Die Eisbären Regensburg gaben sich trotz eines schwachen zweiten Drittels nicht auf, mussten aber dennoch den Serienausgleich von Rosenheim hinnehmen.
Foto: Andreas Nickl
Der Mittwochabend im Viertelfinale der DEL2-Playoffs stand ganz im Zeichen der Serien-Ausgeglichenheit: Sowohl im Württemberg-Duell als auch in der Serie zwischen Regensburg und Rosenheim konnten die jeweils zurückliegenden Teams zurückschlagen und die Serien wieder offen gestalten. Während Ravensburg beim 4:3-Sieg in Bietigheim einmal mehr in der Verlängerung zuschlug, erspielte sich Rosenheim beim 7:4-Erfolg in Regensburg nach dem Marathonspiel vom Sonntag vor allem im zweiten Drittel eine beruhigende Führung.
Im Württemberg-Duell lieferten sich die Bietigheim Steelers und die Ravensburg Towerstars erneut ein intensives und enges Playoff-Spiel, das – bereits zum dritten Mal in dieser Serie – erst in der Verlängerung entschieden wurde. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh durch Cole Fonstad in Führung, doch Ravensburg antwortete noch im ersten Drittel durch Robbie Czarnik. Im Mittelabschnitt legten die Steelers nach: Pawel Dronia und Filip Reisnecker brachten Bietigheim zwischenzeitlich mit 3:1 in Front und sorgten für beste Stimmung in der EgeTrans Arena.
Doch die Towerstars bewiesen einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten. Noch vor der zweiten Pause verkürzte Erik Karlsson, ehe Nick Latta kurz nach dem Wiederbeginn den Ausgleich besorgte. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wobei sich Ravensburg besonders diszipliniert präsentierte und insgesamt lediglich zwei Strafzeiten kassierte. In der Verlängerung war es schließlich Alec Ahlroth, der nach 71 Minuten den entscheidenden Treffer erzielte und den Gästen den Sieg sicherte. Damit holten sich die Towerstars das Heimrecht zurück und glichen die Serie zum 2:2 aus.
In Regensburg zeigten die Starbulls Rosenheim die richtige Reaktion auf die Niederlage im Marathonspiel vom Sonntag und setzten sich mit einer starken Auswärtsleistung durch. Zwar gingen die Eisbären früh durch Samuel Payeur in Führung, doch im zweiten Drittel übernahmen die Gäste das Kommando. Innerhalb weniger Minuten drehten Lukas Laub, Lewis Zerter-Gossage und Charlie Sarault die Partie, ehe Scott Feser kurz vor der zweiten Pause nachlegte. Die Regensburger hatten dabei zusätzlich Pech, da dem 2:1-Führungstreffer der Starbulls eine übersehene Abseitsposition vorausging.
Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären noch einmal zurückzukommen und verkürzten durch Bryce Kindopp, doch Rosenheim behielt die Nerven. Luigi Calce stellte den alten Abstand wieder her, und auch auf weitere Regensburger Treffer fanden die Gäste stets die passende Antwort. Am Ende sorgte erneut Sarault mit seinem zweiten Tor des Abends für die Entscheidung. Trotz einer kämpferischen Leistung der Hausherren war der Auswärtssieg der Starbulls aufgrund eines starken zweiten Drittels und einer abgeklärten Schlussphase verdient. Die Partie endete mit einem unschönen Stockcheck gegen den Nacken/Hinterkopf von Regensburgs Aleandro Angaran 46 Sekunden vor der Sirene an Rosenheims Luigi Calce, der folgerichtig mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe geahndet wurde.
Sören Mundt