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Mittwoch, 28. Januar 2026

Oberligist zahlungsunfähig: Heilbronner Falken stellen Insolvenzantrag – Finanzielle Altlasten für den Club nicht mehr zu stemmen

Fanproteste wegen der fehlenden Kommunikation zur Lage der Falken gab es in Heilbronn schon die ganze Saison über. Nun hat der Club Insolvenz angemeldet.
Foto: seventyfour.studio

Die Gerüchte und Spekulationen waren in den vergangenen Tagen immer lauter, der Unmut der Fans immer größer geworden – nun ist es traurige Gewissheit für alle, die es mit den Heilbronner Falken halten. Der Süd-Oberligist ist zahlungsunfähig und hat, wie nun am Mittwochabend bekannt wurde, den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Heilbronn gestellt. Es ist bereits das dritte mal in der Historie des Standorts, dass die dortige Profi-Mannschaft dieses Schicksal ereilt.

Den größten Grund für die Insolvenz sollen die finanziellen Altlasten aus den verganenen Jahren darstellen, die teilweise noch aus der Zeit der Corona-Pandemie stammen. Dies hatte der Verein seit der in erster Instanz verweigerten Oberliga-Lizenz im vergangen Sommer immer wieder so angegeben. Viel mehr Informationen gab es von den Verantwortlichen nach außen seither jedoch nicht, was bekanntlich – in den vergangenen Wochen vermehrt – in Wut und Protesten der Fans endete (Eishockey NEWS berichtete). Auch zum Insolvenzantrag, von dem die Heilbronner Stimme berichtet, hat sich der Club bisher (Stand 28. Januar, 18 Uhr) nicht geäußert.

Wie genau die wirtschaftliche und sportliche Zukunft der Falken aussehen kann, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Auf eine Anfrage von Eishockey NEWS an den Deutschen Eishockey-Bund gab es am Mittwoch zunächst noch keine Rückmeldung.

Update: Der DEB vermeldete schließlich am Donnerstag, man stehe „in kontinuierlichem Austausch mit den Heilbronner Falken und allen Beteiligten, um die nächsten Schritte engmaschig zu begleiten und die daraus resultierenden Konsequenzen für den Spielbetrieb der Oberliga-Saison 2025/2026 festzustellen.“ Weitere Informationen sollen folgen, sobald es neue Erkenntnisse gibt. Mittlerweile ist bekannt, dass als Insolvenzverwalter Peter Röger, Rechtsanwalt von der PLUTA GmbH, eingesetzt wird. Roeger war auch für das Insolvenzverfahren der damaligen Bayreuth Tigers (heute onesto Tigers) verantwortlich gewesen.
 


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Notizen

  • gestern
  • Julius Ramoser muss zum Auftakt der ersten Playoffrunde zusehen. Der DEL-Disziplinarausschuss sperrte den Stürmer der Grizzlys Wolfsburg wegen eines Kniechecks zu Hauptrundenabschluss in Augsburg für ein Spiel. Dazu wird ihm eine Geldstrafe nicht genannter Höhe auferlegt.
  • vor 3 Tagen
  • Die deutsche Auswahl hat bei einem Paralympics-Comeback Platz sechs belegt. Im Spiel um Platz fünf unterlag das Team am Samstag gegen Italien trotz zweimaliger Führung mit 2:5. Drei Tore der Gastgeber im Schlussdrittel brachten die Entscheidung. Bernhard Hering erzielte beide deutschen Treffer.
  • vor 4 Tagen
  • NHL in der Nacht auf Samstag: Die Edmonton Oilers unterlagen bei den St. Louis Blues nach 2:0-Führung (eine Vorlage von Leon Draisaitl) mit 2:3 nach Verlängerung. Die New York Islanders unterlagen den Los Angeles Kings mit 2:3.
  • vor 5 Tagen
  • Die Rostock Piranhas haben den Vertrag mit ihrem bereits seit Anfang Februar beurlaubten Ex-Coach Lenny Soccio (58) nun „im gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Der deutsche Ex-Nationalstürmer hatte den Nord-Oberligisten mehr als drei Jahre lang trainiert.
  • vor 5 Tagen
  • Tom Geischeimer von den Hammer Eisbären wurde für sechs Spiele gesperrt und erhält zudem eine Geldstrafe. Geischeimer hatte im ersten Playoff-Spiel der Eisbären gegen die Tölzer Löwen am vergangenen Sonntag seinen Gegenspieler mit einem harten Check gegen den Kopf- und Nackenbereich getroffen.
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