Anzeige
Mittwoch, 4. Dezember 2024

Die Champions Hockey League am Mittwoch 3:4-Niederlage nach 3:0-Führung: Eisbären Berlin verspielen gute Ausgangsposition im Viertelfinalhinspiel gegen die ZSC Lions

Eisbären-Keeper Jonas Stettmer ist geschlagen: Sven Andrighetto hat soeben per Powerplay-Direktabnahme für die ZSC Lions auf 2:3 verkürzt. Es sollte nicht der letzte Gegentreffer für die Berliner Gastgeber bleiben.
Foto: City-Press

Nach der Bremerhavener 0:4-Niederlage in Genf am Dienstag erlebte am Mittwoch auch der zweite deutsche CHL-Viertelfinalist einen schmerzhaften Hinspiel-Abend: Die Eisbären Berlin führten im Heimspiel gegen die ZSC Lions bereits mit 3:0, verloren Mitte des zweiten Durchgangs jedoch den Faden und unterlagen dem Schweizer Meister aus Zürich noch mit 3:4 (1:0, 2:2, 0:2). Die Viertelfinalrückspiele am 17. Dezember werden somit für beide Mannschaften aus der PENNY DEL zur Herkulesaufgabe.

Vor etwas mehr als 5.000 Zuschauern in der Uber Arena lief es für die ohne den verletzten Kapitän Kai Wissmann und mit Backup Jonas Stettmer zwischen den Pfosten angetretenen Eisbären in der ersten Hälfte der Partie nahezu perfekt. Mit viel Aggressivität und Zweikampfstärke bremste das Team von Head Coach Serge Aubin die spielerische Extraklasse der ZSC Lions hin, hinzu kam eine hohe Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse. Und so führten die Eisbären in einem enorm temporeichen Duell wenige Minuten nach dem Beginn des zweiten Drittels plötzlich mit 3:0, nachdem Gabriel Fontaine sowie Lean Bergmann für einen Doppelschlag gesorgt hatten.

Mit dem 1:3 durch Derek Grant bekam das Match allerdings ein völlig anderes Gesicht. Die ZSC Lions waren nun am Drücker – was auch an mehreren Berliner Strafzeiten lag. Eine davon nutzte Sven Andrighetto per wuchtiger Direktabnahme zum 2:3, und noch vor der Pause schnupperten die Schweizer sogar am Ausgleich. „Je länger das zweite Drittel ging, desto schlechter haben wir gespielt. Wir haben wieder angefangen, uns gegenseitig einzulullen und uns geil zu fühlen. Dementsprechend haben wir gleich zwei Scheißtore bekommen“, fand Bergmann im Pauseninterview bei MagentaSport deutliche Worte.

Das Match in der Statistik (1 Einträge)

 

 

Doch trotz der klaren Analyse bekamen der Nationalstürmer und seine Kollegen das Geschehen auch im Schlussabschnitt nicht mehr zurück unter Kontrolle. So hatten die Eisbären zwar den einen oder anderen vielversprechenden Konter, um ihren Vorsprung wieder auf zwei Tore zu vergrößern, doch spielbestimmend blieben wie in den zweiten zehn Minuten des mittleren Durchgangs die ZSC Lions. Und obwohl es für die Mannschaft von Ex-NHL-Trainer Marc Crawford nicht zwingend an hochkarätigen Chancen wimmelte, wurde das Comeback – auch dank einer Portion Scheibenglück – vollendet: Dean Kukans Schlenzer bahnte sich seinen Weg durch viel Verkehr zum 3:3, ehe Jesper Frödén exakt vier Minuten vor dem Ende in einen Querpass des starken Juho Lammikko rutschte und den Puck mit seinem Bein zum 4:3-Endstand über die Linie drückte.

„Wir haben 30 Minuten lang ein sehr gutes Spiel gemacht, schnell und geradlinig nach vorne gespielt, waren stark im Forechecking und in den Zweikämpfen. Aber nach dem ersten Gegentor sind wir davon abgekommen“, resümierte Eisbären-Assistenzcoach André Rankel nach der Schlusssirene bei MagentaSport. „Wir haben ein, zwei blöde Fehler gemacht, die zu Gegentoren geführt haben. So haben wir die Zürcher zurück ins Spiel kommen lassen.“

Stefan Wasmer


Anzeige
Anzeige

Notizen

  • vor 2 Stunden
  • Der ERC Ingolstadt stellt sich im Athletikbereich neu auf. Matthias Klein vom Therapiezentrum in Mailing arbeitet künftig als „Head of Performance“ für den Club aus der PENNY DEL. Kán Liebscher wird neuer Athletik-Trainer.
  • vor 5 Stunden
  • Die Straubing Tigers nehmen 2025 erstmals am Vinschgau Cup teil. Neben den Niederbayern sind Gastgeber ERC Ingolstadt (amtierender Titelverteidiger) sowie die ZSC Lions aus Zürich (amtierender Schweizer Meister und diesjähriger CHL-Sieger) gesetzt. Ein viertes Team wird in Kürze bekanntgegeben.
  • vor 5 Stunden
  • Zum ersten Mal werden Ende August vier Teams aus der PENNY DEL am traditionellen Eishockey-Vorbereitungsturnier der Dresdner Eislöwen teilnehmen. Neben den Eislöwen als DEL-Aufsteiger werden die Löwen Frankfurt, Grizzlys Wolfsburg und die Straubing Tigers dabei sein.
  • [mehr]
  • gestern
  • Neuer Club für Jérémy Beaudry. Den kanadischen Verteidiger, in der vergangenen Saison für die Lausitzer Füchse in der DEL2 aktiv (51 Einsätze, acht Tore, 16 Vorlagen), zieht es in die französische Ligue Magnus nach Bordeaux.
  • vor 2 Tagen
  • Die Düsseldorfer EG, Absteiger in die DEL2, besetzt die Teammanager-Stelle mit Jasmin Zwetz. Die 29-Jährige war zuletzt in der Hotel-Branche tätig.
Anzeige

Die Eishockey NEWS-App

Lesen Sie jetzt alles über die schnellste Mannschaftssportart der Welt auf Ihrem Tablet oder Smartphone. Alle deutschen Ligen, die NHL und die europäischen Clubs finden Sie auf einen Klick. Mit allen Artikeln und Bildern.