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Dienstag, 27. Juni 2023

„Hockey verbindet“ Penalty-Held: Nationalspieler Marcel Noebels verhilft Skaterhockey-Club Kaarst zum Gewinn des Europacups

Marcel Noebels (vorne) und die Crash Eagles Kaarst gewannen den Skaterhockey-Europacup.

Foto: Berthold Häsler

Dass er Penaltys kann, wissen die deutschen Eishockeyfans nicht nur von seinem legendären Treffer während der Weltmeisterschaft 2021 gegen die Schweiz in Riga. Nun hat Nationalspieler Marcel Noebels von den Eisbären Berlin nach der WM-Silbermedaille bei den Titelkämpfen in Tampere einen weiteren Erfolg errungen. Dem Inline-Skaterhockey-Club Crash Eagles Kaarst verhalf er am Sonntagabend im Finale des Herren-Europapokals gegen die Köln Rheinos zum Titel, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Er verwandelte den entscheidenden Penalty in einem spannenden Finale, in dem die Kölner wenige Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 3:3 ausgeglichen hatten. Zuvor hatten die Kaarster schon mit 3:0 geführt. Die Verlängerung blieb dann ohne Treffer, so dass das Penalty-Schießen entschied. Noebels, der auch ins All-Star-Team gewählt wurde, kürte sein Team mit dem entscheidenden Schuss zum Europacup-Sieger 2023 - und verabschiedete sich mit Frau und Sohn daraufhin in den Sommerurlaub. Erst am vorvergangenen Wochenende hatte die Hochzeit stattgefunden.

„Hockey verbindet“, sagte er dem WDR. Wichtig sei für ihn, dass man beim Sport auch Zeit mit Freunden verbringen könne. „So spannend wie Halbfinale und Finale waren – unglaublich. Das hat allen Spaß gemacht. Besser hätte es gar nicht sein können!“

Foto: Berthold Häsler

Mannschaften aus Deutschland (dazu noch Krefeld und Bissendorf) sowie aus Dänemark, der Schweiz, Österreich und Großbritannien hatten drei Tage lange in Kaarst um Europas Skaterhockey-Krone gespielt. Eisbär Noebels, der schon als Bambini mit dem Skaterhockey begann, hat in der Vergangenheit regelmäßig für die Crash Eagles, aber auch für die Skating Bears aus Krefeld und die Bockumer Bulldogs gespielt.

Erst vor Kurzem hatte Christian Ehrhoff in der 1. Bundesliga für Krefeld sein Comeback gegeben. Der Ex-Nationalspieler schnürt in der kommenden Saisonnach fünf Jahren Pause für seinen Heimatclub Krefeld Pinguine wieder die Schlittschuhe in der DEL2.

Zahlreiche weitere Eishockeyprofis sind – meist nur während der Sommermonate – für einige Spiele im Skaterhockey aktiv, darunter Marcel Müller (Köln), Marcel Brandt, René Röthke (IHC Atting), Enrico Saccomani, Fabio Frick, Alexander Weiß (alle Moskitos Essen), Adriano und Fabio Carciola (beide TV Augsburg), Maximilian Faber (Samurai Iserlohn), Adrian Grygiel, Luca Hauf (beide Krefeld), Robert Peleikis, Nico Linsenmaier (Merdingen) oder Marcel Pfänder (Deggendorf).


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Notizen

  • vor 17 Stunden
  • Mit André Schrader wird ein deutscher Schiedsrichter bei den Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina mit dabei sein. Der 36-Jährige wurde nach 2014 und 2022 bereits zum dritten Mal vom Eishockey-Weltverband IIHF für Olympische Winterspiele nominiert.
  • vor 18 Stunden
  • Bei der U18-Weltmeisterschaft (Division I, Gruppe A) der Frauen hat die deutsche Auswahl ihren zweiten Turniersieg gefeiert. Durch Doppelpacks von Alexandra Boico und Charleen Poindl sowie ein Tor von Annika Stephainski gelang ein 5:1 gegen Italien. Am Samstag trifft die DEB-Auswahl auf Japan.
  • gestern
  • Paul Vinzens von den Blue Devils Weiden wurde von der DEL2 als U21-Förderspieler des Monats Dezember 2025 ausgezeichnet. Der 20-jährige Stürmer erzielte im Monat Dezember sechs Punkte in acht Spielen (drei Tore, drei Assists) und hatte eine Plus/Minus-Bilanz von +6.
  • gestern
  • Stürmer Leon Tettenborn hat seinen Vertrag beim Nord-Oberligisten Herner EV aufgelöst. Der 20-Jährige war im Sommer aus Kassels Nachwuchs gekommen, blieb in 31 Punktspielen jedoch punktlos. Nun zieht es Tettenborn nach Angaben der Miners zu einem Regionalligisten.
  • gestern
  • NHL am Mittwoch: Tim Stützle sorgte beim 8:4-Kantersieg Ottawas bei den New York Rangers per Empty-Net-Goal für den Endstand. Es war sein 20. Saisontor. Außerdem: New Jersey - Seattle 3:2 n.V. (23 Paraden von Philipp Grubauer für Seattle), Buffalo - Philadelphia 5:2, Los Angeles - Las Vegas 2:3 n.V.
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