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Freitag, 13. März 2026

Drei Jahre in Folge Hauptrundenspiele Ottawa gegen Chicago im Dezember in Düsseldorf Auftakt einer Serie von mehr NHL-Spielen in Deutschland

Tim Stützle und die Ottawa Senators spielen am 18. und 20. Dezember zwei Hauptrundenspiele in Düsseldorf gegen die Chicago Blackhawks.
Foto: IMAGO/UPI Photo/Archie Carpenter

Dass die NHL im Dezember nach Deutschland kommen wird, war bereits durchgesickert (Eishockey NEWS berichtete). Nun stehen auch die Teams fest, die am 18. und 20. Dezember zwei Hauptrundenspiele in Düsseldorf spielen: Es sind die Ottawa Senators um Tim Stützle und die Chicago Blackhawks mit Jungstar Connor Bedard. Das gab die NHL am Freitagvormittag auf einer groß aufgezogenen Pressekonferenz bekannt. Allein die NHL war mit mehr als einem Dutzend Leuten angereist, darunter Vize-Commissioner Bill Daly, NHL-Europavertreter Rob Zepp (ehemaliger Nationalspieler) und NHL-Business-Chef Keith Wachtel. Rund um die Bekanntgabe wurden enorme Social-Media-Aktivitäten geschaltet.

Tenor: Deutschland ist der NHL wichtig. Denn rund um die beiden Spiele in Düsseldorf will sich die Liga in Deutschland breiter aufstellen: Zu den wichtigsten Komponenten des Plans gehören strategische Investitionen in das Wachstum des Sports durch Basisinitiativen, Inhalte und andere Fan-Engagement-Initiativen in ganz Deutschland, der Aufbau neuer, langfristiger Geschäftspartnerschaften und die Verpflichtung, mehr NHL-Spiele der regulären Saison nach Deutschland zu bringen. Zunächst wurde ein Vertrag über drei Jahre geschlossen.

Bilder von der Bekanntgabe in Düsseldorf (3 Einträge)

 

Dieser sehe vor, dass die NHL-Spiele nicht nur in Düsseldorf, sondern auch andernorts stattfinden werden. Zu den Standorten machte die NHL aber keine Angaben. Daly aber erklärte, dass für den von der Liga organisierten World Cup of Hockey im Jahr 2028 aus keinem anderen Land so viel Interesse bekundet worden sei, wie aus Deutschland. Schon kommende Woche könnte bekannt gegeben werden, wo gespielt wird. Dalys Worten sind zu entnehmen, dass auch Deutschland dabei eine Rolle spielt.

Aktuell findet in Düsseldorf ein zweitägiges Event zur Promotion der NHL statt, der Hockey Day in Germany, Anfang März hatte die Liga das Spiel zwischen Nashville und Detroit auf die deutsche Primetime gelegt und es neben Sky auch bei ProSieben MAXX im FreeTV gezeigt. Laut Recherchen von Eishockey NEWS war das Spiel aber noch kein Quotenbringer: Im Schnitt verfolgten 68.000 Fans im ersten Drittel, das ist ein Gesamtmarktanteil von 0,3 Prozent.

Im Vorfeld war spekuliert worden, dass auch die Edmonton Oilers nach Düsseldorf kommen würden. NEWS-Recherchen hatten darauf hingedeutet, dass aber zumindest Stützles Senators oder Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers in Deutschland spielen würden. Zwischen den Zeilen drang durch: Die NHL wollte nicht sofort alle Stars in ein Spiel packen.

Zuvor fand erst ein NHL-Hauptrundenspiel überhaupt in Deutschland statt. Am 8. Oktober 2011 spielten die Buffalo Sabres (damals mit Christian Ehrhoff) gegen die Los Angeles Kings. Nun aber geht die NHL einen neuen Weg, geht mit ihren Spielen mitten in die Saison, was auch Auswirkungen auf den Spielbetrieb in Deutschland hat: Düsseldorf kann an diesem Wochenende vor Weihnachten kein Heimspiel austragen.

DEL-Chef Gernot Tripcke hatte schon am Dienstag bei einer Pressekonferenz der Liga gesagt, dass die NHL komme, sei zwar eine Auszeichnung für den deutschen Eishockeymarkt. „Aber es kommt darauf an, wie man es macht. Man sollte sich nicht kanibalisieren. Vielleicht können wir von den Marketingtöpfen der NHL profitieren.“

Zwar habe man seit Jahren gute Beziehungen, Daly und Tripcke kennen sich auch persönlich sehr gut. „Doch konkret kommt wenig in Deutschland an.“ Dass die Liga die Aktivitäten mit Argusaugen beobachtet, dürfte klar sein: „Wir sind selbstbewusst, sind selbst eine starke Marke“, sagt Tripcke. „Die Fans in Deutschland sind ja zuerst DEL- oder DEL2-Fans und dann auch NHL-Fans.“

Seine Hoffnung: „Dosiert könnte das vielleicht eine Befruchtung für uns alle werden.“

Michael Bauer/Bernd Schwickerath


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Die Rostock Piranhas haben den Vertrag mit ihrem bereits seit Anfang Februar beurlaubten Ex-Coach Lenny Soccio (58) nun „im gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Der deutsche Ex-Nationalstürmer hatte den Nord-Oberligisten mehr als drei Jahre lang trainiert.
  • vor 7 Stunden
  • Tom Geischeimer von den Hammer Eisbären wurde für sechs Spiele gesperrt und erhält zudem eine Geldstrafe. Geischeimer hatte im ersten Playoff-Spiel der Eisbären gegen die Tölzer Löwen am vergangenen Sonntag seinen Gegenspieler mit einem harten Check gegen den Kopf- und Nackenbereich getroffen.
  • gestern
  • Die Grizzlys Wolfsburg haben den Vertrag mit Co-Trainer Heiko Vogler um zwei Jahre bis 2028 verlängert.
  • gestern
  • Tim Stützle hat auch im 14. Spiel in Folge gepunktet und in dieser Zeit acht Tore und elf Vorlagen erzielt. In der Nacht auf Donnerstag verlor er mit Ottawa mit 2:3 gegen Montreal. Er steuerte zwei Vorlagen bei und erreichte die Marke von 70 Punkten.
  • vor 2 Tagen
  • Die Verteidiger Bastian Cramer (sechs Assists bei 41 Einsätzen) und Paul Wallek (eine Vorlagen in 14 Matches) spielen auch in der kommenden Saison 2026/27 für den Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Angreifer Björn Salhi (drei Scorer-Punkte in 34 Partien) verlässt das Liga-Schlusslicht dagegen.
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