US-Assistenzkapitän Matthew Tkachuk (28) zeigt sich voller Repekt vor dem deutschen Team.
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Die Vorrunde des olympischen Eishockeyturniers der Männer befindet sich auf der Zielgeraden. In der Gruppe B sicherte sich die Slowakei bereits am Samstag auf kuriose Weise Rang eins, und auch in der Staffel A steht der Tabellenerste mit Goldfavorit Kanada nach zwei unter dem Strich überzeugenden Erfolgen über Tschechien sowie die Schweiz bereits fest. Die Tschechen und die Schweizer machen am Sonntag im direkten Duell (12.10 Uhr) Platz zwei unter sich aus, auf den direkten Viertelfinalplatz für den besten Gruppenzweiten haben beide Nationen nach dem finnischen Kantersieg gegen Italien aber keine realistische Chance mehr. Dennoch ist jeder Punkt für das Vorrundenabschlussranking aller zwölf Teams wichtig, da selbiges für die Paarungen der Viertelfinalqualifikationsrunde (Fünfter gegen Zwölfter, Sechster gegen Elfter etc.) und der Runde der letzten Acht maßgeblich ist. Auch für Gruppensieger Kanada und die bereits als Schlusslicht feststehenden Franzosen ist das letzte Vorrundenmatch (16.40 Uhr) also keineswegs bedeutungslos.
Für die Schweiz geht es zum Abschluss der Gruppenphase derweil auch darum, den richtigen Umgang mit dem Personalfiasko des 1:5 gegen Kanada zu finden. Bei der Niederlage fielen mit Kevin Fiala, Denis Malgin und Andrea Glauser gleich drei Leistungsträger verletzt aus – für den bereits am Unterschenkel operierten Starstürmer Fiala ist Olympia bereits beendet, während Malgin (Schulter) und Glauser (Verdacht auf Gehirnerschütterung) vorerst im Turnier verbleiben. Als Ersatz stehen Defender Tim Berni sowie Angreifer Simon Knak, beide bisher noch nicht eingesetzt, parat.
In der „deutschen“ Gruppe C fällt die Entscheidung um Rang eins unterdessen erst am Sonntagabend, den USA reicht ab 21.10 Uhr gegen die DEB-Auswahl gleichwohl ein einziger Punkt. „Sie haben Jungs, auf die du definitiv aufpassen musst – einen NHL-Goalie, einen Nummer-eins-Verteidiger und einige wirklich gute Stürmer. Deswegen bin ich mir sicher, dass sie uns ein gutes Spiel liefern werden“, sagt US-Angreifer Matthew Tkachuk voller Respekt über die deutsche Mannschaft, die nach der 3:4-Niederlage gegen Lettland gleichwohl krasser Außenseiter gegen die Vereinigten Staaten ist. Ein klassisches 50:50-Spiel steht dagegen zuvor (19.10 Uhr) zwischen Dänemark und den Letten auf dem Programm, wobei die punktlosen Dänen nur mit einem Erfolg nach regulärer Spielzeit noch die Chance haben, den letzten Tabellenplatz noch zu verlassen.
Zum Modus: Nach der Gruppenphase, in der pro Gruppe (A bis C) jeder gegen jeden spielt, sind die drei Gruppenersten und der beste Gruppenzweite automatisch für das Viertelfinale gesetzt. Die acht verbleibenden Mannschaften spielen in vier Qualifikationsduellen am Dienstag, den 17. Februar, die restlichen Teilnehmer des Viertelfinales aus, das am Mittwoch, 18. Februar, beginnt. Der Olympia-Sieger steht nach dem Endspiel am 22. Februar fest.