In der Gruppenphase musste sich die Schweiz um Top-Stürmerin Alina Müller (links) den Kanadierinnen (rechts Brianne Jenner) mit 0:4 geschlagen geben.
Foto: IMAGO / Xinhua
Am Montag ist bei den Olympischen Winterspielen spielfrei, was das Männerturnier betrifft, denn: Die beiden Halbfinalduelle (live im ZDF und bei Eurosport) der vier besten Frauen-Teams 2026 stehen an. Um 16:40 Uhr trifft Goldfavorit USA auf den Sieger der Gruppe B aus Schweden – damit begegnen sich die beiden Gruppenersten der Vorrunde. Und um 21:10 Uhr abends tragen die Kanadierinnen und das Team aus der Schweiz das zweite Halbfinalspiel aus. Auch hier sind die Rollen klar verteilt. Alles andere als ein Erfolg für den Olympia-Titelverteidiger aus der Mutternation des Eishockeys wäre eine Sensation, obwohl Kanada im Turnierverlauf nicht durchgehend zu überzeugen wusste und auch beim 4:0-Erfolg über die Schweiz in der Gruppenphase erst spät ins Rollen kam. Die Schweizer Schlussfrau Andrea Brändli, die bereits im Viertelfinale die Stümerinnen aus Finnland zur Verzweiflung gebracht hat (Endstand 1:0), wird am Montag versuchen, ihr Team so lange wie möglich im Spiel zu halten.
Das Duell zwischen den USA und Schweden ist derweil so spannend, weil beide Teams im bisherigen Turnierverlauf noch nicht aufeinander getroffen sind. Die US-Amerikanerinnen sind ohne Frage die Übermannschaft des Turniers, gewannen alle ihre fünf Partien bei einem Torverhältnis von insgesamt 26:1! Die Schwedinnen überzeugten ebenso, marschierten durch die Außenseiter-Gruppe B mit 18:2 Treffern und vier Siegen, um dann anschließend Tschechien mit einem 2:0-Erfolg im Viertelfinale auszuschalten. Auch die schwedische Torfrau Ebba Svensson Träff hat das Potenzial, ihre Gegner in die Verzweiflung zu treiben – und hielt bereits zweimal zu null. Das Spiel um Platz drei (14:40 Uhr) und das Finale der Frauen (19:10 Uhr) finden dann jeweils am Donnerstag (19. Februar) statt.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß