Überflieger: Findet Straubings Defensive ein Mittel gegen Berlins Star Ty Ronning?
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Die Kölner Haie schafften am Dienstag mit einem dramatischen Sieg in der dritten Verlängerung gegen Schwenningen als erstes Team den Sprung ins DEL-Halbfinale. Am Donnerstag können mit Mannheim und Berlin zwei Teams den Haien folgen. Für die Adler ist es der zweite Versuch, nachdem es in Bremerhaven in Spiel 4 nach den drei Auftaktsiegen ein deutliches 1:6 gab. „Die Höhe des Endergebnisses ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass wir in der Serie 3:1 führen“, gab sich Adler-Stürmer Matthias Plachta gelassen. Und Mannheims Trainer Dallas Eakins meinte: „Sie sind ein schwer zu schlagendes Team und uns war klar, dass wir nicht davon ausgehen können, glatt in vier Spielen durch zu sein. Die Pinguins sind gut gecoacht, spielen strukturiert. Man kommt selten ohne eine Niederlage durch die Playoffs.“ Verzichten muss Mannheim für den Rest der Playoffs auf Brendan O’Donnell. Der Stürmer zog sich bei Spiel 4 einen Kieferbruch zu und wurde bereits operiert. Stark präsentierte sich bei Bremerhaven, denen im achten Anlauf der erste Saisonsieg gegen die Adler gelang, Leon Hungerecker. Seit seiner Einwechslung in Spiel 3 hat der Torhüter in 110:03 Minuten nur zwei Gegentore kassiert – bei einer Fangquote von 95,5 Prozent.
Berlin kann in Straubing seine Playoff-Dominanz gegen die Tigers erneut unter Beweis stellen. In den bisherigen fünf Endrundenaufeinandertreffen kamen immer die Eisbären weiter. Nach dem desaströsen Start in Spiel 1 mit drei Gegentoren in 117 Sekunden hat sich der Titelverteidiger gefangen, seitdem in 238:03 Minuten nur noch sechs Treffer zugelassen. Bei den drei Erfolgen in Serie nach der Auftaktpleite glänzte Schlussmann Jonas Stettmer mit einem Gegentorschnitt von 1,33 und wehrte 96 von 100 Schüssen ab. Auch gegen Ty Ronning fand Straubing bislang kein Mittel. Für den Final-MVP und überragenden Spieler der vergangenen Saison stehen in der Endrunde schon wieder vier Tore und drei Assists zu Buche. Ein weiterer Unterschied: Powerplay und Penatly-Killing. Berlins Special-Teams-Quote beläuft sich bei den drei Siegen auf 125,6 Prozent, die von Straubing liegt bei verheerenden 74,4 Prozent. Eisbären-Trainer Serge Aubin sagte vor Spiel 5: „Wir wissen, dass der vierte Sieg in einer Serie immer der schwerste ist. Ich bin davon überzeugt, dass beide Teams leidenschaftliches und verzweifeltes Hockey spielen werden. Für uns gilt es, an die letzten Leistungen anzuknüpfen. Wir haben gut gespielt, vor allem in der Defensive.“
Die größte Brisanz liegt aber beim fünften Duell zwischen München und Ingolstadt nach dem völlig aus dem Ruder gelaufenen Spiel 4 am Dienstag, bei dem einige Spieler des EHC Red Bull komplett die Sicherungen durchbrannten. Am Mittwochabend sperrte die Liga unter anderem Fabio Wagner für sein übles Foul an Edwin Tropmann für den Rest der Playoffs.. Die juristische Prüfung laufe noch. Insgesamt gab es bei den ersten vier Partien 294 Strafminuten, darunter acht Fünf-Minuten-Strafen, fünf Disziplinarstrafen und vier Spieldauer-Disziplinarstrafen. Die vielen Fouls führten im Serienverlauf zu 13 Powerplay-Toren. Insgesamt fielen bereits 34 Tore, beide Mannschaften erzielten bei ihren jeweils zwei Siegen mindestens fünf Treffer. Auffällig ebenfalls: die Schusseffizienzen beider Mannschaften. Mit 14,7 Prozent (Ingolstadt) und 14,6 Prozent (München) liegen diese weit über dem Durchschnitt, die Fangquoten der vier auf beiden Seiten eingesetzten Torhüter dementsprechend weit darunter.
Spielbeginn bei allen drei Partien ist 19.30 Uhr. MagentaSport zeigt alle Spiele live und in der Konferenz. Im Free-TV überträgt DF1 die Begegnung zwischen Straubing und Berlin.
| 19.30 | München | – | Ingolstadt | 1,85 | | | 4,20 | | | 3,35 | ||||
| 19.30 | Straubing | – | Berlin | 2,45 | | | 4,00 | | | 2,45 | ||||
| 19.30 | Mannheim | – | Bremerhaven | 1,63 | | | 4,60 | | | 4,20 |
(Stand: 01.04.2026, 19.20 Uhr)