Moritz Seider sprach im Rahmen der DEL-Finalserie über eine mögliche WM-Teilnahme.
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Am Dienstag gab der Deutsche Eishockey-Bund den Kader für Phase 3 der WM-Vorbereitung der Herren-Nationalmannschaft bekannt. Doch erst zur vierten Phase mit der WM-Generalprobe in Mannheim am 10. Mai werden die Spieler der beiden Finalisten der PENNY DEL sowie eventuelle NHL-Verstärkungen zum Team stoßen.
Am besten stehen die Zeichen wohl bei Seattles Schlussmann Philipp Grubauer – der nach einer Verletzung gut im Zeitplan für ein mögliches Comeback im Nationaltrikot liegen soll. Außerdem ist bei ihm die Belastungsfrage anders einzuordnen als zum Beispiel bei Tim Stützle, der am vergangenen Wochenende mit Ottawa aus den NHL-Playoffs ausschied, aber eben eine ganze Saison als Leistungsträger der Sens plus Olympia in den Beinen hat. Auch bei Detroits Eiszeitfresser Moritz Seider, der aktuell in Mannheim Blessuren auskuriert, stehen die Chancen auf eine WM-Teilnahme bestenfalls bei 50 Prozent. Im Rahmen der DEL-Finalserie zwischen Mannheim und Berlin sprach Seider bei MagentaSport über eine mögliche WM-Teilnahme; signalisierte seine Bereitschaft. „Ich muss aber schauen, ob ich bis dahin fit werde“, betonte der 25-jährige Rechtsschütze, der nach einer hartnäckigen Verletzung aktuell ein Reha-Programm absolviert. „Es ist natürlich das große Ziel, zur letzten Vorbereitungsphase hier in Mannheim dabei zu sein. Ich würde immer gerne spielen – aber es hängt davon ab, was der Körper macht. Das steht noch in den Sternen.“
Auch Superstar Leon Draisaitl könnte in den nächsten Tagen zu einer Option werden. Die Edmonton Oilers liegen in der ersten Playoff-Runde gegen Anaheim mit 2:3 zurück, den ersten Matchpuck der Ducks wehrten die Kanadier in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch jedoch ab. Und selbst bei einem zeitnahen Ausscheiden dürfte Draisaitls WM-Teilnahme mindestens fraglich sein. Der 30-Jährige wurde erst zu den Playoffs wieder spielfit, hat neben der Saison sowie Olympia ja auch die gigantischen Playoff-Runs bis ins Stanley-Cup-Finale in den letzten beiden Jahre in den Knochen.
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Tim Heß