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Sonntag, 26. Mai 2024

WM-Finale in Prag Pastrnaks goldener Schuss und Dostals Shutout: Tschechien krönt sich mit 2:0-Sieg gegen die Schweiz zum Weltmeister im eigenen Land

Jubel auf den Knien: Tschechiens David Pastrnak nach seinem 1:0 im WM-Finale.
Foto: IMAGO / justpictures.ch

Am Ende war er zum wichtigsten Zeitpunkt zur Stelle. Nachdem der erst gegen zum Schluss der Vorrunde zum Team gestoßene NHL-Superstar David Pastrnak in seinen ersten drei WM-Spielen ohne Scorer-Punkt geblieben war, schoss der Stürmer am Sonntag Tschechien beim Finale in Prag zum Titel. Ein einstudierter Spielzug nach einem Bullygewinn entschied in der 50. Minute das ausgeglichene und bis dahin torlose Endspiel gegen die Schweiz zugunsten der WM-Gastgeber. Pastrnak hämmerte einen Querpass von Tomas Kundratek unhaltbar in die Maschen. 19 Sekunden vor Ende sorgte David Kämpf mit einem Empty-Net-Goal für den 2:0-Endstand. Tschechien ist damit zum siebten Mal – und zum ersten Mal seit 2010 – Weltmeister. Rechnet man die Titel als Tschechoslowakei mit, ist es der 13. WM-Titel für die Tschechen. Die Schweiz verlor auch das vierte Finale bei einer Weltmeisterschaft, wie zuletzt 2018 in Dänemark.

Beide Mannschaften lieferten sich im Spiel um Gold einen Abnutzungskampf auf hohem Niveau. Tschechien besaß vor 17.413 Zuschauern im ersten Drittel leichtes Oberwasser, doch danach lieferten sich die Teams ein intensives, schnelles und hartes Duell auf Augenhöhe. Chancen zur Führung hatten sich sowohl für Tschechien und die Schweiz schon in den ersten 40 Minuten geboten, aber entweder standen die beiden fehlerlosen Torhüter Lukas Dostal und Leonardo Genoni im Weg – oder der Pfosten verhinderte einen Treffer. Ehe Pastrnak schließlich im Schlussdrittel ein ganzes Land in den Freudentaumel versetzte.

Zumindest die größte Individualauszeichnung des Turniers ging aber an einen Schweizer. Stürmer Kevin Fiala wurde zum wertvollsten Spieler der WM gewählt. Mit sieben Toren und sechs Assists war der NHL-Profi hinter dem Amerikaner Matt Boldy der zweitbeste Scorer. Ins All-Star-Team wurden von den Medienvertretern neben Fiala auch Dostal, die Verteidiger Roman Josi (Schweiz) und Erik Karlsson (Schweden) sowie die Angreifer Dylan Cozens (Kanada) und Roman Cervenka (Tschechien) gewählt. Das Top-Trio des IIHF-Direktorats waren Dostal, Josi und Fiala.

Tschechien holte beim Heimturnier aber nicht nur den WM-Titel, sondern stellte auch einen neuen Zuschauerrekord auf. 797.727 Besucher kamen zu den Partien in Prag und Ostrava. Die Tschechen übertrafen damit die eigene Bestmarke von 2015. Vor neun Jahren waren 741.690 Fans zu den Spielen geströmt.

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 4 Stunden
  • Hernes Niklas Heyer wird aufgrund einer Verletzung nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen können.
  • vor 4 Stunden
  • Für Angreifer Michael Fomin von den Füchsen Duisburg (Oberliga Nord) ist die Saison aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich in Hannover zuzog, beendet.
  • vor 10 Stunden
  • Max Herzog fehlt den IceFighters Leipzig (Oberliga Nord) am Sonntag. Der 19 Jahre alte Stürmer ist nach der zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting automatisch für ein Spiel gesperrt.
  • vor 2 Tagen
  • Geschäftsführer Roland Schmid verlässt die Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) auf eigenen Wunsch und persönlichen Gründen. Alexander Fuchs, der während Schmids Amtszeit als weiterer Geschäftsführer in die Stuttgart Rebels Spielbetriebs-GmbH gekommen ist, wird die Geschicke nun allein weiter steuern.
  • vor 2 Tagen
  • Neues im Tor-Streit in der Oberliga Süd: Die Selber Wölfe haben ihren Widerspruch zurückgezogen, fordern aber eine bessere Aufarbeitung und fixe Videobeweis-Standards. Ein Tor in Deggendorf war nicht gegeben worden - ob den Unparteiischen ein funktionabler Videobeweis parat stand, bleibt unklar.
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