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Montag, 16. Februar 2026

Klartext nach der Gruppenphase Nico Sturm vor Duell mit Frankreich: „Das wird ekelhaft, wir dürfen nicht in Schönheit sterben“

DEB-Stürmer Nico Sturm im Duell mit US-Kapitän Auston Matthews. Am Dienstag gegen Frankreich beginnt fürs deutsche Team das Kapitel: Siegen oder fliegen.
Foto: City-Press

Nach zwei Niederlagen aus den drei Partien der Gruppenphase nahmen die DEB-Spieler am Sonntagabend bei der Beurteilung der eigenen Vorrundenleistung kein Blatt vor den Mund. Die Stimmungslage nach der abschließenden 1:5-Niederlage gegen die USA in Mailand am Sonntagabend war angespannt. „Mir geht es, um ehrlich zu sein, ein bisschen auf den Keks, dass immer nur alle über die NHL-Spieler reden. Es interessiert keinen, wer wo spielt. Jeder muss seine Rolle annehmen. Wir sind eine Mannschaft“, sagte zum Beispiel Tim Stützle, der mit bereits vier Turniertreffern der mit Abstand erfolgreichste Angreifer der Mannschaft ist. 

Zufrieden ist mit den Auftritten in der Gruppenphase niemand im DEB-Lager, obwohl Platz zwei in der Gruppe C letztlich ein Ergebnis ist, mit dem man aus deutscher Sicht absolut leben kann. Durch den dänischen Erfolg über Lettland konnte das deutsche Team den schwierigeren Aufgaben in der Viertelfinalqualifikation am Dienstag aus dem Weg gehen. Frankreich war in der Gruppenphase das zweitschlechteste Team des Turniers, kassierte am Sonntagnachmittag gegen Kanada eine 2:10-Klatsche und hatte nach drei Spielen ein Torverhältnis von 5:20.

Dennoch warnt DEB-Stürmer Nico Sturm vor dem Duell mit den Franzosen: „Das wird ekelhaft. Wir dürfen auch nicht in Schönheit sterben, wenn wir weiterkommen wollen.“ Und sein Teamkollege Moritz Müller ging sogar noch einen Schritt weiter: „Man muss demütig genug sein, dass wir gegen jeden Gegner hier verlieren können. Ich glaube, das muss in die Köpfe rein. Die Grundtugenden, die uns immer ausgezeichnet haben, müssen einfach da sein. Egal, wie gut die Spieler sind.“ Dazu kommt, dass Frankreich im bisherigen Turnier zwar sowohl defensive als auch läuferische Defizite aufwies, doch gegen die Top-Nationen Tschechien und Kanada auch fünf eigene Treffer erzielte. Die Effizienz im Team um die ehemaligen DEL-Stürmer Sacha Treille und Anthony Rech stimmt, auch wenn mit Alexandre Texier (Montréal) nur ein einziger NHL-Profi im Kader der Franzosen steht.

Am Sonntag in der Analyse der Vorrunde war das deutsche Team aber ohnehin eher auf sich selbst fokussiert, wie Moritz Müller erklärte: „Ich glaube, dass im Vorfeld viel darüber gesprochen wurde, wie gut diese Mannschaft ist. Die besten Mannschaften, die ich bei Deutschland erlebt habe, das waren die 2018 und 2023 … und da muss diese Mannschaft erst mal hinkommen.“ Neben der richtigen Balance zwischen Offensive und Defensive müssen das Team und der Coaching Staff auch eine Eiszeitenverteilung finden, die der deutschen Mannschaft insgesamt weiterhilft, um eben als Team betrachtet den nächsten Schritt in ihrer Turnierentwicklung zu nehmen. 

Dazu am Sonntag Marc Michaelis, Kapitän der Adler Mannheim, der bisher die dritte Sturmreihe führt: „Wir müssen uns fügen und auch, wenn es nur ein kleiner Part ist, dann dazu beitragen, dass wir vielleicht einen Unterschied machen. Unsere Zeit kommt noch.“ Insgesamt hofft das DEB-Team, dass mit der K.-o.-Phase eine neue olympische Zeitrechnung beginnt. Im Prinzip zählt es ab sofort – und die Hürden auf dem Weg in ein mögliches Olympia-Halbfinale könnten deutlich größer sein als Frankreich und die Slowakei.

Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß
 

Die K.-o.-Phase im Überblick (5 Einträge)

 

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Notizen

  • vor 7 Stunden
  • Tim Lutz (25) hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau (DEL2) um ein Jahr verlängert. Der Angreifer konnte in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt lediglich in der Endphase vier Matches bestreiten und verzeichnete dabei einen Assist.
  • vor 14 Stunden
  • Die PENNY DEL hat die Anfangszeiten der möglichen Spiele 7 in den noch nicht entschiedenen Viertelfinalserien festgelegt. Der Showdown zwischen München und Ingolstadt am Ostermontag würde um 16.30 Uhr beginnen, der zwischen Straubing und Berlin um 19 Uhr.
  • gestern
  • Wojciech Stachowiak (26) ist nach seinem Trade in die Organisation der Detroit Red Wings weiter in Topform. Der Nationalstürmer verzeichnete am Mittwoch beim 5:0-Sieg der Grand Rapids Griffins in Rockford ein Tor sowie zwei Assists und steht nun bei sieben Punkten in den jüngsten drei Matches.
  • vor 5 Tagen
  • Stürmer Roman Zap wird die Höchstadt Alligators nach einer Saison verlassen. Das gab der Oberligist bekannt. Der 22-Jährige suche eine neue Herausforderung. In 56 Spielen erzielte Zap 15 Tore und verbuchte zudem 19 Assists.
  • vor 6 Tagen
  • Matthew Pistilli bleibt bei den Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) – und das gleich doppelt! Auch in der neuen Saison steht der 37-Jährige für das Team aus Baden-Württemberg auf dem Eis und geht gleichzeitig in sein zweites Jahr als Sportlicher Leiter des Clubs.
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