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Freitag, 15. Oktober 2021

6. Spieltag der Oberliga Nord am Freitag Scorpions gewinnen emotionales Derby vor über 4.000 Fans am Pferdeturm, inklusive Goaliefight – Shutout für Erfurts Vieregge

Emotionsgeladen und torreich: Die Hannover Indians und Hannover Scorpions schenkten sich vor ausverkauftem Haus nichts.
Foto: Stefan Zwing

Die Herner EV Miners bleiben trotz Spielausfall Tabellenführer der Oberliga Nord. Das Spiel in Herford musste wegen defekter Eismaschine verschoben werden. Dicht auf den Fersen sind dem HEV die ebenfalls noch ungeschlagenen Hannover Scorpions. In einem denkwürdigen Derby am Hannoveraner Pferdeturm siegten die Stolikowski-Cracks mit 7:4 und entführten alle Punkte mit nach Mellendorf. Vor ausverkaufter Kulisse (4.126 Zuschauer) schalteten beide Mannschaften nach einem ruhigen ersten Drittel, in dem lediglich Christoph Kabitzky die Scorpions in Front brachte, im zweiten Durchgang mehrere Gänge nach oben. Nicht nur spielerisch, sondern auch toretechnisch und dies mündete gar in einem Goalie-Fight zwischen Routinier Brett Jaeger und Youngster David Miserotti-Böttcher. Spätestens ab diesem Moment brannte es unter dem Hallendach. Ganze neun Treffer fielen im zweiten Abschnitt. Die Scorpions schienen mit 4:1 und 6:2 bis zum Ringkampf immer sicher das Zepter in den Händen zu haben, doch die Indians gaben nie auf und verkürzten die Rückstände. Am Ende brachte der Ligafavorit die Führung dennoch souverän über die Zeit und Mario Valery-Trabucco setzte den Schlusspunkt eines packendes Stadtduells.

Nach über 130 Minuten ohne Gegentor war Leipzigs-Goalie Patrick Glatzel das erste Mal in dieser Saison machtlos beim Schuss von Tilburgs Jordy van Oorschot. Es war gleichzeitig die Tilburger Führung in einer schnellen und strafenarmen Partie. Während des Mittelabschnitts gelang Leipzig in Überzahl durch Rückkehrer Ian Farrell der Ausgleich. Das Duell war geprägt von zwei starken Torhütern, die sich bis zur Overtime nicht mehr überwinden ließen. Den verdienten Zusatzpunkt aufgrund des Chancenübergewichts nahmen dort die Niederländer mit auf die Heimreise. Max Hermens erzielte den 2:1-Siegtreffer und fügte Leipzig damit die erste Heimniederlage zu.

Auch an diesem Spieltag sollte wieder ein Shutout zu verzeichnen sein. Nick Vieregge war der Mann des Abends für die Erfurter beim 1:0-Auswärtssieg am Diezer Heckenweg. Der Förderlizenz-Torwart aus Dresden bedankte sich mit einem Shutout für das Vertrauen von Head Coach Joly und verhalf somit den Thüringern endlich zu einem Sieg über die Rockets. In der vergangenen Saison war die EGDL noch der Angstgegner der Black Dragons. 21 Schüsse parierte Erfurts Schlussmann, Jan Guryca war mit 36 Saves ebenso überragend, doch eine Möglichkeit konnte er nicht vereiteln. So war Arnoldas Bosas der zweite gefeierte Held auf Seiten der Gäste.

DIE SPIELE IN DER STATISTIK (6 Einträge)

 

Den ersten Heimsieg der Saison konnte Aufsteiger Essen einfahren. Das Team von Frank Petrozza bezwang im Vergleich der Tabellennachbarn die Hammer Eisbären mit 4:3. Schon wieder eine knappe Niederlage wird man sich im Lager der Eisbären sagen. Mann des Abends auf Seiten der siegreichen Moskitos war Dreifachtorschütze Enrico Saccomani. Durch den zusätzlichen Treffer von André Huebscher zum 4:0 schien der Drops nach 40 Minuten schon gelutscht. Aber die Essener haben eine eklatante Schwäche bis dato: Ein Spiel über die volle Distanz durchzuziehen. Dies wussten die Eisbären und sie kamen mit einem starken Schlussdrittel bis auf ein Tor heran. Letztendlich brachten jedoch die Moskitos den wichtigen Dreier nach Hause.

Haarscharf an der Überasschung schrammte der Krefelder EV in Hamburg vorbei. Zunächst sah alles nach dem ersten Heimdreier der Crocodiles aus. Victor Östling und Adam Domogala brachten die Hanseaten verdient in Führung. Allerdings tat den Hamburgern dieses 2:0 sichtlich nicht gut. Die Rheinländer sollten die nächsten drei Tore erzielen und prompt wurde es unruhig im Eisland Farmsen. In Überzahl rettete Dominik Lascheit seine Farben in die Verlängerung, wo Thomas Gauch zum 4:3-Heimerfolg der Crocodiles einnetzen konnte.

Pflicht erfüllt, vom Debakel erholt, Wiedergutmachung betrieben. Diese Attribute sind für die Saale Bulls Halle zutreffend. Eine Woche nach der höchsten Pleite der Vereinsgeschichte (1:11 bei den Hannover Scorpions) kam mit den angeschlagenen Rostock Piranhas wohl gerade der richtige Gegner nach Halle. Trotz vieler Vorschusslorbeeren zieren die Piranhas punkt- und sieglos das Tabellenende und das bleibt vorerst so. Schon die Fahrt nach Halle lief nicht optimal für Rostock und so begann das Match mit 15-minütiger Verspätung. Die Ostseestädter setzten in Form von Kilian Steinmann das erste Zeichen des Abends, aber je länger das Match lief, umso sicherer wurden die Hallenser. Patrick Schmid und Joonas Niemelä drehten schnell das Ergebnis. Spätestens mit dem Unterzahltreffer von Roman Pfennings im Schlussabschnitt bog Halle auf die Siegerstraße ein, ehe Erik Gollenbeck und Dennis Gulda endgültig den Frust von der Vorwoche wegschossen und das Ergebnis beim ungefährdeten 7:2-Heimsieg nach oben schraubten.

Martin Bergau


Kurznachrichtenticker

  • vor 2 Tagen
  • Nach Zustimmung der Eisbären Berlin haben die Augsburger Panther eine weitere Partie verlegt. Das ursprünglich für den 12. Dezember 2021 angesetzte Heimspiel gegen den amtierenden Meister findet nun am Dienstag, 15. März 2022 um 19:30 Uhr im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion statt.
  • vor 2 Tagen
  • Schwerer Schlag für die Tilburg Trappers aus der Oberliga Nord: Wie der dreimalige Oberligameister am Samstag vermeldete, muss Torhüter Ian Meierdres aufgrund von anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere kurz vor seinem 33. Geburtstag mit sofortiger Wirkung beenden.
  • vor 2 Tagen
  • Der Herner EV (Oberliga Nord) hat den Vertrag mit Alexander Komov verlängert. Der 20-jährige Angreifer kam während der vergangenen Saison aus dem Nachwuchs der Schwenninger Wild Wings zum HEV und bestritt seither 43 Oberligaspiele (vier Tore, acht Assists).
  • vor 2 Tagen
  • Die Bietigheim Steelers (PENNY DEL) leihen Maximilian Menner bis Saisonende an die Bayreuth Tigers (DEL2) aus. Im bisherigen Saisonverlauf kam der 19-jährige Verteidiger ausschließlich für Bietigheims Kooperationspartner, die Selber Wölfe (DEL2), zum Einsatz (zwölf Spiele, zwei Assists).
  • vor 2 Tagen
  • Daniel Maul wechselt innerhalb der Oberliga Süd von den Höchstadt Alligators zu den EHF Passau Black Hawks. Für Höchstadt kam der 20-jährige Angreifer saisonübergreifend zu 15 Oberligaeinsätzen (zwei Tore). In der Dreiflüssestadt trifft der gebürtige Deggendorfer auf seinen Cousin Sascha.
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