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Mittwoch, 15. April 2026

Das DEL-Halbfinale am Mittwoch Storm-Blitztor und Unterschiedsspieler Bokk: Köln erringt in Spiel 4 ein 4:3 nach Verlängerung gegen Berlin

Kölns Held am Mittwochabend: Dominik Bokk.
Foto: City-Press

Viertes Spiel, vierter Heimsieg: Mit einem hart erkämpften 4:3 nach Verlängerung gegen Berlin stellten die Kölner Haie in der Best-of-seven-Halbfinalserie der PENNY DEL auf 2:2. Den Unterschied machte der Kölner Angreifer Dominik Bokk – ein Berliner Meisterspieler aus dem Jahr 2022. 

Dänischer Blitzstart in Köln an Mittwochabend: Im vierten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Berlin reagierten die Haie eindrucksvoll auf die erneute Auswärtsniederlage am Sonntag; denn nach nur 42 Sekunden brachte Frederik Storm den Hauptrunden-Champion in der ausverkauften Lanxess Arena (18.600 Zuschauer) in Front. Nach einem Antritt von Dominik Bokk stand Storm goldrichtig und traf aus halblinker Position. Generell startete Köln furios in die Partie, baute den Vorsprung in der starken Anfangsphase jedoch nicht aus. Ein Distanzschuss von Jan Luca Sennhenn rutschte Berlins Goalie Jake Hildebrand zwar durch, aber eben auch am Tor vorbei. Offensivverteidiger Valtteri Kemiläinen setzte seinen Versuch am Ende eines überfallartigen Angriffs ans Gestänge. Auch im ersten Powerplay schnupperte Köln mehrfach am 2:0, doch Hildebrand hielt die Stellung. Aus dem Nichts fiel der Ausgleich: In ihrem abgezockten Rekordmeisterstil nutzten die Eisbären ihre erste Überzahlsituation zum 1:1. Ty Ronning verzögerte am rechten Bullykreis geschickt und überwand Kölns Schlussmann Janne Juvonen mit einem fulminanten Handgelenkschuss im kurzen Eck. Der Treffer gab Berlin etwas Auftrieb – wie auch ein weiterer Schlüsselsave von Hildebrand, der einen Unterzahl-Alleingang von Maxi Kammerer parierte.

Das nächste Highlight, zumindest für die mitgereisten Berliner Fans, gab es nach lediglich 20 Sekunden im Mittelabschnitt. Kai Wissmann hatte im Slot alle Zeit der Welt, Juvonen konnte dem Schuss auf seiner Stockhandseite nur hinterherschauen. Doch die Hauptstädter konnten ihre erste Führung nicht lange halten, liefen auswärts in einen weiteren Konter. Tanner Kero erzielte bei einer Zwei-auf-eins-Situation nach Flippass von Gregor MacLeod das 2:2. Und es kam noch schlimmer für die Berliner: Nach einem Scheibenverlust im eigenen Drittel traf Bokk mit einem One-Timer für Köln, beim Abwehrversuch verletzte sich Hildebrand und humpelte schnurstracks in die Kabine. Mit Jonas Stettmer zwischen den Pfosten blieben die Eisbären bis zur zweiten Pause ohne weiteres Gegentor – und somit im Spiel.

Das Spielstenogramm (1 Einträge)

 

 

Köln verwaltete das 3:2 im letzten Drittel geschickt – bis sich Juhani Tyrväinen eine Strafe einhandelte. Auch aufgrund Leo Pföderls Handlungsschnelligkeit schepperte es im Powerplay erneut, diesmal nach nur 18 Sekunden. Pföderl scheiterte zunächst freistehend an Juvonen, setzte dann jedoch aus seiner Position hinter dem Tor Liam Kirk in Szene. Per Direktabnahme markierte der britische Goalgetter (32 Hauptrundentore) seinen zweiten Playoff-Treffer. Auf der anderen Seite verpuffte ein Kölner Powerplay in der Schlussphase – wohl auch, weil mit Patrick Russell der profilierteste Haie-Scorer an diesem Abend fehlte. Stettmer blieb in der regulären Spielzeit unbezwungen, vor Juvonens Kasten ließ Markus Vikingstad in der Schlussminute den Lucky Punch zugunsten der Eisbären aus. Manuel Wiederer hatte die Scheibe aus der Drehung in den Slot geworfen, Vikingstad verfehlte – weil er in einen Zweikampf verwickelt war – das verwaiste Kölner Gehäuse.

So ging die Serie in ihrer vierten Auflage erstmals in die Overtime. Rasch entwickelte sich ein Abnutzungskampf, die Schiedsrichter ließen viel durchgehen. Letztlich war es wieder Dominik Bokk, der wie schon beim frühen Kölner Führungstreffer aufdrehte. Der ehemalige NHL-Erstrunden-Draftpick der St. Louis Blues (2018) spazierte in die Berliner Zone und beendete den Nervenkrimi in Minute 78 aus dem Handgelenk.

Tim Heß


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Notizen

  • gestern
  • Der DEB beschreitet mit dem Jahrgang 2011 neue Wege in der Nachwuchsarbeit. Erstmals tritt eine U15-Perspektivmannschaft in einem internationalen Turnier an. Vom 15. bis 19. April 2026 messen sich die deutschen Nachwuchsspieler in Salzburg (Österreich) mit vier weiteren Teams.
  • vor 2 Tagen
  • Santeri Haarala, zweitbester Punktesammler des Nord-Oberligisten TecArt Black Dragons Erfurt, geht in den kommenden Monaten für die Newcastle Northstars in Australien auf Torejagd. Die Saison in Down Under startet am 17. April und endet am 30. August 2026.
  • vor 3 Tagen
  • Der EC Peiting kann weiter auf einen seiner wichtigsten Angreifer zählen: Thomas Heger verlängert seinen Vertrag beim Süd-Oberligisten für die kommende Spielzeit. Der 28-Jährige sammelte für Peiting 2025/26 in 55 Einsätzen 55 Punkte und erzielte insgesamt 29 Tore.
  • vor 4 Tagen
  • Der langjährige DEL-Verteidiger Dylan Yeo beendet seine Karriere. Sein letzter Club, die Dragons de Rouen (Frankreich), gaben dies in Folge ihres Halbfinal-Aus bekannt. Der 39-jährige Yeo hatte für die Straubing Tigers, die Iserlohn Roosters und die Schwenninger Wild Wings gespielt.
  • vor 5 Tagen
  • Die Stuttgart Rebels aus der Oberliga Süd haben bestätigt, dass Angreifer Reagan Poncelet wie geplant sein zweites Vertragsjahr auf der Waldau antreten wird. 2025/26 kam der 27-jährige Kanadier auf drei Tore und acht Assists in 27 Partien.
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