Fanproteste wegen der fehlenden Kommunikation zur Lage der Falken gab es in Heilbronn schon die ganze Saison über. Nun hat der Club Insolvenz angemeldet.
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Die Gerüchte und Spekulationen waren in den vergangenen Tagen immer lauter, der Unmut der Fans immer größer geworden – nun ist es traurige Gewissheit für alle, die es mit den Heilbronner Falken halten. Der Süd-Oberligist ist zahlungsunfähig und hat, wie nun am Mittwochabend bekannt wurde, den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Heilbronn gestellt. Es ist bereits das dritte mal in der Historie des Standorts, dass die dortige Profi-Mannschaft dieses Schicksal ereilt.
Den größten Grund für die Insolvenz sollen die finanziellen Altlasten aus den verganenen Jahren darstellen, die teilweise noch aus der Zeit der Corona-Pandemie stammen. Dies hatte der Verein seit der in erster Instanz verweigerten Oberliga-Lizenz im vergangen Sommer immer wieder so angegeben. Viel mehr Informationen gab es von den Verantwortlichen nach außen seither jedoch nicht, was bekanntlich – in den vergangenen Wochen vermehrt – in Wut und Protesten der Fans endete (Eishockey NEWS berichtete). Auch zum Insolvenzantrag, von dem die Heilbronner Stimme berichtet, hat sich der Club bisher (Stand 28. Januar, 18 Uhr) nicht geäußert.
Wie genau die wirtschaftliche und sportliche Zukunft der Falken aussehen kann, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Auf eine Anfrage von Eishockey NEWS an den Deutschen Eishockey-Bund gab es bisher ebenso noch keine Rückmeldung. Fest steht, dass die Falken sich nun einem Insolvenzverfahren stellen müssen.