Kari Jalonen und die Kölner Haie sind DEL-Spitzenreiter.
Foto: City-Press
Zwei bayerische Derbys stehen am 41. Spieltag der PENNY DEL auf dem Spielplan. Die Nürnberg Ice Tigers begrüßen den EHC Red Bull München. Der Münchner sind in Franken nicht gerade ein gern gesehener Gast: In neun der jüngsten 14 Auftritte ließ der EHC maximal zwei Tore zu. Nürnberg, das um die Playoffs kämpft und ligaweit die wenigsten Punkte in den vergangenen zehn Spielen holte, zeigte allerdings mit seinem Sieg in Mannheim am Freitag seine Wehrhaftigkeit gegen Spitzenteams. Die Straubing Tigers empfangen die Augsburger Panther, die drei Punkte hinter dem finalen Playoffplatz liegen. Die bisherigen drei Saisonvergleiche gingen an die Tigers, in 40 Gastspielen am Pulverturm gewann Augsburg 14 Mal.
Der Sonntag ist auch neben den Derbys für die Fans vielerorts anfahrtsfreundlich. Die Eisbären Berlin reisen zu den Grizzlys Wolfsburg, von denen sie zuletzt fast immer Zählbares mitnahmen. Zudem ist Liam Kirk derzeit nicht zu stoppen: Der Eisbären-Stürmer hat zehn Spiele in Folge getroffen und somit die DEL-Bestmarken von Jürgen Rumrich und Sergej Berezin eingestellt.
Apropos Rekord: Die Iserlohn Roosters sind bei den Kölner Haien zu Gast, die mit 13 Siegen in Folge am Freitag ihren Clubbestwert einstellen und noch zwei Siege vom bestehenden DEL-Rekord entfernt sind (Mannheim 2001/2002). „Köln ist gerade auf einem anderen Level“, sagte Roosters-Trainer Stefan Nyman im Vorausblick, „das wird für uns eine Herausforderung.“ Allerdings ist seine Truppe ebenfalls gut ins Laufen gekommen und die viertbeste Mannschaft der vorigen zehn Partien. Der ERC Ingolstadt tritt bei den Löwen Frankfurt an – und an das vorige Gastspiel haben die Panther eine gute Erinnerung, sie stellten mit 8:0 ihren höchsten DEL-Auswärtssieg auf. Kenny Agostino waren damals zwei Tore und eine Vorlage gelungen.
Nur in zwei Partien des Sonntags sammeln die Gästefans richtig Kilometer: Die Adler Mannheim müssen bei den Dresdner Eislöwen ran – den bisher einzigen DEL-Auftritt bei den Sachsen gewannen die Mannheimer mit 3:0. Die Schwenninger Wild Wings treten im Abendspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven an. Die Vorzeichen stehen nicht gut: An der Nordseeküste gab es für die Wild Wings seit sechs Spielen keinen Sieg und selbst Kari Jalonen, Trainer von Spitzenreiter Köln, zollte den Pinguins trotz des Sieges Tribut: „Sie haben zuletzt gut gespielt, gerade in der Art ihres Forechecks. Wir hatten uns darauf vorbereitet, aber konnten den Forecheck das ganze Spiel nicht durchbrechen.“ Ligaweit fing sich kein Team in den vorigen zehn Spielen mehr Gegentore als Schwenningen (durchschnittlich 3,9 pro Spiel). Wobei die Statistik nicht alles erzählt: Vor dem 3:5 am Donnerstag gegen Berlin hatten die Wild Wings drei Siege in Folge gelandet und dabei enge Spiele für sich entschieden.
Martin Wimösterer
| 14:00 | Nürnberg | - | München | 2.95 | | | 4.10 | | | 2.05 | ||||
| 14:00 | Frankfurt | - | Ingolstadt | 4.40 | | | 4.70 | | | 1.60 | ||||
| 14:00 | Wolfsburg | - | Berlin | 2.65 | | | 4.00 | | | 2.25 | ||||
| 16:30 | Köln | - | Iserlohn | 1.40 | | | 5.50 | | | 6.25 | ||||
| 16:30 | Dresden | - | Mannheim | 5.75 | | | 5.00 | | | 1.45 | ||||
| 16:30 | Straubing | - | Augsburg | 1.55 | | | 4.70 | | | 4.60 | ||||
| 19:00 | Bremerhaven | - | Schwenningen | 1.80 | | | 4.20 | | | 3.60 |
(Stand: 17.01.2026, 17.53 Uhr)