Finnlands Fahnenträger Mikko Lehtonen (rechts) ist der einzige Nicht-NHL-Spieler im Kader von Team Suomi.
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Als erste der drei Männer-Staffeln startet am Mittwoch in Mailand die Gruppe B ins olympische Eishockeyturnier. Den Startschuss geben die Slowakei und Finnland um 16:40 Uhr, es folgt am Abend das Duell zwischen Schweden und dem klaren Außenseiter Italien (21:10 Uhr). Beide Partien werden in der großen Eishockeyarena in Milano Santaguilia ausgetragen und sind live in der ARD und bei Eurosport zu sehen.
Die Favoritenrollen am ersten Turniertag der Männer sind indes klar verteilt. Team Suomi um die NHL-Stars Mikko Rantanen, Sebastian Aho und Miro Heiskanen muss zwar den Ausfall von Top-Center Aleksander Barkov wegstecken. Doch insgesamt bringen die Finnen deutlich mehr NHL-Power aufs Eis als die Slowaken. Bei den Slowaken sind es eher die Stars der Zukunft um Defender Simon Nemec und Stürmer Juraj Slafkovsky, die aus dem Kader, der nur sieben NHL-Spieler aufweist, herausragen. Alle Olympia-Gruppen im Kurzporträt, die Favoriten und Außenseiter des Turniers, finden Sie hier.
Am Abend kann es für Italien gegen Mitfavorit Schweden eigentlich nur um Schadensbegrenzung gehen. Eine enge Partie oder gar ein Punktgewinn des Turniergastgebers gegen die Skandinavier käme schon einer Sensation gleich. Zwar ist das schwedische Team vor allem aufgrund seiner Defensivstars ein Medaillenkandidat, doch mit unter anderem Filip Forsberg, Adrian Kempe und Mika Zibanejad haben die Tre Kronor auch drei Stürmer in ihren Reihen, die in dieser Spielzeit bereits die 20-Tore-Marke in der NHL geknackt haben. Dazu kommen Spielgestalter wie Lucas Raymond (Teamkollege von Moritz Seider in Detroit) oder auch William Nylander von den Toronto Maple Leafs. Bekannte Gesichter gibt es auf Seiten der Italiener auch, aber eher aus der PENNY DEL. So stehen die beiden Deutsch-Italiener Alex Trivellato und Thomas Larkin in der Abwehr des Olympia-Gastgebers. Im Angriff waren Alex Petan (Iserlohn) und Matt Bradley (Straubing) schon in der Deutschen Eishockey Liga auf dem Eis.
Zum Modus: Nach der Gruppenphase, in der pro Gruppe (A bis C) jeder gegen jeden spielt, sind die drei Gruppenersten und der beste Gruppenzweite automatisch für das Viertelfinale gesetzt. Die acht verbleibenden Mannschaften spielen in vier Qualifikationsduellen am Dienstag, den 17. Februar, die restlichen Teilnehmer des Viertelfinales aus, das am Mittwoch, 18. Februar, beginnt. Der Olympia-Sieger steht nach dem Endspiel am 22. Februar fest.
Aus Mailand von den Olympischen Winterspielen berichtet Sebastian Groß