Bei der Frauen-WM 2025 bezwang Kanada die finnische Auswahl zweimal – mit 5:0 in der Vorrunde und mit 8:1 im Halbfinale.
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Wie gut haben die Kanadierinnen die doch heftige 0:5-Abreibung am Dienstagabend gegen die USA verdaut? Das wird die spannende Frage sein, die nur die Mutternation des Eishockeys selbst am Donnerstagnachmittag im Duell mit Team Suomi beantworten kann. Ohne ihre verletzte Kapitänin Marie-Philip Poulin war das kanadische Team im Gipfeltreffen der Gruppe A am Dienstag chancenlos. Und so steht – zumindest rechnerisch – im Vergleich mit Finnland am Donnerstag der zweite Gruppenplatz der Kanadierinnen auf dem Spiel. Poulin, die wegen einer Unterkörperverletzung aus dem Tschechien-Spiel in der Partie gegen die USA hatte zuschauen müssen, soll nach Möglichkeit im Turnierverlauf wieder zurückkehren. „Ich bin mir nicht sicher, ob sie bereits gegen Finnland zurückkommt, aber wir erwarten, das wir sie nochmal sehen“, sagte Kanadas Coach Troy Ryan gegenüber Sportsnet.
Für die deutsche Frauen-Auswahl hat das letzte Duell der Gruppenphase zwischen Kanada und Finnland auch eine besondere Bedeutung – immerhin wird in diesem Nachholspiel des ersten Turnierspieltags nun noch entschieden, wer der deutsche Viertelfinalgegner am Samstag ist. Sollte Kanada mindestens einen Punkt holen, bekommt es die DEB-Mannschaft um 16:40 Uhr mit dem Olympia-Titelverteidiger zu tun. Gewinnt Finnland nach 60 Minuten, heißt der deutsche Konkurrent in der Runde der besten Acht Team Suomi (Spielbeginn wäre dann um 21:10 Uhr am Samstag). So richtig verfolgen können die deutschen Frauen das Match jedoch nicht beziehungsweise nicht komplett, denn sie trainieren quasi leicht versetzt parallel in der Trainingshalle gleich neben der Milano Rho Ice Hockey Arena. Nach dem freien Mittwoch beginnt für das DEB-Team um die bisherige Turnier-Top-Scorerin Laura Kluge nun die Vorbereitung aufs Viertelfinale – und mit Ende der Trainingseinheit am Donnerstag wird dann auch der Gegner der DEB-Auswahl endlich feststehen.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß