Erik Karlsson und die Ravensburg Towerstars ließen dem EC Bad Nauheim beim 6:1-Heimsieg keine Chance.
Foto: Kim Enderle
Die Ravensburg Towerstars sind am 41. Spieltag der DEL2-Hauptrunde Sonntagabend mit einem 6:1-Kantersieg über Bad Nauheim auf Platz vier der Tabelle gestürmt und setzten damit ihre famose Aufholjagd der letzten Wochen fort. Vorne gab sich das Spitzenduo aus Krefeld (7:4 gegen Weiden) und Kassel (6:3 in Regensburg) gegen ihre Oberpfäzer Konkurrenten letztlich keine Blöße. Das ausverkaufte Sachsenderby zwischen Füchsen und Eispiraten ging deutlich mit 6:2 an Weißwasser, während Bietigheim in Rosenheim mit 1:6 unter die Räder geriet. Düsseldorf erledigte den Charaktertest beim Schlusslicht in Kaufbeuren nach zähem Ringen erfolgreich (4:2), Landshut hingegen ließ die drei Zähler in Freiburg.
Bereits im ersten Drittel zeigten die Ravensburg Towerstars den Gästen aus Bad Nauheim ihre Grenzen auf und führten mit 3:0. Am Ende hieß es 6:1 für die Oberschwaben, bei denen einmal mehr das Trio Robbie Czarnik, Mark Rassell und Erik Karlsson mit je einem Treffer hervorragte. Durch den Heimsieg eroberten die Towerstars Platz vier von den Bietigheim Steelers, die ihr Auswärtsspiel in Rosenheim deutlich mit 1:6 verloren. Gästestürmer Bastian Eckl musste in der 35. Minute wegen eines Checks und folgender Spieldauerstrafe vorzeitig duschen gehen – zu diesem Zeitpunkt war sein Team aber bereits mit 0:5 in Rückstand gelegen. Im Schlussdrittel konnten die Starbulls angesichts des 6:0-Vorsprungs einige Gänge zurückschalten, was Bietigheim immerhin noch den Ehrentreffer einbrachte.
Noch mehr Treffer als in Weißwasser bekamen die Fans in Krefeld zu sehen, wo die heimischen Pinguine ohne ihren gesperrten Coach Thomas Popiesch den Gast aus Weiden letztlich mit 7:4-Treffern nach Hause schickten. Die Hausherren verspielten dabei zwar einen 4:2-Vorsprung im Schlussdrittel, schlugen jedoch mit drei Toren in den letzten gut sechs Spielminuten zurück. Das richtungsweisende 5:4 für Krefeld erzielte dabei ausgerechnet Ex-Teufel Daniel Bruch. Auch am Sonntag wurde eine Spieldauerstrafe gegen die Pinguine verhängt: Diesmal traf es Verteidiger Zack Dybowski wegen Behinderung. KEV-Verfolger Kassel sammelte derweil auswärts drei weitere Punkte ein und setzte sich in Regensburg am Ende ebenfalls deutlich mit 6:3 durch. Auf die Siegerstraße brachten sich die Nordhessen gegen Ende des zweiten Abschnitts, als sie innerhalb von fünf Spielminuten drei Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2-Vorsprung erzielten.
Das Sachsenderby vor ausverkauftem Haus (knapp 3.000 Zuschauer) in Weißwasser ging letztlich deutlich mit 6:2 an die Füchse. Crimmitschau hatte früh vorgelegt und zu Beginn des letzten Drittels noch einmal auf 2:3 verkürzt, am Ende spielten die Lausitzer den Heimvorteil jedoch gnadenlos aus. Charlie Jahnke und Lane Scheidl konnten je drei Scorer-Punkte (ein Tor, zwei Assists) zum Derbysieg der Ostsachsen beitragen.
Zum zweiten Mal an diesem Wochenende schrammte das DEL2-Schlusslicht aus Kaufbeuren nur knapp an Punkten vorbei. Doch wie schon am Freitag beim 2:3 in Bietigheim gingen die Allgäuer letztlich ohne Zähler vom Eis. Beim 2:4 gegen Düsseldorf war es Gästestürmer Kevin Orendorz, der in der 55. Minute die DEG auf die Siegerstraße brachte. Der EHC Freiburg machte in der Playdown-Zone durch einen 2:1-Heimsieg über den EV Landshut weiter Boden gut. Nachverpflichtung Lynden McCallum erzielte den entscheidenden zweiten Treffer für die Wölfe im Duell mit den Niederbayern. Die Breisgauer liegen auf Rang 13 nur noch einen Zähler hinter Bad Nauheim auf Platz zwölf und drei Punkte hinter Weiden auf elf. Zum rettenden Ufer sind es aber noch immer acht Punkte.
Sebastian Groß