Auch der Nachwuchs der Eisbären Berlin hat die Zertifizierung „5 Sterne plus“ erhalten.
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Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), die Deutsche Eishockey Liga (PENNY DEL) und die DEL2 haben am Donnerstag ihre Vereins-Zertifizierungen im Rahmen des so genannten 5-Sterne-Nachwuchsprogramms abgeschlossen und die Clubs über ihre jeweiligen Ergebnisse informiert. In der aktuellen Saison haben zehn Clubs aus den drei Ligen die Bewertung „5 Sterne“ oder „5 Sterne plus“ erhalten, im Vorjahr waren es weniger Clubs.
In der PENNY DEL sind es in diesem Jahr mit den Eisbären Berlin, den Dresdner Eislöwen, den Kölner Haien, den Adlern Mannheim und diesmal wieder den Iserlohn Roosters fünf Clubs mit einer „5-Sterne-Plus“-Bewertung. Dazu kommen noch die Augsburger Panther und Schwenninger Wild Wings mit fünf Sternen.
Anders als die restlichen Ligen gibt die DEL die genauen Zuteilungen der Sterne bekannt. 4 Sterne haben Frankfurt, Ingolstadt, München, Nürnberg und Wolfsburg erhalten, drei Sterne gibt es für Bremerhaven und Straubing. Die Tigers und auch Ingolstadt sind in der Bewertung abgerutscht.
Im Vorjahr gab es in der DEL2 erstmals eine „5-Sterne-Plus“-Bewertung (damals für den späteren Aufsteiger Dresden, der seine Bewertung halten konnte), in diesem Jahr erhalten mit dem EV Landshut und der Düsseldorfer EG gleich zwei Vereine diese Auszeichnung. In der Oberliga hat der EC Bad Tölz fünf Sterne erhalten.
„Die Vereine haben erneut große Anstrengungen unternommen, um die Bedingungen zur Spielerentwicklung vor Ort weiter zu verbessern“, sagt DEB-Cheftrainer Talententwicklung und Vereinsbetreuung Florian Ondruschka. „Uns ist bewusst, dass insbesondere viele kleine Vereine vor großen Herausforderungen stehen, um sich zu nachhaltigen und stabilen Standorten zu entwickeln, die eine gute Ausbildung für unsere Kinder gewährleisten.“
Im Sterneprogramm wird seit 2015 die Nachwuchsarbeit der deutschen Eishockeyvereine zertifiziert. Nach Kriterien wie zum Beispiel Eiszeiten, hauptamtlichen Trainerinnen und Trainern oder attraktiven Angeboten zum Kennenlernen des Eishockeysports werden die Standorte bewertet und erhalten dann dementsprechende Summen als Ausbildungsentschädigungen.
Die Verantwortlichen teilten außerdem mit, dass die neu geschaffene Position des „Head of Coaches“ „in vielen Nachwuchsabteilungen strukturelle Anpassungen nach sich ziehen“ werde. Ziel sei es, die Nachwuchsarbeit weiter zu professionalisieren und für Entlastung der Mannschaftstrainer zu sorgen. „Die Trainerentwicklung in den Vereinen soll vorangetrieben sowie die inhaltliche Stringenz in der Ausbildung sichergestellt werden.“ Die Einführung von Vollzeittrainern im Startbereich (U11 und jünger) werde viele kleinere Vereine vor Herausforderungen stellen.