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Sonntag, 15. Februar 2026

Die Stimmen zum Viertelfinal-Aus Laura Kluge: „Am Ende fehlt uns Erfahrung und ein bisschen auch die Kaltschnäuzigkeit“

Ein Treffer gegen Olympia-Titelverteidiger Kanada ist für die DEB-Frauen durchaus eine Besonderheit und zeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.
Foto: City-Press

„Es war das erwartet schwere Spiel“, fasste Deutschlands Turnier-Top-Scorerin Laura Kluge die 1:5-Viertelfinalniederlage der DEB-Frauen gegen Kanada am Samstagabend zusammen. „Wir haben über kurze Strecken gezeigt, dass wir mit ihnen mithalten können“, freute sich die Angreiferin der Boston Fleet aus der nordamerikanischen PWHL, stellte aber auch klar: „Am Ende fehlt uns Erfahrung und auch ein bisschen die Kaltschnäuzigkeit.“ Und so endete die Reise der deutschen Frauen-Mannschaft in Mailand in der Runde der besten Acht nicht ganz unerwartet. „Wir haben im ganzen Turnier gezeigt, dass wir nicht zu Unrecht im Viertelfinale stehen“, so Kluge, und weiter: „Nach oben fehlt noch ein bisschen, aber das war eigentlich auch ein wenig zu erwarten.“

Aus dem Duell mit Olympia-Titelverteidiger Kanada könne man dennoch viel Positives für die Zukunft mitnehmen, meinte die 29-Jährige: „Das war aus meiner Sicht das engste Spiel, das wir bislang gegen Kanada hatten. Und ich glaube, wir haben noch nie ein Tor gegen sie geschossen. Das ist ein positives Zeichen, dass wir in die richtige Richtung gehen.“ Ganz ähnlich bewertete Bundestrainer Jeff MacLeod den Auftritt seiner Auswahl bei den Spielen in Mailand: „Es war sehr wichtig für uns, hier dabei zu sein und zu lernen. Olympia holt das Beste aus den Spielerinnen und den Teams heraus, die hier antreten.“ Auch bei Christian Künast, DEB-Vorstand Sport, überwog der Stolz klar die Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus gegen die Ahornblätter: „Ich bin sehr zufrieden – mit dem Viertelfinale und auch in der Endabrechnung mit dem siebten Platz. Die Spielerinnen haben gezeigt, dass sie hierher gehören. Und wir sind nicht so weit weg von den Großen, wie wir es vielleicht vor fünf, sechs oder sieben Jahren noch waren.“

Die herausragende Bühne und Chance, die sich für die deutsche Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft nach zwölf Jahren Olympia-Abwesenheit bot, konnte man gut wahrnehmen, so Kluge: „Wir haben durch das Turnier sehr viel Aufmerksamkeit bekommen und diese auch relativ positiv genutzt, um Werbung für das deutsche Frauen-Eishockey zu machen.“ Für das Team geht es am Montag zurück in die Heimat, zuvor werden die DEB-Frauen am Sonntagabend noch den Männern bei deren Duell mit den USA die Daumen drücken (21:10 Uhr, live im ZDF und bei Eurosport). Danach geht es zurück nach Deutschland. „Manche fliegen von hier aus zurück und manche fahren mit dem Bus zurück nach Füssen“, so DEB-Stürmerin Celina Haider, die im Viertelfinale genau wie der Rest der deutschen Mannschaft gegen einen schier übermächtigen Gegner noch einmal eine sehr starke Leistung bot, zu den Rückreiseplänen.  

Was nun nötig ist, um die nächsten Schritt als Frauen-Eishockey-Nationalteam zu machen? „Es würde helfen, wenn noch mehr Spielerinnen den Sprung in die PWHL schaffen, um dort täglich die Challenge zu haben, gegen die Top-Spielerinnen aller Nationen spielen zu können“, meinte Laura Kluge, die aktuell nur eine von drei (neben ihr noch Torhüterin Sandra Abstreiter und Verteidigerin Nina Jobst-Smith) deutschen Spielerinnen ist, die in der besten Frauen-Liga der Welt auflaufen. Bundestrainer MacLeod wünscht sich künftig mehr Vergleiche mit den Top-Nationen – in erster Linie mit Tschechien, der Schweiz, Finnland und Schweden, aber auch mit den Top Zwei, den USA und Kanada. „Wenn wir Glück haben, spielen wir einmal im Jahr gegen einen Gegner wie Kanada. Wir müssen öfter gegen diese Top-Nationen antreten. Für mich als deutscher Cheftrainer war es sogar mein allererstes Spiel gegen Kanada. Solche Partien geben uns eine Vorstellung davon, was wir noch zu tun haben“, so der 54-Jährige, der selbst Kanadier ist.

Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß
 

Der Spielplan und die Gruppen des Frauen-Turniers (16 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 2 Stunden
  • NHL in der Nacht: Die St. Louis Blues rücken immer näher an die Wild-Card-Plätze heran. Nach dem 6:2-Sieg (3:2, 2:0, 1:0) bei den Anaheim Ducks liegen sie nur nur drei Zähler zurück. Die Philadelphia Flyers landeten ebenso einen Auswärtssieg: Sie gewannen 4:1 bei den N.Y. Islanders (2:0, 1:1, 1:0).
  • vor 13 Stunden
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 20 Stunden
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • gestern
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 5 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
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