Die Düsseldorfer EG um Nicolas Geitner (links) ist am Sonntag in Weißwasser gefordert – für beide Clubs geht es noch um wichtige Punkte.
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Vor dem 52. DEL2-Spieltag stehen nur noch wenige Entscheidungen aus, besonders eine davon ist aber durchaus wichtig: Der sechste Tabellenplatz, der die direkte Viertelfinalqualifikation bedeutet, ist noch zu haben. Die Eisbären Regensburg (79 Punkte) müssen Rang sechs noch vor dem EV Landshut und den Lausitzer Füchsen (beide 76) behaupten. Diese beiden Clubs wollen wiederum – sollten die Eisbären in Ravensburg punkten und das Viertelfinale außer Reichweite bringen – mindestens das Pre-Playoff-Heimrecht vor der Düsseldorfer EG (74) behaupten. Landshut startet in den Dreikampf mit der besten Tordifferenz (+8), es folgen Regensburg (+6) und Weißwasser (-3).
Auch der Spielplan sorgt für eine besondere Konstellation: Weißwasser und Düsseldorf treffen am Sonntagnachmittag in der Oberlausitz aufeinander. Ohnehin ein besonderes Match für DEG-Legende Christof Kreutzer, der die Füchse trainiert – und mit Harry Lange auf seinen ehemaligen Co-Trainer aus gemeinsamer Zeit in Bad Nauheim (2018 bis 2020) trifft. Mutmacher für Düsseldorf dürfte der Blick auf die Auswärtstabelle sein. Dort befinden sich die Rot-Gelben mit 38 Punkten aus 25 Spielen auf Rang sechs, in der Heimtabelle steht der DEL-Absteiger nur auf Platz elf. „Es ist definitiv so, dass wir uns auswärts leichter tun als zu Hause. Das ist ein Fakt, den man nicht wegdiskutieren kann“, sagte Lange nach dem 6:4-Erfolg in Freiburg am Freitag und fügte an: „Unsere Heimbilanz muss natürlich schnell besser werden – sonst ist die Saison ganz schnell vorbei.“
Die Playoff-Ausgangslage: Während die Top-Drei-Teams aus Krefeld, Kassel und Rosenheim noch auf ihre Gegner warten müssen, kommt es im Viertelfinale zum Baden-Württemberg-Vergleich zwischen Ravensburg (4.) und Aufsteiger Bietigheim (5.). Da die Towerstars am Freitag mit einem 5:1-Erfolg in Weiden ihren Vier-Punkte-Vorsprung vor den Steelers wahrten, startet der amtierende Vizemeister mit Heimrecht in die Best-of-seven-Serie.
Die Playdown-Ausgangslage: Nach dem 51. Spieltag steht auch rechnerisch fest, dass Freiburg in der ersten Playdown-Runde auf Schlusslicht Kaufbeuren trifft. Nach aktuellem Stand (18 Punkte Vorsprung) würden die Wölfe für den Klassenerhalt nur drei Siege benötigen, der ESVK für den Seriengewinn vier. Sollte es Freiburg am Sonntag jedoch gelingen, den Vorsprung auf 21 Punkte auszubauen, würden sogar zwei Siege reichen. Die andere Serie zwischen Bad Nauheim und Weiden (aktuell punktgleich) wird im klassischen Best-of-seven-Modus ausgetragen. Am Sonntag geht es im Fernduell allerdings noch um das Heimrecht. Und: Durch Kaufbeurens Overtime-Niederlage in Crimmitschau am Freitag ist fix, dass die Joker auch in eine eventuelle zweite Playdown-Runde mit der Hypothek von nur drei erforderlichen Gegner-Siegen starten würden.
Tim Heß