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Samstag, 7. Februar 2026

Zweiter Turnierauftritt in Mailand Viel Zug zum Tor bewiesen: DEB-Frauen besiegen Japan dank starker Paradereihe mit 5:2

Laura Kluge trifft in dieser Szene zum zwischenzeitlichen 5:0 für die DEB-Frauen, die den Härtetest am Samstagmittag gegen Japan mit Bravour meisterten.
Foto: City-Press

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat mit einem 5:2-Sieg über Japan am Samstagmittag einen großen Schritt in Richtung Viertelfinaleinzug bei den Olympischen Winterspielen in Mailand gemacht. Ein Blitztor von Kapitänin Daria Gleißner nach nur 44 Sekunden und insgesamt fünf Treffer bis zur 31. Minute sorgten schnell für einen sehr beruhigenden 5:0-Vorsprung – und für klare Verhältnisse im Duell mit der Mannschaft, die vor einer Woche in Peiting beim letzten Test vor den Spielen noch mit 3:2 nach Verlängerung gegen die DEB-Auswahl triumphiert hatte. Diesmal jedoch war insbesondere die deutsche Paradereihe um Laura Kluge (ein Tor, drei Vorlagen), Nicola Hadraschek-Eisenschmid (zwei Treffer, ein Assist) und Emily Nix (Tor plus Vorlage) eine Nummer zu groß für die Japanerinnen. 

Im Vergleich zum Auftaktspiel fehlte in der offiziellen Aufstellung von Bundestrainer Jeff MacLeod einzig Katharina Häckelsmiller vom ERC Ingolstadt, die aber schon beim 1:4-Auftakt gegen Schweden keine Sekunde Eiszeit erhielt. Die deutsche Mannschaft erwischte vor der schönen Kulisse von 3.777 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena einen noch besseren Start als gegen die Skandinavierinnen – und führte nach nur 44 gespielten Sekunden: Kapitänin Daria Gleißner ging im wahrsten Sinne des Wortes voran und tauchte direkt vor dem japanischen Gehäuse auf, wo sie einen Abpraller nach Schuss von Luisa Welcke recht problemlos verwerten konnte. Zwar steckten die Japanerinnen den frühen Rückschlag relativ gut weg und versuchten selbst, Offensive zu kreieren. Doch mit dem zweiten gefährlichen Angriff in der neunten Spielminute erhöhte die DEB-Auswahl auf 2:0. Schweden-Legionärin Emily Nix (Frölunda Göteborg) krönte ihre feine Einzelleistung über linksaußen mit einem Treffer, nachdem sie Japans Torhüterin Miyuu Masuhara mit ihrer Geduld gekonnt aus der Position gebracht hat.

Das 2:0 tat der deutschen Mannschaft sichtlich gut: Aus dem Slot erhöhte Nicola Hadraschek-Eisenschmid noch im ersten Drittel auf 3:0 für die DEB-Auswahl. Und auch der Start in den zweiten Abschnitt gehörte dem deutschen Team, das im Vergleich zur Auftaktpartie gegen Schweden diesmal deutlich mehr Zug zum Tor des Gegners aufs Eis bringen konnte. So sah zunächst Japans zum Mittelabschnitt eingewechselte Schlussfrau Riko Kawaguchi beim 4:0 durch Hadraschek-Eisenschmid unglücklich aus: Von ihren Schonern sprang die Scheibe in hohem Bogen über sie hinweg ins Gehäuse. Beim 5:0 des DEB-Teams durch PWHL-Stürmerin Laura Kluge in der 31. Minute nach einem Zwei-auf-eins-Konter war Kawaguchi dann machtlos. Viel deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen Kantersieg im zweiten Turnierspiel hin. Doch in den Schlussminuten des zweiten Abschnitts schnupperten die Japanerinnen durch zwei Treffer innerhalb von nur 22 Sekunden dann doch noch einmal Morgenluft. Mei Miura und Yumeka Wajima brachten Japan per Doppelschlag zurück ins Spiel – mit einem Powerplay-Treffer und einem starken Wechsel nach dem eigenen Tor.

So ging es mit dem Stand von 5:2 für Deutschland ins Schlussdrittel, in dem die gute DEB-Torhüterin Sandra Abstreiter (Montreal/PWHL) durchaus noch mehrfach gefordert wurde und ihre Aufgaben souverän meisterte. Entlastungsangriffe der DEB-Frauen gab es zwar immer mal wieder, von der Überlegenheit der ersten Hälfte des Spiels war aber nicht mehr so viel übrig. Und deshalb fielen bis zum Ende auch keine weiteren Treffer mehr. Weiter im Programm geht es für Deutschland beim Frauenturnier am Montagnachmittag (16:40 Uhr) gegen die bisher sieglosen Französinnen. Mit einem Erfolg in dieser Partie könnten die deutschen Frauen den Viertelfinaleinzug bereits so gut wie perfekt machen. Frankreich ist am Sonntagnachmittag im Übrigen noch gegen Schweden gefordert.

Aus Mailand von den Olympischen Spielen berichtet Sebastian Groß

Das Spiel in der Statistik: (1 Einträge)

 

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Notizen

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  • Verteidiger Pascal Widmann und Angreifer Philipp Nuss von der U20 der Bietigheim Steelers erhalten eine Förderlizenz für die Heilbronner Falken (Oberliga Süd) und können damit im weiteren Saisonverlauf für den Club zum Einsatz kommen.
  • gestern
  • Die Erding Gladiators und Verteidiger Moritz Köttstorfer gehen getrennte Wege. Köttstorferkam mit der Bitte auf die Gladiators zu, den Verein verlassen zu können. Er schloss sich im Oktober den Gladiators an und absolvierte 30 Spiele, in denen er ein Tor und fünf Assists verbuchte.
  • gestern
  • Neue Anfangszeit für das Spiel der Zwischenrunde Gruppe 2 in der Oberliga Nord: Die Begegnung zwischen Herford und Leipzig beginnt am kommenden Sonntag bereits um 18 Uhr und nicht um 18.30 Uhr.
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  • Jannik Herm vom Süd-Oberligisten Stuttgart Rebels erhält für seinen Check gegen den Kopf- und Nackenbereich seines Gegenspielers im Spiel gegen Bayreuth vom 1. Februar ein Spiel Sperre und eine Geldstrafe. Er fehlt den Rebels somit im Spiel am Freitag beim EV Füssen.
  • vor 2 Tagen
  • Förderlizenz für Moritz Kukuk: Der 20 Jahre alte Verteidiger der Düsseldorfer EG (DEL2) kann auch per Zweitspielrecht für die Hannover Scorpions in der Oberliga-Nord auflaufen.
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