt hat, verlässt der nächste Routinier die DEL- und Eishockey-Bühne nach der Saison 2019/20. Wie die Adler Mannheim am Mittwochnachmittag bekannt gaben, hängt Marcel Goc die Schlittschuhe an den berühmten Nagel und wird nach dann 21 Profi-Jahren einen Schlussstrich unter seine aktive Zeit auf dem Eis ziehen.

„Diese Entscheidung, die mir alles andere als leichtgefallen ist, habe ich gemeinsam mit meiner Familie getroffen. Mit der Bekanntgabe habe ich nun den Kopf frei und kann mich voll und ganz auf die noch vor uns liegenden Herausforderungen konzentrieren. Schließlich möchte ich noch einmal eine Playoff-Runde spielen, die es in sich hat. In diesem Sinne freue ich mich auf ganz besondere letzte Wochen mit den Adlern“, begründet der 36-jährige gebürtige Calwer seine Entscheidung. In den letzten Jahren hatte Goc immer wieder mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen, absolvierte in der Hauptrunde 2018/19 lediglich neun Spiele. Nach seiner Rückkehr aus Nordamerika 2015 waren es gar nur ganze drei in der regulären Saison gewesen. Auch in dieser Spielzeit fiel der Linksschütze bereits in 18 Partien aus, steht aber unmittelbar vor dem Comeback.

Goc debütierte im zarten Alter von 16 Jahren 1999/2000 für die Schwenninger Wild Wings in der DEL und wechselte während der Saison 2001/02 zu den Adlern. Nachdem er im Jahre 2001 als dritter Deutscher nach Olaf Kölzig (1989) und Marco Sturm (1996) in der ersten Runde des NHL-Drafts ausgewählt worden war, gelang dem Center 2003 der Sprung nach Nordamerika. Anschließend absolvierte Goc in den folgenden fünf Jahren über 290 NHL-Partien für die San Jose Sharks. Bis zu seiner Rückkehr nach Mannheim 2015 stand Goc auch für Nashville, Florida, Pittsburgh und St. Louis in weiteren rund 400 Spielen in der besten Liga der Welt auf dem Eis. Insgesamt stehen für Goc in 699 NHL-Partien 80 Tore und 123 Vorlagen zu Buche.

Für die Adler absolvierte Goc bislang über 200 DEL-Begegnungen, gewann in der vergangenen Spielzeit die deutsche Meisterschaft und trägt seit dieser Saison zudem das „C“ auf der Brust. Zuvor führte der Routinier die deutsche Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang zum Gewinn der Silbermedaille und ist damit eines der Gesichter des bisher größten Erfolges Deutschlands auf der Eishockey-Bühne.

„Marcels Verdienste für den Club und das deutsche Eishockey sind unbestritten. Wer über eine solch lange Zeit auf diesem Niveau erfolgreich ist, gehört zweifellos zu den besten deutschen Spielern. Dabei ist Marcel nie ein Mensch, der sich selbst ins Rampenlicht stellt und die große Show inszeniert, sondern mit Herzblut und Ehrgeiz auf sich aufmerksam zu machen weiß. Marcel ist mit seiner Spielintelligenz, seinem Auge für die Mitspieler und seiner Bullystärke für jede Mannschaft unersetzlich. Vor diesem Hintergrund wird Marcels Abgang nach der Saison eine große Lücke hinterlassen. Dennoch haben wir für seinen Entschluss volles Verständnis und ziehen respektvoll unseren Hut vor einer beeindruckenden Karriere“, äußerte sich Adler-Clubchef Daniel Hopp.


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Wegen einer Oberkörperverletzung wird Verteidiger Tim Bender den Kassel noch vier Wochen fehlen. Entwarnung gibt es bei Philipp Maurer. Der Torhüter, der am Sonntag wegen einer Oberkörperverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, hat dieses wieder verlassen und ist auf dem Weg der Besserung.
  • vor 5 Stunden
  • Angreifer Dennis Miller bleibt beim Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Der 26-Jährige hat seinen Tryout beim Aufsteiger damit bestanden. In 15 Partien für die Gladiators sammelte er bislang drei Tore und vier Assists.
  • vor 7 Stunden
  • Dänemark hat am Mittwoch den Olympia-Kader bekanntgegeben. Mit dabei sind auch fünf Vertreter aus der PENNY DEL: Neben Kölns Frederik Storm und Patrick Russell stellen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit Phillip Bruggisser, Nicholas B. Jensen und Christian Wejse gleich drei Akteure im Aufgebot.
  • vor 22 Stunden
  • Zwei weitere Ausfälle beim ESV Kaufbeuren: John Rogl hat sich beim Comeback am Sonntag in Weiden erneut verletzt und wird voraussichtlich acht Wochen fehlen, Jonny Tychonick, der kurz vor der Rückkehr stand, fehlt nun weitere vier Wochen.
  • vor 4 Tagen
  • Die NHL am Freitag: St. Louis - Las Vegas 4:3, Florida - New York Rangers 1:5 (Winter Classic), Vancouver - Seattle 3:4 n.P. (Philipp Grubauer für die Kraken nicht im Einsatz), Anaheim - Minnesota 2:5 (drittes Saisontor von Nico Sturm für die Wild). Mehr zum Winter Classic:
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