Könnte die Rangers noch vor der Trade Deadline verlassen: Artemi Panarin
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Zwischen dem 4. und 22. Februar dürfen aufgrund der Pause aufgrund der Olympischen Spiele keine Trades in der NHL getätigt werden, die Trade Deadline ist in diesem Jahr auf den 6. März festgesetzt. Heißt: Nur noch wenige Wochen lang können sich Teams in dieser Saison verstärken.
Ein Team hat das nun getan: Die derzeit blendend in Form spielenden Vegas Golden Knights (sieben Siege in Serie) haben sich am Sonntag die Dienste von Verteidiger Rasmus Andersson gesichert, der schon seit Saisonbeginn auf der Gerüchteliste stand. Andersson spielte zehn Jahre lang für die Calgary Flames und erzielte in dieser Saison zehn Tore und gab 48 Vorlagen, stand zudem mehr als 24 Minuten im Schnitt auf dem Eis. Die Golden Knights geben im Gegenzug Verteidiger Zach Whitecloud ab und erhalten ein Erst- und ein Zweitrundendraftrecht. Die Flames zahlen zudem weiterhin 50 Prozent von Anderssons Gehalt.
Der Andersson-Trade könnte der Auftakt zu interessanten Tagen vor den Olympischen Spielen werden. Medienberichten zufolge steht auch Vancouvers Kiefer Sherwood vor einem Abschied, beim derzeit schlechtesten Team der Liga könnte es aber noch weitere Spieler treffen unter anderem Jake DeBrusk und sogar Elias Pettersson. Die Canucks befinden sich derzeit im freien Fall, haben zehn Spiele in Serie verloren und dabei nur 17 Tore erzielt.
Rasmus Andersson wechselt von den Calgary Flames zu den Vegas Golden Knights.
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Und dann wären da ja noch die New York Rangers, ebenfalls böse abgestürzt. Zunächst war da ein 2:10 gegen die Boston Bruins, dem folgte in der vergangenen Woche ein 4:8 gegen Ottawa Senators, bei dem die Fans nach dem 0:4 zur ersten Pause die Spieler mit Buh-Rufen verabschiedeten und später „Fire Drury“ riefen. Der General Manager reagierte schnell auf die Kritik. Chris Drury informierte die Fans in einem Brief darüber, dass es weitere Veränderungen im Kader geben werde – kein Rebuild, sondern ein Retooling, also eine Umstrukturierung. Top-Spieler wie Igor Shesterkin und Adam Fox dürfen bleiben, nicht dazu gehören werden aber wohl Mika Zibanejad, Vincent Trocheck und sogar Artemi Panarin.
Der russische Superstar wurde von Drury informiert, dass ihm nach Auslaufen seines Vertrags im Sommer kein neuer angeboten werde. Heißt: Auch hier wird ein Trade angestrebt. Und Panarin (Cap Hit 11,6 Millionen Dollar) dürfte enormes Interesse auf sich ziehen. Aktuelle Top-Teams wie Dallas, Carolina, Minnesota aber auch die von Verletzungen gebeutelten Florida Panthers werden genannt. Panarin hat in dieser Saison 54 Punkte in 48 Spielen erzielt, kam in allen sieben Spielzeiten seit seinem Wechsel aus Columbus auf mehr als einen Punkt pro Spiel.
Die kommenden Wochen vor und nach den Olympischen Spielen versprechen also Spannung – viel mehr, als nach den vielen Vertragsverlängerungen von Stars wie Jack Eichel, Kyle Connor, Kirill Kaprizov, Luke Hughes und auch Connor McDavid zu Beginn der Saison vorausgesagt wurde.
Michael Bauer